Ich teile die Fassungslosigkeit der Nachbarinnen und Nachbarn: Kurzerhand sollen vier großgewachsene Altbäume gefällt werden, die von der Gemeinde bereits vor längerer Zeit als zu erhalten bestimmt worden waren?!
Wann fangen wir endlich an zu begreifen, dass wir Menschen unsere Interessen nicht einfach gegen die Natur durchsetzen können, sondern dass wir auf gewachsene natürliche Strukturen wie diese alten Bäume angewiesen sind und sorgsam mit ihnen umgehen müssen, wenn wir (und andere) selbst gut leben wollen?
Weil bereits festgestellt worden ist, „dass eine Baumfällung für die Verwirklichung des Bauvorhabens nicht erforderlich sei“, unterstütze ich die Forderung der direkten Anwohnerinnen an die Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung sehr, einer Fällung nicht unter Zeitdruck zuzustimmen, sondern in Ruhe die Sachlage und die eventuellen Erforderlichkeiten anhand eines unabhängigen Gutachtens zu prüfen!
Ich wünsche mir auch, dass uns die grünen Baumkronen hinter den Nachbarhäusern erhalten bleiben. Zu viele sind in den letzten Jahren schon verschwunden. Wertvoller Lebensraum für Tiere und Insekten und wichtiger Beitrag zu unserem Wohlbefinden!
Und leider werden immer noch – trotz der klar sichtbaren und rasanten Auswirkungen des Klimawandels – zu wenige Vorgaben für Bauvorhaben gemacht und durchgesetzt in Sachen Baumbestandschutz, Ersatzpflanzungen und Anlage klima- und artenschützender Gärten und Außenanlagen. Hier ist dringender Handlungsbedarf bei Kommunen und Landkreis, neue Standards zu setzen, an die sich Bauträger*innen zu halten haben.
