Bebauung an der Hundsmühler Landstraße in Tungeln

Mich verwundern die Vergaberichtlinien der Gemeinde Wardenburg. Über die Vergabe von Wohngrundstücken inklusive Häusern wird über ein bestehendes Punktesystem der Gemeinde Wardenburg vom Bauträger mit anschließender Kontrolle der Gemeinde entschieden. Prinzipiell finde ich ein Punktesystem für die Vergabe von Grundstücken sehr gut. Schließlich kann man somit einer Abwanderung junger Gemeindebürger entgegenwirken und auch neue Bürger werben, die sich in der Gemeinde niederlassen möchten.

Allerdings ist der Ortsverein Tungeln über dieses Punktesystem nur in Kenntnis gesetzt worden und hatte keinerlei Mitspracherecht bei der Gestaltung der Vergabekriterien. Nach dem Punktesystem der Gemeinde Wardenburg wird insbesondere die Generation Ü60 überproportional bevorzugt und die junge Generation somit leider deutlich benachteiligt. Die Gemeinde Wardenburg verfolgt mit den Vergabekriterien das Ziel, den sozialen Zusammenhang zu stärken und zu festigen. Der private Wohnungsbau soll gefördert werden. Ziel soll es sein, Interessenten das Wohnen und Arbeiten an einem Ort zu ermöglichen. Die Zahl der Auspendler soll reduziert werden und somit wird zugleich zum Klimaschutz beigetragen.

Diese Ziele sind zwar gut aber leider auch völlig realitätsfremd, wenn das Punktesystem zur Vergabe von Grundstücken mangelhaft durchdacht ist und privater Wohnungsbau praktisch nicht stattfindet. Die junge Generation wird nach diesen Kriterien leider nicht zum Zuge kommen.

Hinzu kommt die Problematik, dass sie überwiegend auch außerhalb der Gemeinde arbeiten, wodurch sie ebenfalls nicht punkten können. Ich hätte mir gewünscht, bei den Vergabekriterien für Bauinteressenten näher hinzusehen und die Tungeler Bürger mit dem gesamten Vorhaben auch abzuholen.

Oliver Behrens Tungeln