„Warum der Windpark im Moor den Befürwortern so wichtig ist“

Die in diesem Artikel von den Grundbesitzern gewünschte Sachlichkeit bedeutet, richtig gelesen, bitte doch Verständnis dafür zu haben, dass sie durch den Verkauf oder die Verpachtung von Landflächen, die bislang geringe oder gar keine Profite erwirtschafteten, einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Nutzen erlangen – und das vertraglich gesichert über viele Jahre. Und soweit ich weiß, liegen die Verträge bereits – gut durchdacht und wasserfest formuliert – in der Schublade der vermeintlichen Klimaschützer.

Goldgräberstimmung bei den Windparkbetreibern nannte es jemand während des GUA, denn Partikular-Interessen werden hier (geradezu ausge-)nutzt, um unbürokratisch Tatsachen zu schaffen. Und dies möglichst rasch und an allen Erhebungen vorbei. Der Gemeinde erspart das die aufwendige Suche nach Potenzialausgleichsflächen, sehr praktisch. Aber bedauerlicherweise wird eine Ausgleichs- und Kompensationsfläche für das Hohenbökener Moor in dieser Einzigartigkeit nicht zu finden sein.

Vor-Ort-Termin zum Windpark Hohenbökener Moor und Nordenholzer Moor: Die Sprecher der Grundeigentümer und Mitarbeiter der Vorhabenträgerin wpd stellen die Planung vor: (v. l.) Nicolas Hehemann (techn. Projektleiter wpd), Hans-Jürgen Borchers, Andreas Menkens, Arnd Fischer, Günther Rahden, Karin Uhlhorn und Rami Ramadan (wpd-Geschäftsführer).

PROJEKT IM HOHENBÖKENER UND NORDENHOLZER MOOR Warum der Windpark im Moor den Befürwortern so wichtig ist

Thorsten Konkel
Hohenböken

Wenn es um eine Welt geht, die die Grundbesitzer ihren Enkelkindern überlassen wollen, sollten sie nicht ein dermaßen ökologisch wertvolles Areal alleine aus finanziellen Interessen nahezu opfern.

Auch hier ein Zitat des Landrats Dr. Christian Pundt aus dem Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt vom 10. Mai: „Klimaschutz ist nicht Naturschutz“. Dem stimme ich zu, aber Naturschutz kann in vielen Fällen Klimaschutz sein, und das ist beim Schutz von Mooren und deren Erhalt und optionaler Wiedervernässung zu 100 Prozent der Fall.

Ich bin seit Jahrzehnten ein glühender Verfechter von Alternativen Energien und so wird es auch bleiben. Nur, dass es kaum einen unpassenderen Standort gibt als das Hohenbökener Moor.

Helmut Brüggemann Hude