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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Sport: Abenteuer bei den Hörnern packen

27.02.2015

Vielstedt „Auf dem Petersplatz werd’ ich die Deutschlandfahne ausrollen.“ Wie viel Platz und Kraft Wolfgang Denker am Ende für Nationalstolz bleibt, wird sich zeigen. Abstrampeln wird er sich auf jeden Fall: Am 9. Mai schwingt sich der Vielstedter wieder auf den Sattel und radelt ins nächste Abenteuer.

Bei der mittlerweile dritten Tour geht – oder fährt – Wolfgang Denker noch ein Stück weiter: 2200 Kilometer und etliche Trainingseinheiten liegen zwischen dem sportlichen Unternehmer und seinem neuen Ziel. In rund 16 Tagen will er vom Klosterort in die Ewige Stadt gelangen.

In trockenen Tüchern

Fit für die Rom-Reise macht er sich schon jetzt – vier Mal die Woche. Allerdings auf dem flachen Oldenburger Land oder Indoor auf dem Spinning-Rad. „Die Alpen sind nicht ganz ohne“, sagt der 47-Jährige – und schluckt tapfer.

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Wolfgang Denker ist größere Hürden gewohnt: Zu gut – und äußerst ungern – erinnert sich der Vielstedter an die Tortur von zwei Jahren (die NWZ  berichtete). Von Mailand nach Barcelona wollte er damals radeln. Mit hochmotiviertem Rückenwind ist er gestartet. Der Himmel hat Tränen gelacht – oder, weniger poetisch ausgedrückt: Das Mistwetter hat dem Radsportler die Stimmung verhagelt. Nicht zu vergessen die vielen Pannen, platten Schläuche, regendurchweichten Unterhosen und hinkelsteinharten Pensionsbetten. Durchgehalten hat er trotzdem – und ein Jahr Abenteuerpause gemacht, ist älter und ein bisschen weiser geworden. Oder?

Doppelt fährt besser

Diesmal soll alles anders werden: Im Gepäck hat Wolfgang Denker nicht nur genügend Flickzeug und Wechselwäsche – auch ein langjähriger Freund wird ihn begleiten. Ein bisschen List und Tücke hat den 47-Jährigen das allerdings gekostet: „Letztes Jahr wollte ich zum Vätternrundan in Schweden – und hab’ ihn einfach mit angemeldet“, sagt er. Glücklicherweise hat Wolfgang Denkers Freund bei dem skandinavischen 300-Kilometer-Radrennen weder Trauma, noch Herzinfarkt erlitten.

Im Gegenteil: „Der hat Blut geleckt“, sagt Wolfgang Denker. So haben die beiden ihre Fährte aufgenommen und die Rom-Radtour geplant. Derzeit arbeiten sie gemeinsam die Route aus. Grob. Denn gebucht werden soll auf der Strecke nichts. „Wir kehren einfach irgendwo ein. Pensionen gibt es überall auf der Strecke. Und die in der Schweiz werden nicht schlecht sein“, sagt er – gewohnt zuversichtlich. Das er vor der spanisch-italienischen Tortur ähnlich gedacht hat, ist vergeben und vergessen. Überhaupt: Wird die Sonne für den Sportler scheinen. „Das Wetter wird gut – muss. Schließlich ist dann Mai.“

Ein Spendenmarathon

Solange der Hintern trocken bleibt, kann er auch schmerzen. Darauf ist Wolfgang Denker gefasst. Sagt er. Und geteiltes Leid, tut ja nur halb weh. Die geplanten täglichen 300 Kilometer soll sein Weggefährte schließlich auch zurücklegen. Mit Raucherpausen. Dieses Laster gönnt der Vielstedter seinem Freund generös. Er hat ja auch seine Vorlieben. „Ich ess’ gern“, sagt er. Dafür allerdings, plant er nicht vom Rad zu steigen. Schließlich sollen pro gefahrenem Kilometer 20 Cent in die Spendenkasse fließen. Das Geld bekommt am Ende die Huder Tafel.

Zahlen müssen beide Sportler – ob sie aufgeben oder nicht. Das ist so abgemacht. Daran denkt der Denker aber noch nicht. Umsatteln kann man immer noch. Und zurück geht es bequem mit dem Zug. Ob die Freunde nach über zwei Wochen Berg- und Talfahrt noch zusammen in einem Abteil sitzen mögen, stellt Wolfgang Denker nicht in Frage. „Wir kennen und über 20 Jahre – und wir können auch ganz gut mal zusammen schweigen“, sagt er. Dennoch sei die Zweiertour „ein Versuch“.

Meditative Gelassenheit zumindest, übt er neuerdings beim Heilfasten im Kloster. Außerdem ist er vom Hochlandrinderwahn befallen: Vier Tiere stehen auf den Weiden hinter dem Büro seines Bauunternehmens. Im Sommer kommt Nachwuchs.

Berg- und Talfahrt

Dass seine Frau beim tierischen Zuwachs gewarnt hat: „Tu dir das nicht auch noch an“, schreckt ihn wenig. Zu der Alpentour sagt sie gar nichts mehr. Und Wolfgang Denker weiß zumindest sich selbst zu beruhigen: „Das ist gar nicht so dramatisch“, sagt er. „Wenn’ es rauf geht, geht es auch wieder runter.“ Umgekehrt auch. Egal. „Wenn ich am Petersdom stehe, hab’ ich alles erreicht, was ich wollte“, sagt er. Flagge streichen kommt für Wolfgang Denker nicht in Frage.

Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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