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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Pferdezüchter Aus Wardenburg: „Immer wieder Gänsehaut bei einer Fohlengeburt“

23.02.2018

Achternholt /Benthullen Es geht langsam, aber sicher, wieder los. Die ersten Fohlen in 2018 sind bereits auf der Welt. Beim Zuchthof Broxtermann in Wardenburg hat schon ein Stutfohlen das Licht der Welt erblickt – am 14. Februar, dem Valentinstag. Drei weitere Zuchtstuten sind tragend. „Wir machen das schon so lange, aber jede Fohlengeburt löst immer wieder Gänsehaut aus“, sagt Hofbegründer Franz-Josef Broxtermann.

Zucht stetig gewachsen

Eigentlich fing alles ganz klein an. „Meine Schwester wollte als Kind gern reiten. Meinen Eltern gefiel das, so bekam sie schnell ihr erstes Pony“, denkt der Sohn Tobias Broxtermann zurück an die Anfänge. Heute reitet Susanne Broxtermann Dressur bis zur schweren Klasse.

Der Stutenstall wurde 1987 gebaut. „Damals war alles hier noch kleiner“, erinnert sich Franz-Josef Broxtermann, der gemeinsam mit seiner Frau Edith Stück für Stück den Hof erweiterte. Und dann? „Ja, dann begann das mit der Zucht. Zuerst mit einer einzigen Stute. Aber auf die Stute Golden Touch von Grannus geht noch heute unsere Linie zurück“, schwärmt Franz-Josef Broxtermann.

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Von der Zucht bis zur Turniervorstellung

Die Zucht hat sich weiter professionalisiert: Videoüberwachung, ein Geburtenmelder und viele Jahre Erfahrung helfen den Broxtermanns. Dann gibt es da noch Chuck Berry – den selbst gezogenen Schimmelhengst, der wieder zur Zucht eingesetzt wird und im Sport läuft. Auf dem Hof wird aber nicht nur gezüchtet. „Wir decken quasi alles ab. Zucht, Fohlenaufzucht, Anreiten und Vorstellen im Turniersport“, erklärt Merle Güldenstern-Broxtermann. Sie ist die Ehefrau von Tobias Broxtermann und füttert gerade die neun Monate alte Tochter Emilia Ida. „Sie hat definitiv das Pferde-Virus intus. Sobald sie Pferde sieht, fängt sie an zu quietschen“, erzählt ihre Mutter und lacht. Kein Wunder. Noch im sechsten Schwangerschaftsmonat stellte Merle Gülden­stern-Broxtermann ihr Pferd Lollipop G aus der eigenen Zucht in S-Springen vor. „Die Kinder haben das in den Genen“, ist sich auch Tobias Broxtermann sicher. Emilias großer Bruder Linus Franz Heinrich findet Pferde auch super, ebenso aber den Rest des Hoflebens.

Erfolgreicher Stutenstamm

Stolz ist die Familie besonders auf die Qualität ihrer Pferde. „Es sind schon viele erfolgreich S gelaufen“, erklärt Merle Güldenstern-Broxtermann. Und was ist das Schönste? „Ich finde es am besten, wenn man auf einem Turnier reitet und der Sprecher durchsagt: Züchter, Besitzer und Reiter: Tobias Broxtermann. Da ist man doch einfach nur stolz“, schwärmt der Sohn des Hofes.

Noch bis 70 im Sattel

Stolz sind auch Claus und Lianne Fenske auf ihre Pferdezucht, die seit 1954 am Rathjenweg in Wardenburg fortgeführt wird. „Mein Vater hat das begründet. Auch ich mache es von Herzen gern“, berichtet der 76-jährige Claus Fenske, der selbst bis zum 70. Lebensjahr im Sattel saß und schon viele erfolgreiche Sportpferde gezogen hat. Er weiß: „Zucht ist Erfahrung. Irgendwann weiß man, welche Hengste zu welcher Stute passen.“ Sieben Zuchtstuten hat er, das erste Fohlen ist jetzt etwa 14 Tage alt. „Das ist ein Gutes“, mutmaßt er mit Kennerblick. Um alles unter Kontrolle zu haben, ist auch bei Fenskes die Abfohlbox videoüberwacht, außerdem tragen die Stuten einige Tage vor errechnetem Geburtstermin einen Gurt. „Der merkt, wenn die Stute länger als drei Minuten auf der Seite liegt und alarmiert uns dann“, berichtet Lianne Fenske.

Ganze Familie hilft mit

Auch bei den Fenskes packen alle mit an. Der 29-jährige Sohn Cim ist vor allem in der Landwirtschaft tätig. Und bei den Fohlen, gibt’s da einen Trick? „Viel gutes Heu, viel Licht und Luft. Und Bewegung. Das ist aber kein Trick, sondern deckt nur die Bedürfnisse der Pferde ab. Dann klappt es“, weiß Claus Fenkse und lacht.

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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