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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

SVA sehnt Winterpause herbei

09.11.2018

Achternmeer Wer meint, drei Siege aus den vorigen vier Spielen wären für Helge Hanschke ein Grund zu verschnaufen, kennt den Trainer des SV Achternmeer schlecht. „Wir sind noch lange nicht durch“, sagt Hanschke zur aktuellen Situation seiner Kreisligafußballer im Abstiegskampf. „Wichtig war aber, dass wir die Big Points gegen direkte Konkurrenten geholt haben“, fügt der Coach an und meint die Siege zuletzt gegen DTB (4:2), Falkenburg (4:1) und Hürriyet (5:4). Davor war die Hanschke-Elf acht Mal hintereinander als Verlierer vom Feld gegangen. So stehen die Achternmeerer (13.) mit 14 Punkten sechs Zähler als überm Strich.

Nun sehnt Hanschke die Winterpause herbei und hofft, die zwei ausstehenden Partien schadlos zu überstehen. An diesem Freitag tritt sein Team um 19.30 Uhr beim Neunten TV Munderloh an. Eine Woche später steht noch das Gastspiel bei Primus TuS Heidkrug an. Gastgeber Munderloh holte bisher in 16 Spielen 20 Punkte. Mit einem Sieg würde der SVA den Rückstand zum Gegner auf drei Punkte verkürzen. In der vergangenen Spielzeit gab es in Munderloh allerdings ein deftiges 0:5. Das Hinspiel im August endete 1:2. Aktuell ist der TVM seit sechs Partien sieglos.

In der freien Zeit sollen möglichst viele SVA-Akteure wieder zur Mannschaft dazustoßen. „Mit den Rückkehrern ist unser Kader ausgeglichen. Momentan haben wir nur zehn oder elf fitte Spieler“, sagt Hanschke. Alle anderen Spieler seien angeschlagen und würden vom Coach mit „Bauchweh“ eingesetzt werden. „Das ist nicht Sinn der Sache.“ Daher sei es wichtig, sich im Winter zu stabilisieren – personell, und vor allem in der Defensive. 63 Gegentreffer in 16 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Nur der DTB holte mehr Eier aus dem Nest (67). „Defensiv sind wir so anfällig, weil wir nicht eingespielt sind“, moniert der SVA-Coach und zeigt auf, dass die beiden Hauptprobleme – fehlende Spielpraxis und Gegentorflut – komplementärer Natur sind. Auch einen Zugang schließt Hanschke prinzipiell nicht aus.

Als Resümee lässt sich der Trainerfuchs mit über 40-jähriger Erfahrung zumindest ein „noch okay“ entlocken. Dafür lobt Hanschke die Ruhe im Verein: „Es macht mir Spaß, hier zu arbeiten. Deswegen kann ich mir vorstellen, das eine oder andere Jahr hier noch dranzuhängen.“ Erst einmal gelte es aber, die Balance zwischen starker Offensive und stabiler Defensivarbeit zu finden. „Das ist aber machbar“, sagt der 58-Jährige.

Bester Offensivakteur des SVA ist mit acht Treffern Dennis Tinter. Hanschke und sein Stürmer haben eins gemeinsam: eine bewegende Geschichte: Der Trainer überlebte dank eines Ersthelfers 2011 einen Herzstillstand. Dem heute 58-Jährigen wurde danach ein Defibrillator in den Brustkorb implantiert, mit dem er angstfrei Sport treibt. Tinter war 2015 in der Kreisligapartie zwischen seinem damaligen Verein BW Bümmerstede und dem gastgebenden SSV Jeddeloh II unter die Werbebande gerutscht und hatte sich eine lange und tiefe Risswunde zugezogen. Nach einem Jahr Pause hatte sich Tinter zurück auf den Fußballplatz gekämpft. Mit seinen Toren will er nun dafür sorgen, dass das Thema Abstiegskampf in Achternmeer früh ad acta gelegt ist: „Eine Situation wie letztes Jahr wollen wir vermeiden“, betont Tinter.

Niklas Grönitz
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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