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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Jubel über historische DM-Qualifikation

05.02.2018

Ahlhorn /Brettorf Auf und ab ging es beim TV Brettorf in der Faustball-Bundesliga der Frauen in den vergangenen Jahren oftmals. Abstiege folgten auf Aufstiege – die größte Konstante war, dass die Deutsche Meisterschaft im Frühjahr immer ohne die Brettorferinnen ausgespielt wurde. Mit dieser Regel wurde nun gebrochen. Als eigentlich schon fast niemand mehr mit den TVB-Frauen gerechnet hatte, besiegten sie am Sonntagnachmittag nach einer 0:3-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten TSV Bayer 04 Leverkusen sensationell den Meister Ahlhorner SV mit 3:1 und ließen mit ihrem Schlussspurt sogar noch den SV Moslesfehn hinter sich.

„Super, Brettorf! Super, Brettorf! Hey! Hey!“, schallte es in der Ahlhorner Sporthalle von den Rängen, nachdem das Team um Trainerin Rieke Buck die historische DM-Qualifikation geschafft hatte. Auf dem Feld fielen sich die Spielerinnen nach dem verwandelten Matchball in die Arme und brüllten ihre Freude heraus. „Ich hätte das nicht mehr gedacht“, meinte die überglückliche Buck, als ihre Mannschaft die Herkulesaufgabe gestemmt hatte.

Ahlhorner SV - TSV Bayer 04 Leverkusen 3:0 (11:7, 11:6, 11:7). Im ersten Spiel des Tages mühten sich die Ahlhornerinnen mit dem motivierten Außenseiter mehr, als im Vorfeld wohl von vielen erwartet worden war. Letztlich löste das Team von Trainerin Edda Meiners die Pflichtaufgabe aber souverän in drei Sätzen.

TSV Bayer 04 Leverkusen - TV Brettorf 3:0 (11:5, 11:7, 11:5). Was im nächsten Spiel folgte, war fast so überraschend wie der sensationelle Erfolg der Brettorferinnen im letzten Spiel des Tages gegen Ahlhorn. Leverkusen war absolut bestimmend – und die TVB-Spielerinnen ließen sich komplett den Schneid abkaufen. Sie bekamen zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf den Gegner und verloren die Partie absolut verdient. Der Traum drohte zu platzen.

Ahlhorner SV - TV Brettorf 1:3 (3:11, 11:5, 9:11, 6:11). Aber es kam alles anders. „Ich habe versucht, meinen Spielerinnen vor dieser Partie komplett den Druck zu nehmen“, berichtete Buck, wie es ihr gelang, die Mannschaft nach dem verpatztem Duell mit Leverkusen wieder aufzubauen. „Unser Ziel war jetzt eigentlich nur noch, die Saison schön abzuschließen. Wir wollten noch einmal zeigen, dass wir in die erste Liga gehören und Faustball spielen können“, sagte die Trainerin.

Und wie sie das taten: Bereits im ersten Satz rollten die Brettorferinnen beim 11:3 über ihre Gegnerinnen hinweg, wie die zahlreichen Unwetter in dieser Jahreszeit über Norddeutschland. Auch als sie den zweiten Durchgang abgeben mussten, gab es kein Halten – der nächste ging wieder an die Gäste. Dramatisch wurde dann der vierte Satz. Beim Stand von 6:4 für den ASV schwang sich das TVB-Team plötzlich zu einer Urgewalt auf. Kein einziger Punkt wurde mehr abgegeben. Danach ging es wieder auf und ab: Bei der La-Ola-Welle mit ihren zahlreichen Anhängern.

Arne Jürgens
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003