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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Tobias Kläner haut wieder drauf

03.11.2017

Ahlhorn /Brettorf Es geht wieder rund unter dem Hallendach: An diesem Wochenende startet die neue Saison für die Faustballer in der 1. Bundesliga Nord. Acht Mannschaften stehen sich in Hin- und Rückspiel gegenüber – die besten drei Teams qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft, die am 10./11. März in Mannheim stattfindet.

Dieses Ziel nehmen der TV Brettorf und der Ahlhorner SV – die beiden Ausnahmeteams aus dem Landkreis – wieder fest ins Visier. „Wir müssen sicherlich gerade zu Saisonbeginn etwas improvisieren“, sagt ASV-Trainer Karsten Bilger, fügt aber zuversichtlich hinzu: „Aufgrund unserer Qualität und Erfahrung sollten wir es aber schaffen, mindestens Dritter zu werden.“ Die Plätze eins und zwei sieht Bilger bereits an den VfK Berlin, amtierender Deutscher Meister auf dem Feld, sowie den Nachbarn aus Brettorf vergeben. „Dahinter rechne ich mit einer sehr ausgeglichenen Liga – zwischen Platz drei und sechs könnte diesmal alles offen sein.“ Von dieser Konstellation verspricht sich der ASV-Coach aber auch einen gewissen Reiz, der seine Mannschaft motivieren soll.

Team-Check

Auf folgende Gegner treffen die Faustballer des TV Brettorf und des Ahlhorner SV in der Hallensaison.

TSV Hagen 1860: Bei den Westfalen gibt es personelle Unklarheiten. Stefan Bösch tritt aus beruflichen Gründen kürzer, André Hahn wurde Anfang Oktober operiert. Das Ziel lautet Klassenerhalt.

Berliner TS: Als Aufsteiger will es das Team aus der Hauptstadt diesmal schaffen, im Oberhaus zu bleiben. Dafür müssen aber alle Akteure an ihrer Leistungsgrenze spielen.

TK Hannover: Beim TKH hat mittlerweile Ex-Nationalspieler Ole Herrmanns als Trainer das Sagen. Er hofft, dass der Schwung aus der Feldsaison mitgenommen wird. Dann sollte der Klassenerhalt kein Problem werden.

VfK Berlin: Acht Jahre nach dem letzten DM-Titel standen die Berliner im August auf dem Feld wieder ganz oben auf dem Podest. Mit unverändertem Personal ist auch unter dem Hallendach mit dem VfK zu rechnen.

Leichlinger TV: Der Kern der jungen Mannschaft stammt aus der sehr erfolgreichen Jugendarbeit und spielt seit vielen Jahren in dieser Formation. Sowohl in der Halle als auch auf dem Feld ist das Team erstklassig.

VfL Kellinghusen: Die vorigen beiden Spielzeiten schloss der VfL jeweils auf Platz sechs ab. Da U-21-Europameister Rouven Kadgien wieder dabei ist, könnte es jetzt etwas weiter nach oben gehen.

Die von Bilger angesprochene „Improvisation“ betrifft den ASV direkt an den ersten Spieltagen. Da wird den Ahlhornern in Abwehrspieler Mats Albrecht ein wichtiger Leistungsträger fehlen. Albrecht musste sich einer Operation unterziehen und dürfte wohl erst Anfang Dezember wieder einsatzfähig sein. Außerdem hat Arne Grotelüschen das Team aus beruflichen Gründen Richtung Düsseldorf verlassen. Das restliche Personal ist unverändert geblieben – den Stamm bilden Christoph Johannes, Sören Dahms, Tim Albrecht, Paul Barklage und Erik Grotelüschen. „Wir sind bemüht, auch die jüngeren Spieler heranzuführen“, sagt Bilger. Damit hat er unter anderem Andrej Macht im Blick, der beim Auftaktspiel in eigener Halle gegen die Berliner TS an diesem Samstag (16 Uhr) direkt im Kader stehen wird.

Zur gleichen Zeit ist auch der TV Brettorf gefordert, dessen Aufgabe beim VfL Kellinghusen allerdings weitaus schwieriger erscheint. „Ich hätte mir zum Auftakt lieber einen anderen Gegner gewünscht“, gibt Brettorfs Spielertrainer Tim Lemke zu. Gerade auswärts sei es gegen Kellinghusen sehr schwer.

Beide Teams trafen bereits am vergangenen Wochenende beim TVB-Turnier aufeinander – Lemke und Co. gewannen im umkämpften Endspiel mit 2:1. Für den TVB rundete dieser Erfolg den Testlauf ab, nachdem die Schwarz-Weißen bereits beim Ilmenau-Cup in Bardowick triumphiert hatten. „Die Ergebnisse lesen sich bislang gut, ich bin zufrieden“, resümiert Lemke die Vorbereitung. Ein Grund dafür, warum es schon so gut läuft, sei die Rückkehr von Tobias Kläner. Nachdem der Schlagmann in der Feldsaison pausiert hatte, greift er jetzt wieder voll an. „Das macht schon etwas aus“, weiß Lemke, was er an seinem Leinenspezialisten hat. Dafür wird Youngster Hauke Rykena in diesem Winter überwiegend im Aufgebot der zweiten Mannschaft stehen, um sich auf sein bevorstehendes Abitur zu konzentrieren.

Bei seinem Kader hat sich Lemke auf die „Starting Five“ bereits festgelegt. Der Spielertrainer selbst komplettiert die Abwehr mit Timo Kläner und Hauke Spille. Das Angriffsduo bilden Tobias Kläner und Malte Hollmann. „Wer der feste sechste Mann sein wird, entscheide ich nach dem Kellinghusen-Spiel“, berichtete Lemke. Die Entscheidung werde zwischen Marcel Osterloh und Tom Hartung fallen.

Keine Diskussion gibt es indes beim Brettorfer Saisonziel, das ganz klar „DM-Qualifikation“ heißt. Mit der gelungenen Mischung aus Jung und Alt sollte dies eine realistische Aufgabe sein. Ein besonderes Highlight wartet auf das Team aus der Gemeinde Dötlingen außerdem noch zu Beginn des Jahres 2018, wenn der TVB in eigener Halle den EFA Champions Cup ausrichtet.