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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Brettorf ist Gewinner des Doppelspieltags

24.06.2019

Ahlhorn /Brettorf /Moslesfehn Im Kampf um den zweiten Tabellenplatz in der 1. Faustball-Bundesliga der Frauen ist am Wochenende noch einmal richtig Spannung entfacht worden. Die großen Gewinnerinnen waren die Spielerinnen des TV Brettorf, die am Doppelspieltag vier Siege einfuhren und dabei nicht einmal einen Satz abgaben. „Damit haben wir selbst nicht gerechnet“, war TVB-Trainerin Rieke Schwarze erst einmal richtig baff. Bis auf zwei Zähler rückten die Brettorferinnen an den zweitplatzierten Ahlhorner SV heran. Nach einem verkorksten Samstag mit zwei Niederlagen in Moslesfehn erkämpfte sich der ASV am Sonntag zwei Heimsiege und verteidigte damit Rang zwei. Der SV Moslesfehn kam auf eine ausgeglichene Bilanz und hat als Tabellenvierter jetzt nur noch theoretische Chancen, sich für die DM zu qualifizieren.

Samstag

TV Brettorf - Ohligser TV 3:0 (13:11, 11:5, 13:11). Der Heimspieltag begann für die Brettorferinnen zunächst mit einem harten Stück Arbeit gegen die abstiegsgefährdete Truppe aus Solingen. „Wir haben uns phasenweise schwer getan, am Ende aber den Pflichtsieg eingefahren“, fasste Trainerin Rieke Schwarze das erste Spiel zusammen.

TV Brettorf - TV Jahn Schneverdingen 3:0 (11:9, 11:7, 11:8). Es folgte das Duell gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer – und bei den Brettorferinnen trat tatsächlich das ein, was sich die Trainerin im Vorfeld gewünscht hatte. „Wir haben einen optimalen Tag erwischt“, freute sich Schwarze. Auch taktisch machten die Brettorferinnen alles richtig, indem sie die gegnerische Angreiferin schon mit der Angabe aus dem Spiel nahmen. „Wir haben den Gegner permanent unter Druck gesetzt und damit zu Fehlern gezwungen“, erklärte die Trainerin. Auch in den entscheidenden Situationen blieb Brettorf – im Gegensatz zu einigen anderen Partien der vergangenen Wochen – sehr konzentriert und setzte sich damit am Ende auch in der Höhe verdient mit 3:0 durch.

SV Moslesfehn - TK Hannover 1:3 (10:12, 10:12, 14:12, 8:11). „An diesem Tag hätte gegen Hannover wohl keiner eine Chance gehabt“, sagte SVM-Trainer Till Oldenbostel nach der Heimpleite zum Auftakt. Den entscheidenden Unterschied machte dabei Hannovers Angreiferin Cindy Ristel aus. „So stark habe ich sie noch nie gesehen“, staunte Oldenbostel. Durch die vielen starken Aktionen der Hannoveranerin kam Moslesfehn selten dazu, selbst einen guten Spielaufbau aufzuziehen. „Wir haben zwar trotzdem gut mitgehalten, waren aber irgendwie auch chancenlos“, so Oldenbostel, dem aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Marisa Meyer nur fünf Spielerinnen zur Verfügung standen. „Dadurch hat uns auch etwas die Sicherheit gefehlt.“

TK Hannover - Ahlhorner SV 3:0 (11:8, 11:3, 14:12). Auch die Ahlhornerinnen bekamen die ganze Wucht von Hannovers Schlagfrau zu spüren. „Die hat uns die Bälle um die Ohren gehauen. Und wenn sie mal einen Fehler gemacht hat, dann hat sie diesen mit der folgenden Angabe direkt wieder ausgebügelt“, zeigte sich Ahlhorns Angreiferin Imke Schröder beeindruckt von der Leistung ihrer Gegenspielerin Cindy Ristel. So liefen die Ahlhornerinnen stets einem Rückstand hinterher und fanden selbst nie zu ihrer gewohnten Form – das glatte 0:3 war die Konsequenz.

SV Moslesfehn - Ahlhorner SV 3:0 (11:7, 11:7, 14:12). Im Derby zeigten sich die Ahlhornerinnen vollkommen von der Rolle. „Bei uns hat nichts geklappt, und Moslesfehn hat wirklich gut gespielt“, sagte Imke Schröder.

Sonntag

Ahlhorner SV - Ohligser TV 3:0 (11:4, 11:7, 11:9). Beim Heimspiel schienen sich die Ahlhornerinnen zunächst gut von den schwachen Auftritten des Vortages erholt zu haben. Gegen Ohligs trat das Team von Trainerin Edda Meiners von Beginn an überlegen auf und ließ keine Zweifel am souveränen Sieg aufkommen.

Ahlhorner SV - VfL Kellinghusen 3:2 (6:11, 7:11, 11:4, 11:4, 12:10). Im Duell gegen DM-Ausrichter Kellinghusen rieben sich die ASV-Fans anschließend lange die Augen. Die Gäste, die zuvor überraschend klar mit 0:3 gegen Ohligs verloren hatten, schienen Ahlhorn auseinandernehmen zu wollen. „Irgendwie waren bei uns die Niederlagen von Samstag wieder in den Köpfen“, rätselte Imke Schröder hinterher über den schwachen Start ihrer Mannschaft. Während die Abwehr um Sarah Reinecke und Michaela Grzywatz noch am überzeugendsten auftrat, lief im Angriff – wie Schröder später selbstkritisch feststellte – nicht wirklich viel zusammen. Erst ihre eigene Auswechslung gegen die A-Jugendliche Tokessa Köhler-Schwartjes sei der Wendepunkt gewesen. „Da habe ich den Kopf irgendwie freibekommen“, sagte Schröder nach dem Spiel. Sie kehrte im dritten Satz aufs Feld zurück, und mit ihr steigerte sich die gesamte Mannschaft. Vor allem Felicia Gißler und Janna Köhrmann fütterten die Angreiferin mit präzisen Vorlagen. „Wir haben großen Teamgeist gezeigt und toll zusammengespielt“, freute sich Schröder über die erfolgreiche Aufholjagd. Dabei wehrte Ahlhorn im fünften Satz beim Stand von 8:10 sogar zwei Matchbälle ab, ehe in der Verlängerung das Happy Ende gefeiert wurde.

Der letzte Spieltag

Die Entscheidung im Kampf um den zweiten Tabellenplatz in der 1. Faustball-Bundesliga der Frauen und die damit verbundene Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft fällt erst am letzten Spieltag an diesem Sonntag, 30. Juni, ab 11 Uhr.

Im Fernduell kämpfen der Ahlhorner SV (2. Platz/20:8 Punkte/34:21 Sätze) und der TV Brettorf (3./18:10/ 30:19) um den begehrten zweiten Rang hinter Spitzenreiter TV Jahn Schneverdingen, der mit 26:2 Punkten bereits als Staffelsieger der Nord-Bundesliga feststeht.

Die Ahlhornerinnen müssen in Schneverdingen gegen Bayer 04 Leverkusen und Gastgeber TV Jahn Schneverdingen ran. Brettorf spielt in Kellinghusen gegen den SV Moslesfehn sowie VfL Kellinghusen. Moslesfehn als Tabellenvierter (16:12 Punkte) hat nur noch theoretische Chancen auf den zweiten Platz.

Bayer 04 Leverkusen - TV Brettorf 0:3 (6:11, 5:11, 4:11). Beim Auswärtsspieltag in Hannover machten die Brettorferinnen da weiter, so sie am Vortag aufgehört hatten. „Es war erneut eine konstante Leistung“, freute sich Trainerin Rieke Schwarze über die gelungene Revanche gegen Leverkusen, nachdem das Hinspiel sang- und klanglos 0:3 verloren gegangen war.

TK Hannover - TV Brettorf 0:3 (8:11, 6:11, 2:11). Auch gegen Hannover gab sich der TVB keine Blöße. Hannovers Angreiferin Cindy Ristel wurde geschickt aus dem Spiel genommen. Ein weiterer Vorteil war die gute Fitness und Kondition aufseiten der TVB-Spielerinnen, so dass der klare Sieg zur Formsache wurde. „Jetzt ist wieder alles möglich“, schielen Schwarze und Co. auf Rang zwei. „Nach diesem mega Wochenende sind wir natürlich euphorisch. Aber wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen – zwei schwere Spiele haben wir noch“, betonte die Brettorer Trainerin.

TV Jahn Schneverdingen - SV Moslesfehn 3:0 (11:9, 11:9, 11:9). Gegen den Tabellenführer und sicheren DM-Teilnehmer Schneverdingen hielten die Moslesfehnerinnen in allen drei Sätzen gut mit, verpassten es aber in den entscheidenden Situationen, den Sack zuzumachen. „Vor allem im dritten Satz war mehr drin“, trauerte SVM-Trainer Till Oldenbostel einer 8:3-Führung hinterher, die sein Team aus der Hand gab.

SV Moslesfehn - Lemwerder TV 3:0 (11:6, 11:4, 11:6). Zum Abschluss des Doppelspieltags gelang dem SVM ein souveräner Erfolg. Mit einem sicheren Auftritt hatte der Tabellenvierte den Gegner aus der Wesermarsch immer im Griff, zumal man sich auch nur wenige Fehler leistete. Unter dem Strich zeigte sich Oldenbostel zufrieden mit der Leistung und der Ausbeute vom Doppelspieltag.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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