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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Sport: Hier wird ganz viel in Ahlhorn bewegt

03.07.2020

Ahlhorn Auch wenn in dem Moment ganz dunkle Wolken am Ahlhorner Himmel aufgezogen sind: Alle Beteiligten von Rat und Verwaltung der Gemeinde Großenkneten, das Planungsbüro und die Baufirma haben am Donnerstagnachmittag um die Wette gestrahlt. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben sie die aufwendigen Bauarbeiten auf dem Schulsportplatz an der Straße „Zum Sportzen­trum“ in Ahlhorn gestartet. Der Rasen ist verschwunden, die Erdarbeiten für den Kunstrasenplatz laufen. Dazu kommt der Umbau der Sprintstrecke und die Wiederherstellung der Finnenbahn. „Das ist ein ganz, ganz großer Wurf für Ahlhorn“, sagte Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke.

Innerhalb des Förderprojekts „Sozialer Zusammenhalt“ (ehemals „Soziale Stadt“) wird die Sportanlage grundlegend neu gestaltet. Ziel ist es, eine moderne, multifunktionale und ganzjährig nutzbare Sportanlage für den Verein-, Schul- und Freizeitsport zu errichten. Außerdem soll eine höhere Auslastung, vor allem auch in den Wintermonaten, erreicht werden. Eine Sportstätte für den Schul- und Vereinssport, aber auch eine Begegnungsstätte, wünscht sich der Bürgermeister.

Warum hat das Projekt so einen hohen Stellenwert?

Im Behördendeutsch: Aus dem „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (2017) geht hervor, „dass funktionale Missstände hinsichtlich sozialer Infrastrukturen behoben werden müssen“. Soll heißen: Das Zusammenleben im sehr bunt gemischten Ahlhorn mit einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und auch städtischen Strukturen soll verbessert werden. Die Experten sehen den öffentlich zugänglichen Kunstrasenplatz beim Schulzentrum als Chance auf eine Verbesserung des Sport- und Bewegungsangebotes, was wiederum der Integration und der Gesundheit zugute kommt. Der Platz könne auch ein wertvoller Beitrag für soziale Einrichtungen, wie das Jugendzentrum, sein, heißt es. Letzteres ist in unmittelbarer Nachbarschaft geplant. Aktuell läuft der Bauantrag. Die Forderung nach einem Kunstrasenplatz ist dabei keine neue Idee. Schon im April 2016 hatte die SPD-Fraktion den Antrag gestellt.

Was kostet das Vorhaben?

Rund 1,145 Millionen Euro sind für das Gesamtprojekt eingeplant. Im Rahmen der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden wird der Umbau der Sportanlage jeweils mit einem Drittel durch die Gemeinde Großenkneten, das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz finanziert.

Wie sieht der Kunstrasenplatz aus?

Die Baumaßnahmen beinhalten den Umbau des Fußballplatzes zu einem Kunstrasenplatz entsprechend den DFB-Regularien in der Größe 68 mal 105 Meter. Zu Beginn wird der Oberboden abgetragen und anschließend eine Sauberkeitsschicht hergestellt. Weiterhin wird eine Drainage verlegt sowie eine ungebundene und elastische Tragschicht verbaut. Hierauf wird ein unverfüllter Kunstrasen verlegt. Der Kunstrasenplatz soll mit einer 30 Zentimeter Pultrinne sowie einem umliegenden Pflasterweg ausgestattet werden. Die Pflasterung dient der Erschließung für Fußgänger und soll an der Westseite eine Stellfläche für Zuschauer inklusive Sportplatzbarriere darstellen. Weiterhin verbindet der Weg den Platz mit den Umkleidekabinen und dient als Aufstellfläche für die Jugendtore. Ballfangzäune, zwei Standard-Fußballtore, vier Jugendtore und zwei Spielerkabinen machen die Ausstattung perfekt. Mit der geplanten Linierung in weiß und blau werden jeweils die Spielflächen für Erwachsene und Jugendliche gekennzeichnet.

Wie umweltfreundlich ist der Kunstrasen?

Der Kunstrasenplatz wird mit einem unverfüllten Belag und einer fibrillierten Faser ausgestattet Dies bedeutet, dass kein Granulat in die Oberfläche des Kunstrasenplatzes eingefüllt wird. Hierdurch werde insbesondere dem Umwelt- und Klimaschutzgedanken auf besondere Weise Rechnung getragen, meint die Gemeinde. „Das ist ein Kunstrasenplatz der neuesten Generation“, hob Schmidtke hervor. „Das haben wir bisher nicht in dieser Qualität in der Gemeinde“. Weitere Plätze gibt es in Großenkneten und Huntlosen.

Was passiert bei der Sprintstrecke?

Die zuletzt wenig genutzte Sprintstrecke wird in eine Kunststoffbahn mit vier 100-Meter-Sprintstrecken umgewandelt werden. Hierfür wird die Tennendeckschicht abgetragen und eine gebundene Tragschicht eingebaut. Hierauf wird der Kunststoffbelag inklusive Linierung verbaut.

Wie wird die Finnenlaufbahn verändert?

Diese Laufstrecke mit Holzhäckselgut war zuletzt marode und zugewachsen. Nach einem starken Rückschnitt der Vegetation wird die alte Finnenbahn gelöst und der Boden für die Frostschutz- und Deckschicht ausgekoffert. Die rund 600 Meter lange Finnenlaufbahn wird eine künftige Breite von 1,50 Meter aufweisen, berichtete Planer Oliver Kilian. Sie verläuft in Teilbereichen wie die vorhandene Laufbahn auf dem Wall und geht dann auf die Ebene der Rasenfläche herunter. Im Süden gliedert sie sich zwischen der neuen Zaunanlage und dem Kunstrasenplatz.

Wie wird die Einzäunung vorgenommen?

Aktuell ist das Gelände mit einem abgängigen Maschendrahtzaun und einem Stabgitterzaun zur Südseite versehen. Der Stabgitterzaun soll insgesamt den Maschendrahtzaun ersetzen. Zuvor wird ein starker Rückschnitt der Vegetation ausgeführt.

Wer macht die Arbeiten?

Das Büro für Freiraum- und Sportstättenplanung, Kilian + Kollegen, Oldenburg, hat die Gesamtmaßnahme geplant. Die Firma Borchers, Surwold, hat den Auftrag für die Ausführung der Gesamtmaßnahme erhalten. Vorbehaltlich der Witterung wird mit einer Fertigstellung des Gesamtprojekts im Oktober 2020 gerechnet.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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