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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Druse: Angst vor Pferdekrankheit

10.02.2015

Landkreis Grünlich-gelber Nasenausfluss, Fieber, Appetitverlust, Schläfrigkeit, Husten und eine Schwellung der Lymphknoten im Kopfbereich sind meist sichere Symptome für die hochansteckende Pferdekrankheit Druse. Wer solche Symptome am eigenen Pferd entdeckt, braucht sofort einen Tierarzt.

Zurzeit ist die Druse bei den hiesigen Pferdehaltern ein großes Thema. Bei 5400 Pferden im Landkreis sicherlich ein Thema. Von verschiedenen Fällen ist die Rede. Doch was steht hinter den Gerüchten. Ist es schon eine Seuche, die von Stall zu Stall wandert und um sich greift oder sind es nur Einzelfälle oder gar nur Verdachtsmomente?

Hanno Naber, Vorsitzender des Kreisreiterverbandes Oldenburg, sieht keinen Grund zur Panik. „Wir haben zwar den dritten Termin für das Cup-Reiten in der Reit- und Fahrschule Oldenburg abgesagt, aber das war vorsorglich. Wie sich gezeigt hat, gab es dort gar keine Druse“, so Naber. „Schließlich waren es Krankheitsverläufe, die mit Druse nichts zu tun hatten.“

Die eigentlich auf den April verlegte Cup-Veranstaltung wird indessen nun ganz abgesagt. „Das liegt nicht an einer Pferdekrankheit, sondern an Terminüberschneidungen. Wir werden wie vorgesehen das Cup-Finale beim RC Frei Tempo Kirchhatten am Sonnabend, 7. März, veranstalten. Damit gibt es in diesem Jahr nur drei Cup-Wettbewerbe.“

Auch Tierarzt Dr. Thomas Möller ist zurzeit eher gelassen. „Ich bin bislang noch zu keinem Fall gerufen worden.“ Anders als noch vor drei Jahren, wo ein Bestand durchseuchte. „Da kam kein Pferd raus und keines mehr rein.“ Er rät aber zur Vorsicht. Immer dann wenn Pferde aus verschiedenen Beständen zusammen kommen. „Letztendlich muss der Verantwortliche dann eine Einzelfall-Entscheidung treffen, ob Lehrgänge oder Turniere veranstaltet werden.“

Dr. Lionello Fiorito kann dagegen einen Drusefall bestätigen. „Das Pferd hat die typischen Symptome gezeigt.“ Aber auch er sieht keinen Grund zur Hysterie. Vielmehr rät er den Pferdehaltern, die eigene Haltungspraxis zu überdenken. „Kein Puten-, Hühner- oder Schweinehalter würde in seinen Bestand immer wieder neue Tiere aufnehmen. Das ist aber gängige Praxis. Ein Pferd geht. Ein neues kommt. An Hygiene denkt kaum jemand. Ein Stall und die Tränken werden beim Wechsel nicht desinfiziert. Neuankömmlinge werden bedenkenlos eingestallt“, bemängelt Dr. Fiorito.

Vor zwei Monaten habe es viele Fälle mit fiebrigen Erkältungen und entsprechenden Krankheitsverläufen gegeben. „Das ist aber keine Druse.“ Ohnehin sei die Druse nur bei einem Prozent der Fälle überhaupt tödlich, so der Tierarzt.

Veterinär Dr. Eckhard Güldner wurde in seinem Beritt zu keinem Verdachtsfall gerufen. „Das ist keine Sache, die mal eben so vom Himmel fällt. Die Druse taucht immer mal wieder auf. Wird behandelt und verschwindet.“

Jörn Bittner, Vorsitzender vom Reiterverein Höven, berichtet, dass die Lage in Höven entspannt sei. „Wir hatten und wir haben keinen Fall. Trotzdem haben wir den Wasch- und Putzplatz vom übrigen Stall gesichert. Ich kann nur dazu appellieren, den Ball flach zu halten.“

Er erklärte, dass es in Bümmerstede eine Info-Veranstaltung mit einem Amtsveterinär gegeben hätte. Auch hier gab es Entwarnung. Druse ist in Niedersachsen keine meldepflichtige Pferdekrankheit.

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