• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Auf altem Degen ist noch Platz

24.05.2012

WILDESHAUSEN Eigentlich ist Thomas Seyffart niemand, der gern aus dem Nähkästchen plaudert. Im Hauptberuf Kriminalbeamter ist es der Schaffer der Wildeshauser Schützengilde gewohnt, selbst die Fragen zu stellen. Bei der Gilde ist das aber anders: „Ein tolles Jahr. Die Gilde ist eben gelebte Geschichte“, rutscht es ihm beim Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate leicht über die Lippen.

Den Geschmack des Schaffertrunks, den er und seine Frau Kirsten bei der Verpflichtung auf der Rathausempore trinken mussten, ist dem 39-Jährigen noch bestens in Erinnerung. „Eine gute Mischung“, sagt er. Ohnehin denkt das Schafferpaar gern an den Pfingstdienstag zurück: Wachesoldaten, Trommler, Richter, Wahlmänner, Fähnriche, der Hauptmann der Wache und der Chef des Protokolls hatten sie – gemäß den Statuten – abgeholt. Auch für die Kinder Michel (11 Jahre), Jannis (9) und Anneke (7), die ebenfalls aufgeregt an der Tür standen, war das eine beeindruckende Kulisse. Seyffart war von seinem Vater, Oberstleutnant Wilhelm Meyer, zwar bestens aufs Amt vorbereitet worden. „Es gab aber viele Dinge, die ich vorher nicht kannte.“ Dank der guten Begleitung der Fähnriche habe er das Programm ohne Probleme bewältigt, erzählt er.

Gemeinsam mit König Björn Köhler besuchte Seyffart in seinem Gildejahr die Geburtstage der Offiziere und weiterer Würdenträger. Als Gastgeschenk brachten sie einen eigens abgefüllten und etikettierten Maracuja-Schnaps mit. Die Begegnungen mit den vielen Menschen sei das schönste Geschenk für einen Schaffer. Seyffart: „Es entstehen richtige Freundschaften.“ Er und Kirsten seien mit dem Königspaar Inka und Björn Köhler „ein super Team“ gewesen. „Wir kannten uns vor Pfingstdienstag nicht. Aber das hat alles gepasst.“

Der grüne Rock hängt bereits im Schrank. „Schneider Rohenkohl hatte diesmal genug Stoff“, spielt der 1,94 Meter große Schaffer auf seinen Amtsvorgänger, Fähnrich Arne Tschöpe, an. Für ihn musste seinerzeit Stoff nachgeordert werden. Ein besonderes Geschenk erhielt Seyffart zum Weihnachtsfest: Ehefrau Kirsten hat den alten Degen von Großvater Wilhelm Meyer, Schaffer im Jahr 1949, wieder aufarbeiten lassen. „Das Leder hatte doch arg gelitten.“ Peter Spille habe zusätzlich die Namen von Vater Wilhelm Meyer und von Thomas Seyffart graviert. „Es ist noch etwas Platz übrig“, hofft das Schafferpaar, dass einer der Söhne die Familientradition fortsetzt. Vielleicht gibt es ja auch einen Königstitel. Michel will beim Kinderschützenfest in diesem Jahr erstmals mitschießen.

 @ Mehr Berichte zur Gilde: http:// www.NWZonline.de/gildefest

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.