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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Auf dem Einrad ziehen 18 an einem Strang

05.04.2013

Harpstedt Glückwünsche von allen Seiten, Ehrungen in den Gemeinden, dazu Auftritte beim Fasching, beim Jakkolo-Showabend, bei Vereinsjubiläen und Firmen, im Einkaufscenter oder demnächst bei der Turnhalleneinweihung in Groß Ippener: Der Terminkalender des Harpstedter Unicycle-Teams ist gefüllt, seitdem die „Wildcats“ mit ihrer Einrad-Gruppenkür im italienischen Brixen den Weltmeistertitel einfuhren und darüber hinaus zuletzt in Anerkennung ihrer Erfolge bei der Sportlerwahl 2012 zur Mannschaft des Jahres im Landkreis Oldenburg gewählt wurden.

Mitgliederversammlung der Einradfahrer

Seine Mitgliederversammlung hält das Unicycle-Team Harpstedt – seit 2012 eingetragener Verein – am Dienstag, 9. April, 19.30 Uhr, in „Hackfeld’s Dorfkrug“ in Klein Ippener ab.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem auch Wahlen zum Vorstand. Neu zu besetzen sein wird das Amt des oder der ersten Vorsitzenden; hier will Beate Kischkat nicht erneut kandidieren, wie das Unicycle-Team ankündigt. Zu wählen ist außerdem ein Schriftführer. Der bisherige Schriftwart Thomas Schoop stünde hier für eine Wiederwahl bereit.

Angesichts des rasanten Höhenflugs ist es schwer, wieder im beschaulicheren Alltag zu landen, wie auch Alexandra Allmandinger vom Trainerteam der Einradgruppe weiß: „Es gibt schon ein ,Loch’  nach so einem Erfolg.“ Da sind Motivationskünste gefragt. Doch „die Stimmung im Team ist gut“, zwischen den Mädchen habe sich „ein tolles Freundschaftsverhältnis“ entwickelt. Und auch für ihren Sport brennen sie wie gehabt: „Wir fragen jedes Jahr wieder: Wollt Ihr weitermachen?“, erzählt Allmandinger – und auch nach der jüngsten Saison lautete die Antwort simpel „ja“.

Großer Trainingseifer

Damit begann zugleich die Arbeit. Denn ohne Fleiß kein Preis – das gilt für alle Einradgruppen und auch noch für die erfolgsverwöhnten „Katzen“. Mit der Europameisterschaft im Mai in der Schweiz steht das nächste Großereignis bevor. „Dafür üben wir jetzt.“ Und zwar emsig: immer mittwochs, freitags, zudem seit Januar an Wochenenden. Drill aber gibt es nicht, „sonst schlägt es um. Sie müssen mit ehrlichem Spaß dabei sein.“ Gleichwohl wird konzentriert gearbeitet in der Realschulturnhalle: Mal wird die ganze Sechs-Minuten-Kür gefahren, dann wieder allein oder in Kleingruppen an einzelnen „Skills“ – den Schwierigkeiten – gefeilt: ob „Drag Seat“, Fahren mit auf dem Boden liegenden Sattel, oder „Frame idle“, bei dem die Einradartistinnen neben dem Sattel stehen und pendeln. „Die Mädchen müssen sich auch gegenseitig etwas zeigen“ und trügen so Verantwortung, sagt Allmandinger – während sie keinen Blick von den Aktiven lässt und hier Armhaltungen korrigiert, dort das Bewegungstempo bemängelt. „Noch ist die neue Kür nicht fertig, aber ich bin guter Dinge.“

Die neue Saison beschert den „Wildcats“ Änderungen: Älter geworden, starten sie nun bei den Gruppen Ü15, wie Allmandinger berichtet. Auch die Zusammensetzung der Gruppe ist leicht verändert: Unter anderem können zwei ältere Mädchen wieder mitmachen, die zuletzt altersbedingt ein Jahr pausierten.

Nun 18 Fahrerinnen

Damit sind es nun 18 statt bisher 16 Fahrerinnen – was die Teilungsmöglichkeiten für Formationen reduziert. Nicht nur deshalb ist die seit Januar trainierte neue Kür „ein sehr ehrgeiziges Projekt“, wie Allmandinger sagt. „Aber wir haben ein tolles Thema gefunden.“ Sie verrät noch mehr: Gefahren werde ein Modell „16 plus zwei“. Zu einem Medley aus dem Kinofilm-Soundtrack „Rock of Ages“ rollen die Mädchen durch die Halle; wobei zwei von ihnen, Lynn Bode und Johanna Matz, in die Rolle eines Pärchens aus dem Kinofilm schlüpfen und teils eigene Übungen fahren, teils aber auch in die großen Figuren integriert sind. Und das alles zu mitreißenden rockigen Rhythmen der 1980er Jahre. Denn auch das ist den „Wildcats“ und ihrem Trainerteam ganz wichtig: „Man muss das Publikum begeistern können.“ Zumal auch die Wirkung auf die Zuschauer ein Bewertungsaspekt ist.

Für das kommende Jahr übrigens hat Allmandinger bereits ein neues Großprojekt abseits des Meisterschaftsfahrens in petto, das sie bei der anstehenden Jahreshauptversammlung vorstellen will (siehe Kasten). Denn 2014 ist zwar wieder ein Weltmeisterschaftsjahr – doch die WM findet diesmal im fernen Kanada statt. Angesichts der Kosten werde eine Teilnahme mit den Wildcats wohl nicht angegangen, kündigt Allmandinger an.

Astrid Kretzer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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