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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Schlussakkord einer tollen Mannschaft

03.04.2019

Bookholzberg Ein besseres Spiel hätte es zum Abschluss kaum geben können: Mit einem 28:27 (14:16)-Auswärtserfolg beim VfL Fredenbeck hat die männliche A-Jugend der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg die Handballsaison beendet – und sich die Vizemeisterschaft in der Oberliga gesichert. Es war gleichzeitig der letzte gemeinsame Auftritt dieser Ausnahmetruppe, bevor sich nun altersbedingt die Wege trennen.

HSG-Trainer Stefan Buß gingen nach dem Abpfiff und dem folgenden Jubel mit seiner Mannschaft noch einmal viele Dinge durch den Kopf. „Es war ein echter Gefühlsmix, der ein weinendes und ein lachendes Auge hinterlässt“, berichtete Buß, der in den vergangenen vier Jahren – die letzten drei zusammen mit seinem Co-Trainer Andreas Müller – den HSG-Nachwuchs begleitete. „Es ist irgendwie schon schade, dass es jetzt vorbei ist, die Jungs in den Herrenbereich wechseln oder den Verein verlassen. Andererseits bin ich aber auch stolz auf die Erfolge und die tolle Entwicklung der Mannschaft“, hielt Buß fest.

Absoluter Höhepunkt sei natürlich vor zwei Jahren der Aufstieg in die A-Jugend-Bundesliga sowie die dann folgende Spielzeit in der höchsten deutschen Klasse gewesen. „Das war für uns alle eine einmalige und unvergessliche Erfahrung“, schwärmte Buß über die Saison, in der sein Team auf der DHB-Landkarte vertreten war und Punktspiele gegen Kiel, Flensburg-Handewitt oder die Füchse Berlin bestritt . „Für uns als Dorfverein war das eine tolle Zeit“, ergänzte der HSG-Vorsitzende Holger Jüchter. „Dass wir den besten Zuschauerschnitt aller Clubs hatten, spricht für sich.“

Dass die Bookholzberger in ihrem letzten A-Jugend-Jahr die erneute Bundesliga-Qualifikation verpassten, hatte im Juni 2018 zunächst für Enttäuschung gesorgt. Aber auch die Oberliga entpuppte sich letztendlich als große Herausforderung. „Wenn wir eine bessere Hinrunde gespielt hätten, wäre der Titel drin gewesen. Aber Platz zwei ist unter dem Strich auch in Ordnung“, bilanzierte der HSG-Trainer.

Für die Vizemeisterschaft mussten die Bookholzberger in Fredenbeck allerdings noch einmal alle Register ziehen. Lange liefen sie einem Rückstand hinterher, in der 40. Minute stand es sogar 15:19, sechs Minuten später 17:21. Anschließend kämpften sich die Gäste heran und schafften durch ihren besten Werfer Jakub Anuszewski (9 Tore) den Ausgleich zum 24:24. Doch die nächsten beiden Treffer erzielte der VfL, so dass Buß drei Minuten vor Schluss beim 24:26 seine Auszeit nahm. In der verbleibenden Zeit setzte die HSG alles auf eine Karte, spielte in der Abwehr eine ungewohnt offensive 3:3-Variante und agierte im Angriff mit einem siebten Feldspieler. Beide Maßnahmen schienen den Gegner zu schocken, und mit vier Toren in Folge drehten Anuszewski (2), Thies Kügler und Jona Schultz die Partie. Der VfL kam Sekunden vor Abpfiff noch zum 27:28 – danach konnte die HSG feiern.

„Wir haben als kleiner Verein in den vergangenen Jahren viel erreicht“, blickte Buß zufrieden auf sein Engagement mit den HSG-Talenten. Auch die Eltern hätten hierbei stets großartig unterstützt. „Ohne das A-Jugend-Training werde ich sicherlich etwas vermissen“, sagte Buß. In den kommenden drei Monaten wolle er sich nun erst einmal mehr um seine Familie kümmern, gleichzeitig aber auch Kraft sammeln für die neue Aufgabe. Zur nächsten Spielzeit übernimmt er als Trainer die erste Herren der HSG.

Aus dem aktuellen A-Jugend-Kader werden ihm zumindest vorerst sechs Spieler folgen: Jona Schultz, Nico Hennemann, Bennet Krix, Sebastian Latz, Norman Lachs und Torhüter Jan Kinner bleiben dem Verein treu. „Wir werden in der Vorbereitung sehen, wer es in den Kader der ersten Herren schafft. Es wird einen großen Konkurrenzkampf geben“, so Buß mit Blick in die Zukunft. Dagegen werden Kian Krause, Henk Braun (beide zur TSG Hatten-Sandkrug), Jakub Anuszewski, Simon Schreiner (beide HSG Barnstorf/Diepholz), Maximilian Tapken (TV Cloppenburg) und Thies Kügler (Pause wegen Abitur) vorerst nicht mehr für Grüppenbühren/Bookholzberg auflaufen. Bei Soheil Ramin und Niklas Kowalzik ist noch offen, für welchen Verein sie spielen.

Ebenfalls noch nicht geklärt ist, ob die HSG die Möglichkeit wahrnimmt, als Vizemeister der Oberliga an den Aufstiegsspielen zur Bundesliga teilzunehmen. „Wir müssen noch abwarten, ob das mit der neu zusammengestellten Mannschaft wirklich Sinn macht“, erklärte Jüchter. Einen Platz in der Oberliga werden die Bookholzberger auf jeden Fall einnehmen.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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