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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Aufholjagd kostet Bookholzberg zu viel Kraft

30.01.2018

Bookholzberg /Neerstedt Eine Halbzeit zum Vergessen erlebte die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in der Handball-Landesklasse. Der TV Neerstedt ging trotz einer Punkteteilung als gefühlter Verlierer vom Feld.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II - MTV Aurich 28:34 (12:19). Nach einer desolaten ersten Hälfte bliesen die Gastgeber im zweiten Abschnitt zwar zur Aufholjagd, doch in den entscheidenden Phasen lief es erneut nicht rund. Am Ende kassierte das Team von Trainer Hauke Dierks gegen den Tabellenzweiten eine Niederlage. Dabei sah es zu Beginn des Spiels noch recht gut aus, denn bis zum 8:9 Mitte der ersten Hälfte gab es einen offenen Schlagabtausch.

Mit zunehmender Spieldauer bekam die HSG-Deckung aber kaum noch Zugriff auf die starken Rückraumschützen Arne und Jannik Tuinmann. Da auch die Offensive der Gastgeber ihre Kombinationen zu unkonzentriert und überhastet abschloss, konnten sich die Ostfriesen mit ihren schnellen Spitzen absetzen und lagen zur Pause bereits mit sieben Toren vorn.

Eine Umstellung der Deckung auf eine 6-0-Variante brachte dann mehr Sicherheit, die Ballgewinne nutzte die Dierks-Sieben in der Folge zu einigen einfachen Kontertoren. Als dann Sören Döhle und Philip Janßen Mitte der zweiten Hälfte den Rückstand auf 22:24 verkürzten, schien eine Wende möglich. Diese Aufholjagd hatte allerdings zu viel Kraft gekostet. Im Gegenzug nutzte Aurich die Chancen wieder konsequenter und setzte sich erneut auf 28:23 (53.) ab. In der Schlussphase wurde der bis dahin stark aufspielende Sören Döhle in kurze Deckung genommen, damit ging den HSG-Angriffsbemühungen die Luft aus.

VfL Oldenburg - TV Neerstedt II 28:28 (15:15). Fünf Minuten vor dem Abpfiff sahen die Gäste um Trainer Ninos Chabo nach einem Treffer von Andre Schröder-Brockshus zum 27:22 schon wie der sichere Sieger aus, doch fehlte in der verbleibenden Zeit die nötige Cleverness, um diesen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Die Oldenburger erzielten nach Spielende durch einen direkt verwandelten Freiwurf von Roland Walz noch den etwas glücklichen 28:28-Ausgleich. Betreuer Thomas Lindenthal haderte dann auch ein wenig mit der Mannschaft: „Wenn man in der Schlussphase bereits mit fünf Toren führt, darf man sich eigentlich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Es war für uns eine gefühlte Niederlage.“

Es war von beiden Seiten ein engagiert geführtes Spiel, denn beide Teams wollten die Begegnung für sich entscheiden, um ein wenig Luft im Abstiegskampf zu bekommen. So agierten die Kontrahenten im ersten Abschnitt auf Augenhöhe, keine Mannschaft konnte sich um mehr als einen Treffer absetzen. In der zweiten Hälfte gaben die Gäste aber Vollgas und setzten sich bis auf 27:22 ab. Doch dann ging ein Ruck durch das Heimteam, das das Spiel nicht kampflos aufgeben wollte.

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