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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Abstieg: TVN-Handballer gehen brutal zu Boden

07.05.2018

Bremen /Neerstedt Sie haben gehofft, gekämpft, gewonnen, gezittert – und waren Ende doch die großen Verlierer: Die Handballer des TV Neerstedt sind am Samstagabend trotz eines 39:28 (21:17)-Auswärtserfolgs gegen die SG HC Bremen/Hastedt aus der Oberliga abgestiegen. Dabei hätten die Umstände für den Absturz des Oberliga-Dinos, der seit 2004 mit Ausnahme eines einjährigen Ausflugs in die Regionalliga ununterbrochen in der vierthöchsten deutschen Spielklasse vertreten war, kaum unglücklicher sein können.

Bravouröse Leistung

Als für die Partie am Hastedter Osterdeich die Schlusssirene ertönte, waren die TVN-Spieler zunächst noch recht zuversichtlich, das „Wunder Klassenerhalt“ vielleicht doch geschafft zu haben. Denn mit dem klaren Auswärtserfolg hatte die Mannschaft von Trainer Björn Wolken zumindest die eigenen Hausaufgaben bravouröse gemeistert. Doch waren die Neerstedter nun auf Schützenhilfe – sprich die Ergebnisse aus vier anderen Hallen – angewiesen. „Wir hatten uns selbst während des Spiels nicht darüber informieren lassen. Wir wollten das ausblenden und uns nur auf das eigene Spiel konzentrieren“, sagte Wolken. Die erste schlechte Nachricht folgte dann aus der 3. Liga West: Dort hatte der OHV Aurich trotz eines 32:24-Heimsiegs gegen die SG Menden Sauerland Wölfe nicht mehr den Klassenerhalt geschafft, da auch der direkte Konkurrent HSG Handball Lemgo II erfolgreich war. Die tragische Folge des Aurichers Schicksals: In der Oberliga Nordsee vergrößerte sich nun die Zahl der Absteiger auf vier.

Stimmen zum Oberliga-Abstieg

Fabian Kahler (Handball-Abteilungsleiter): „Unsere Mannschaft hat ihre Hausaufgaben für das letzte Saisonspiel gemacht. Leider hat es nicht gereicht. Das entscheidende Spiel haben wir eine Woche vorher gegen Schwanewede bereits verloren. Jedoch kann man dem jungen Team keine großen Vorwürfe machen. Die Spieler haben Potenzial, welches wir gerne auch in der kommenden Saison weiterentwickeln wollen. Deshalb ist es nun wichtig, den Kader zusammen zu halten und die abgelaufene Saison genau zu analysieren. Unser gemeinsames Ziel ist definitiv der direkte Wiederaufstieg.“

Björn Wolken (Trainer): „Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir nach dem großen Umbruch vor der Saison jetzt direkt den Klassenerhalt geschafft hätten. Vielleicht bietet der Abstieg aber auch die Chance für einen Neuanfang. Es wird sich jetzt zeigen, wie stark die Truppe ist, ob alle zur Mannschaft sowie zum Verein stehen und gemeinsam diesen schwierigen Weg zusammen gehen.“

Konkurrenten punkten

Konsequenz für Neerstedt: Der TVN musste als Tabellenzwölfter mindestens noch zwei Teams einholen. „Sicherlich hatten wir auf Schützenhilfe gehofft“, sagt Wolken. Allerdings hatte der Coach bereits im Vorfeld des letzten Spieltags eine Vermutung geäußert, die unglücklicherweise eintreffen sollte: „Man kann sich nicht auf andere verlassen.“ Und genauso kam es zum Leidwesen der Neerstedter. Alle drei verbliebenen Konkurrenten im Kampf um die rettenden Tabellenplätze zehn aufwärts punkteten in ihren Partien. So gewann der TSV Bremervörde völlig unerwartet beim seit November in eigener Halle ungeschlagenen Tabellendritten TV Cloppenburg (28:27), und der SV Beckdorf entführte in Rotenburg mit 22:15 beide Punkte. Bremervörde (Platz 9/23:29 Punkte) und Beckdorf (10./22:30/+8 Tore) bleiben dadurch in der Oberliga.

Dass der Tabellenelfte HSG Schwanewede/Neuenkirchen (22:30/-20 Tore) beim TV Bissendorf einen 11:18-Pausenrückstand zumindest noch in ein 26:26-Remis drehte, machte das Horrorszenario für den TVN perfekt. Den Schwanewedern half der Punkt indes auch nicht mehr – die HSG muss zusammen mit Neerstedt (12./22:30/-37) sowie dem Elsflether TB (19:33) und dem ATSV Habenhausen II (6:46) runter in die Verbandsliga. Als sich die Nachrichten rumgesprochen hatten, kauerten einige Spieler am Hallenrand, andere kämpften gegen die Tränen.

„Herber Dämpfer für alle“

„Das war ein herber Dämpfer für alle“, fasste der TVN-Coach die Szenerie treffend zusammen. Allerdings fügte er auch hinzu: „Im Prinzip sind wir selbst schuld, weil wir zu viele Punkte unnötig oder knapp verloren haben.“ Als Schlüsselspiele zählte er die direkten Duelle gegen Bremervörde und Beckdorf auf: Von acht möglichen Punkten holte Neerstedt nur einen.

Gegen den Tabellenfünften SG HC Bremen/Hastedt zeigten die Grün-Weißen am Samstagabend jedoch noch einmal eindrucksvoll, zu welchen Leistungen sie imstande sind. „Das haben die Jungs richtig gut gemacht“, lobte Wolken, der seiner jungen Mannschaft generell überhaupt keinen Vorwurf machen wollte. „Wir haben unter den gegebenen Umständen eine gute Saison gespielt. 22 Punkte hätten uns vorher nicht viele zugetraut.“

Nur einmal in Rückstand

In Bremen lagen die Neerstedter nur einmal beim Stand von 2:3 im Hintertreffen (5. Minute). Danach brachte Mario Reiser die Gäste mit einem Dreierpack in Führung. Diese bauten die Neerstedter Mitte der ersten Halbzeit auf 15:10 aus. Die Hausherren kamen zwar auf ein Tor heran (15:16/24.), doch nach einer Auszeit liefen die Gäste wieder in der richtigen Spur. Nach dem Seitenwechsel bauten die Neerstedter ihren Vorsprung schnell auf 24:17 (33.) aus, ehe es in der Schlussphase sogar noch richtig deutlich wurde. Beste Neerstedter Torschützen waren Marcel Reuter (8), Mario Reiser (8/2), Marcel Kasper und Youngster Jan Ole Harting (beide 6).

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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