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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Lars Erkelenz trifft voll ins Schwarze

29.05.2018

Bremen /Wildeshausen Drei Pfeile und eine Scheibe, dazu höchste Konzentration auf das Ziel: Der Dartssport ist auf den großen Bühnen der Welt angekommen. Mehr als 20 000 Zuschauer verfolgten von Freitag auf Samstag in der Fußball-Arena von Gelsenkirchen die German Darts Masters mit dem besten deutschen Profi Max Hopp, dem niederländischen Weltranglistenersten Michael van Gerwen sowie dem britischen Weltmeister Rob Cross und stellten damit einen neuen Publikums-Weltrekord auf.

„Darts ist zu einer Trendsportart geworden, die aus den Kneipen in die Hallen kommt“, sagt Lars Erkelenz. Der Dartsspieler ist mit seinem Verein DC Vegesack Bremen am vergangenen Wochenende Deutscher Mannschaftsmeister geworden. Auch er hatte die Masters verfolgt, bevor er selbst in der Mehrzweckhalle des Bürgerzentrums Neue Vahr in Bremen zu den Pfeilen griff. Etwa 100 Zuschauer sorgten für eine Darts-übliche Stimmung.

Turnier wird voller Erfolg

Auch wenn der 36-Jährige mit seinen Teamkollegen vor einer weitaus kleineren Besucherzahl auftrat, ist die sportliche Leistung nicht minder wertvoll. Das erste Turnier in Bremen, seit der Deutsche Dart Verband (DDV) die Bundesliga eingeführt hat, wurde ein voller Erfolg. „Wir haben uns schon vorher gedacht, bei unserem Heimspiel müssen wir Meister werden – vor allem weil wir uns in den letzten Jahren doof angestellt haben“, erzählt Erkelenz von den ehrgeizigen Zielen, die seine Mannschaft beflügelt hatten.

Nachdem sie im Vorjahr bereits in der Vorrunde gescheitert waren und 2016 das Finale gegen den DC Black Birds Kelheim nach einer 6:2-Führung aus der Hand gegeben hatten, war der Rekordchampion diesmal auf den Punkt fit. „Gerade letztes Jahr haben wir uns kräftig blamiert und waren uns einig: Das darf nicht noch mal passieren. Es war klar, dass der Titel nur über uns gehen kann“, sagt Erkelenz. Als Nordmeister hatte sich der DC Vegesack Bremen als eines der jeweils besten vier Teams aus dem Norden und Süden für die Endrunde qualifiziert.

In der Gruppe B setzten sich die Bremer nach Siegen gegen DSV Blind Gewinnt (10:2), Dartpub Waldorf (9:3) und DC Dartmoor Darmstadt (9:3) mit deutlichem Abstand als Erster durch. Gespielt werden jeweils acht Einzel und vier Doppel (insgesamt zwölf Punkte). Im Halbfinale stellte sich der SC Diedersen Treble Bull (10:2) ebenfalls nicht als hohe Hürde heraus. Spannend wurde es erst im Endspiel gegen den DC Black Birds Kelheim, bei dem Erkelenz in einem Doppel auflief. Mit 7:5 gewannen die Gastgeber die Nervenprobe.

„Wir haben bei der gesamten Veranstaltung sehr hochklassigen Dartssport gesehen. Die Entwicklung geht immer weiter, das Niveau nimmt stetig zu“, meint Erkelenz. Das konnte man auch an vielen neuen Bestleistungen (möglichst wenig Würfe, um 501 Punkte zu erreichen) und „High Finishs“ (Beenden eines Spiels mit maximal drei Würfen und über 100 Punkten) erkennen.

Mental richtig gefordert

Für Erkelenz war es bereits der sechste DM-Titel, seit er 2008 beim Bremer Darts Club eingestiegen ist. „Ganz vorne steht dabei für mich das Team. Es zeichnet uns aus, dass wir immer zusammenhalten, wenn’s eng wird“, erklärt der 36-Jährige. Die Faszination am Dartssport erklärt er sich damit, dass Darts absolute Konzentrationssache sei: „Das Spiel wird zu 90 Prozent im Kopf entschieden. Wenn man mental angeschlagen ist, verkrampft man und verpasst den richtigen Moment, den Pfeil loszulassen.“ Gerade deshalb sei dieser Sport anstrengend – nicht wegen der etwa 2,40 Meter, die man zwischen Abwurflinie und Scheibe zurücklegen müsse, um die Pfeile wieder herauszuziehen, sagt Erkelenz mit einem Grinsen.

Mit seiner eigenen Leistung war er zufrieden: „Auch wenn ich gerne mehr als nur vier Doppel gespielt hätte. Ich habe den Ehrgeiz, jedes Spiel zu machen.“ Dazu hat Erkelenz am 16./17. Juni beim Einladungsturnier German Masters in Kirchheim Gelegenheit. Er und seine Frau Kristina haben sich für den Ländervergleich qualifiziert. Bei der Einzel-DM, die ebenfalls ausgetragen wird, will er erneut voll ins Schwarze treffen und peilt einen Platz unter den besten 16 Teilnehmern an.

Arne Jürgens Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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