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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Derby-Spektakel seit 33 Jahren

24.11.2017

Brettorf /Ahlhorn Wenn sich der Ahlhorner SV und der TV Brettorf in der 1. Faustball-Bundesliga gegenüber stehen, liegen wieder Spannung, Dramatik, Rivalität – und hochklassiger Sport in der Luft. Seit 33 Jahren zieht das Duell der beiden Landkreisrivalen die Faustballfans in Norddeutschland in seinen Bann.

Auch an diesem Freitag dürfen die Fans ab 20 Uhr in der TVB-Sporthalle am Bareler Weg wieder mit einem echten Showdown rechnen.

Derby-Historie: von 1984 bis heute

Die Brettorfer Derby-Helden von 1984 waren Ingo und Gerd Kläner, Dietrich Menkens, Heinrich Ahlers, Uwe Krebs und Rainer Lange.

Das Rückspiel gewann Ahlhorn in eigener Halle deutlich mit 2:0 (15:6, 15:3).

44 Derbys zwischen Ahlhorn und Brettorf fanden in der 1. Faustball-Hallen-Bundesliga seit 1984 statt.

27 Siege bejubelte seitdem der TV Brettorf, nach 17 Duellen verließ Ahlhorn als Sieger den Platz.

Am 3. November 1984 trafen die beiden Vereine zum ersten Mal in der Beletage des Faustballsportes aufeinander. In der Neerstedter Sporthalle waren es damals 400 Zuschauer, die das Spektakel zwischen David und Goliath miterlebten. Der ASV, 1983 noch Deutscher Vizemeister, gastierte beim Liganeuling. Doch bereits damals hatte das Derby seine eigenen Gesetze und war an Dramatik kaum zu überbieten. Im entscheidenden dritten Satz wurde ein geschlagener Ball von Fritz Wilke beim Stand von 18:17 für Brettorf „aus“ gegeben. Auch die Ahlhorner Proteste konnten den Schiedsrichter nicht umstimmen und die Niederlage verhindern. Brettorf hatte das erste Bundesligaderby der Geschichte gewonnen – ein Mythos war geboren.

Bis heute hat das Duell nichts an seiner Dramatik eingebüßt und mobilisiert die Massen in die beiden Landkreis-Sporthallen. Wenn Ahlhorn auf Brettorf trifft, kocht die Halle – auf und neben dem Spielfeld.

„Verrücktes Spiel über drei Stunden“

So auch am 29. Januar 2012 in Ahlhorn. Neun Sätze lang bekämpften sich der ASV und TVB. „Von der Dramatik und spielerischen Klasse war es wohl das beste Spiel der jüngsten Derbygeschichte“, glaubt Ahlhorns Coach Karsten Bilger. Sein Brettorfer Gegenüber Tim Lemke pflichtet ihm bei. „Gefühlt ging dieses verrückte Spiel über drei Stunden.“

Überhaupt sei dieses Derby immer ein echter Saisonhöhepunkt für beide Vereine. Eine Partie, die eben den gesamten Faustballkreis in seinen Bann zieht. „Das Flair ist immer besonders“, gibt Lemke zu. „Der Freitagabend mit einer abgedunkelten Halle, dazu die überfüllten Ränge: Das ist echt beeindruckend.“

2004 stand er zum ersten Mal gegen die Ahlhorner auf dem Parkett. „Unser Angreifer Jens Kolb hatte in der Partie seine Knieschützer vergessen und die Schuhe seiner Frau an“, verrät Lemke 13 Jahre später. „Es lief also alles gegen uns und wir haben ziemlich deutlich verloren. Ich war wahrscheinlich der Einzige, der glücklich war, spielen zu dürfen“, so der damals 17-jährige Lemke. „Da war man schon am Dienstag vor dem Derby nervös. Das legt sich aber mit der Zeit“, verrät er.

„Das Highlight der Saison“

Beide Teams sind in dieser Saison noch ungeschlagen, haben als Saisonziel eine Medaille bei den Deutschen Meisterschaften im Visier. „Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe“, glaubt Lemke auch an diesem Freitag an einen spannenden Ausgang. „Wir haben schon so oft gegeneinander gespielt, da weiß jeder, was ihn auf der anderen Seite erwartet. Somit wird wohl die Tagesform entscheiden“, glaubt Lemke, der in seinem Kader aus dem Vollen schöpfen kann.

Bundestrainer Olaf Neuenfeld wird sich das Derby nicht entgehen lassen.

Karsten Bilger muss dagegen auf seinen Abwehrstrategen Mats Albrecht verzichten. „Wir wollen bei ihm kein Risiko eingehen", erklärt der Trainer. In der Brettorfer Halle wird auch Bundestrainer Olaf Neuenfeld unter den Zuschauern sein: „Das Derby ist für mich immer das Highlight der Saison. Es verspricht eine volle Halle, viele Emotionen und einen offenen Ausgang. Das werde ich mir auch dieses Mal nicht entgehen lassen“, sagt er. Und wer weiß – vielleicht erlebt er an diesem Freitag wieder ein Derby, das seine ganz eigene Geschichte schreibt.

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Sönke Spille Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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