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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

DM-Teilnahme in Tannheim als Abschied

07.02.2018

Brettorf Es war ein historischer Moment, als die Faustballerinnen des TV Brettorf am Sonntag ihren Matchball gegen den Bundesliga-Tabellenführer Ahlhorner SV verwandelten. Mit dem 3:1-Sieg hatten die Brettorferinnen den amtierenden deutschen Hallenmeister vom ASV nicht nur zum zweiten Mal in dieser Saison bezwungen, sondern sich selbst für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Es ist die erste DM-Teilnahme einer Frauenmannschaft des TV Brettorf in der mehr als 104-jährigen Geschichte.

Wer im Anschluss jedoch eine exzessive Party im unter anderem für seine Feierwütigkeit bekannten „faustballverrücktesten Dorf Deutschlands“ erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. „Wir sind erst noch ein bisschen in Ahlhorn geblieben und haben danach in Brettorf zusammen gegessen. Gegen 17.30 Uhr hat sich die Runde aber schon aufgelöst“, sagt Brettorfs Trainerin Rieke Buck und schiebt die Erklärung direkt hinterher: „Es war ein sehr anstrengender Spieltag, und einige Spielerinnen hatten danach noch für die Schule zu tun.“

Der zweite Platz in der 1. Bundesliga Nord verbunden mit der Qualifikation für die DM in Tannheim am 3. und 4. März ist der bislang größte Erfolg einer Brettorfer Frauenmannschaft. „Es macht uns unheimlich stolz, dass wir das geschafft haben, nachdem wir im vergangenen Jahr fast abgestiegen wären“, betont die Trainerin. Die Gründe für den Aufschwung sind für Rieke Buck eindeutig. „Wir sind als Mannschaft zusammengewachsen“, sagt die Trainerin, die vor zweieinhalb Jahren das Team übernommen hatte. Außerdem sei in der jungen Truppe eine tolle sportliche Entwicklung zu erkennen. Hinzu kommt, dass mit Angreiferin Laura Marofke seit dem vergangenen Jahr eine sehr erfahrene Spielerin neu dabei ist. „Sie bringt als ehemalige Nationalspielerin nicht nur eine tolle Technik und ganz viel Qualität am Schlag mit, sondern gibt auch den jüngeren Mädels Sicherheit“, weiß die Brettorfer Trainerin.

In all die Euphorie passte es da am Sonntagnachmittag irgendwie so gar nicht, dass die 30-Jährige ihrer Mannschaft direkt nach dem großen Erfolg offenbarte, am Saisonende als Trainerin aufzuhören. „Ich habe es den Mädels direkt nach dem letzten Spiel in Ahlhorn gesagt. Für sie kam es sehr unerwartet“, erzählt Rieke Buck. Ihre Entscheidung habe in erster Linie zeitliche Gründe. „Die Arbeit mit der Mannschaft macht zwar unheimlich viel Spaß. Letztendlich kostet es aber auch alles viel Zeit – die Vorbereitungen und Nachbereitungen, das Training und die Spieltage“, erklärt Buck. Sie würde in Zukunft gerne mehr für sich selbst tun – und eventuell auch aktiv wieder Faustball spielen. Dieses hatte sie vor zwei Jahren nach einer Schulter-OP einstellen müssen. „Als Spielerin bleiben ich dann natürlich dem TV Brettorf treu“, betont die ehemalige Bundesliga-Akteurin, die mit dem MTSV Selsingen schon Bronze bei einer DM gewann.

Wer nach der Hallensaison die Nachfolge der Trainerin antritt, ist offen. „Erstmal steht die DM im Vordergrund, ihr gilt die gesamte Konzentration“, betont die 30-Jährige. Deswegen werde das Training bis dahin auf drei Einheiten pro Woche angezogen. Was dann bei der Deutschen Meisterschaft machbar ist, sei „eine spannende Frage“, rätselt Rieke Buck. Vorrundengegner der Brettorferinnen sind die beiden Süd-Vertreter TSV Dennach und TV Eibach, in der anderen Gruppe spielen der Ahlhorner SV, SV Moslesfehn und TSV Calw gegeneinander. „Wir sind erstmal in der Außenseiterrolle und haben überhaupt keinen Druck. Wir haben jetzt schon alles geschafft und wollen bei der DM eine tolle Saison mit einer guten Leistung krönen“, blickt die TVB-Trainerin voraus.

Michael Hiller
Lokalsportredaktion
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2710

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