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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

URLAUB: Caravan-Fans genießen Idylle am Krandel

14.04.2009

WILDESHAUSEN „Wir spielen jetzt in der Oberliga der Wohnmobilplätze“, hat Wildeshausens Alt-Bürgermeister Franz Duin, selbst ein begeisterter Caravan-Fan, vor einigen Jahren einmal gesagt, als der Stellplatz am Krandel 2004 schöner, größer und funktionaler gestaltet worden war. Auch heute erfreut sich der Anlaufpunkt für Wohnmobile großer Beliebtheit. Neben Gästen aus ganz Deutschland sind hier in der Saison von März bis Oktober immer wieder Fahrzeuge mit niederländischen, österreichischen oder dänischen Nummernschildern zu beobachten – darunter zahlreiche Stammgäste, die unter anderem die bislang geringen Stellkosten in der Kreisstadt schätzen.

Freiheit auf der Straße

„Wenn man gerade nicht weiß, wo es gut und günstig ist, muss man eigentlich nur den gelben Nummernschildern folgen“, sagt Karl Merten schmunzelnd. „Die Niederländer sind immer sehr gut informiert“, sagt der aus der Nähe von Kassel stammende Hesse, der mit seiner Frau Elke vor einer Woche in die Kreisstadt kam und erst nach den Osterfeiertagen weiterfahren möchte. „In Wildeshausen ist es wirklich schön“, meint Elke Osterloh die mit ihrem Mann fast die gesamte Saison unterwegs ist.

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Vor 22 Jahren haben sich die Mertens ihr erstes Wohnmobil gekauft. Diesmal haben sie sich Etappe für Etappe, oftmals nur einige Kilometer, die Weser entlang gehangelt. Nach ihrer Stippvisite in Wildeshausen soll es voraussichtlich über Lemwerder, Elsfleth, Fedderwardersiel und Varel weiter in Richtung Nordsee gehen. „So genau kann man das nicht sagen – man entscheidet morgens aus dem Bauch heraus, wo es hingeht – das ist Freiheit.“ Auch wenn sie zu Hause los fahren, entscheidet sich oft erst an der Autobahn, ob die Reise in Richtung Norden oder Süden führen soll.

Mundpropaganda zählt

Informationen über Stellplätze bekommen die Wohnmobilisten aus Büchern, Zeitschriften oder von anderen Caravan-Fans. „Das meiste läuft über Mundpropaganda“, erzählt Klara Osterloh aus dem sauerländischen Marsberg. Sie ist mit Mann Karl-Hans seit zehn Jahren mit dem Wohnmobil unterwegs und macht nun zum ersten Mal Station in Wildeshausen. „Weil wir gehört haben, dass der Platz so gut ist“, so Karl-Hans Osterloh.

Eigentlich wollte das Ehepaar aus dem Sauerland nur eine Nacht bleiben und sofort weiter in Richtung Meer fahren. Doch letztlich blieben Klara Osterloh und ihr Mann mehr als eine Woche. „Es ist optimal, dass das Hallenbad direkt nebenan liegt“, meint die begeisterte Schwimmerin. Zudem könne man in der Umgebung wunderschöne Radtouren durch die Natur, zum Beispiel entlang der Hunte, unternehmen.

Wichtig sei natürlich auch, dass man auf dem Stellplatz viele Leute trifft und sich unterhalten kann“, erzählt ihr vorübergehender Nachbar, Karl Merten. Auch von der Innenstadt sind die beiden Ehepaare begeistert. „Ich war überrascht, wie gepflegt das hier alles ist“, so Osterloh.

Geld sitzt im Urlaub locker

Die Caravan-Fans lassen viel Geld in der Region. Umfragen in der Vergangenheit ergaben, dass Wohnmobilgäste im Schnitt rund 80 Euro in der jeweiligen Stadt lassen. Die Mertens haben innerhalb der vergangenen acht Tage sogar gut 800 Euro in der Kreisstadt und der näheren Umgebung ausgegeben. „Im Urlaub hat man mehr Zeit und Muße, richtig einkaufen zu gehen“, erklärt Elke Merten. „Wenn man in Urlaubsstimmung ist, sitzt das Geld einfach lockerer“, pflichtet ihr Klara Osterloh bei. Dies sei allerdings nicht der Fall, wenn der Stellplatz zu teuer ist.

Gebührenerhöhung

Derzeit zahlen die Wohnmobilisten am Krandel lediglich drei Euro für Strom. Eigentlich sollten sie schon seit 1. April tiefer in die Geldbörse greifen. Fünf Euro sollten laut der neuen Gebührensatzung der Stadt pro Tag und Fahrzeug fällig sein. Von zwischenzeitlich vorgesehenen zehn Euro waren die städtischen Gremien wieder abgerückt (die NWZ berichtete).

Vom geplanten Kassenautomaten fehlt allerdings noch jede Spur. Merten überlegt ernsthaft, ob es ihn erneut an den Krandel ziehen wird. Wenn er zusätzlich zu den fünf Euro auch noch Strom und Wasser zahlen müsste, wäre das „auf Dauer zu teuer“, meint auch Osterloh. „Hier kann man nicht Preise wie direkt an der Nordsee nehmen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen.“

Treffen des Reise-Mobil-Clubs Leer

Erstmals kam der Ostfriesische Reise-Mobil-Club (ORMC) aus Leer während der Ostertage zu einem Treffen in Wildeshausen zusammen. 17 Fahrzeuge parkten auf einer Fläche im Krandel, die die Stadt zur Verfügung gestellt hatte, wie Vorsitzender Karl Smit sagte.

Zum Programm gehörte ein Rundgang mit dem Nachtwächter, der Besuch des Dampfkornbranntwein-Brennereimuseums sowie eine Radtour nach Dötlingen. Am Sonnabend war die Truppe beim Osterfeuer auf dem Fillerberg zu Gast. ORMC-Mitglieder Bernhard und Irmgard Janßen waren eigens aus Sizilien angereist, berichtete Smit. Er lobte die große Gastfreundschaft der Wildeshauser und die Unterstützung durch den Verkehrsverein.sti

Der Verein: www.ormc-leer.de

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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