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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Comedy-Trio lässt im Schützenhof kein Auge trocken

08.02.2016

Dötlingen 150 lachende Menschen und drei Comedians, die alle Register der modernen Unterhaltung zogen, ließen die Veranstaltung des „Bremen Vier Comedy Clubs“ im Schützenhof in Dötlingen zu einem Freudentränen treibenden Event werden. Schon in den vergangenen Jahren waren die Bremer Comedy-Interpreten gern gesehene Gäste. Diesmal standen Faisal Kawusi, Brian O’Gott und David Anschütz vorm Publikum.

Für Pressefoto posieren

Moderator Mario Roggow schaffe es auch zuvor, den Zuschauern kräftig einzuheizen. Wohl dem, der etwas weiter im Hintergrund saß. Das galt besonders für Karin Abel aus Neerstedt und ihre Freundinnen. Sie hatte mit einem großen Zettel einen der vorderen Tische reserviert. Darauf stand Karin Abel. Ein gefundenes Fressen für einen Comedian oder auch Moderator. So musste die Neerstedterin sogar fürs eigene Pressefoto mit Moderator Roggow herhalten.

Faisal Kawusi, 1,80 Meter groß und 88 Kilogramm schwer, Afghane aus Frankfurt am Main, wie er behauptete, nahm viele Wortspielereien, Vorurteile und Halbwissen um kursierende Geschichten zum Flüchtlingsthema schlechthin aufs Korn. „Ich sehe, die Stimmung kippt. Von uns gibt es hier nicht viele“, frotzelte Kawusi auf der Gratwanderung zwischen Comedy und Flüchtlingstragödie in aktzentfreien Deutsch. Dass er sogar eine Banklehre trotz seines Äußeren geschafft habe, sah er selber als verwunderlich an.

Brian O’Gott aus Kassel freute sich über viele schmucke Häuser in Dötlingen. „Ich wundere mich nur, dass es hier aber auch viele arme Leute gibt. Die legen Stroh auf das Dach ihrer Häuser. Das gibt es bei uns nicht.“

Mit der Geographie war es dann auch nicht so weit her. „Denn Wilhelmshausen, nein, Wegeshausen oder Wilderhausen oder wie es noch heißt, ist da teilweise auch nicht viel besser“, dachte O’Gott laut nach und wurde dafür kräftig beklatscht.

„Die Leute hier lachen ja noch. Bei uns in Kassel gehen sie dafür in den Keller. Deshalb habe ich auch eine Kellerwohung“, setzte der Comedian nach. Und wie man sich mit Einkaufstüten deutscher Hersteller durchs Land hangeln kann, demonstrierte er mit seinem „Rollo“.

Viele Mehrdeutigkeiten

Schließlich war da noch David Anschütz, der es auf die Lachfalten und -muskeln im Publikumsraum abgesehen hatte. Der Kölner sei hart ins Leben gestartet. Mit fünf Geschwistern von vier Vätern aus drei Nationen. Da bleibe nur ein Überleben mit Comedy, stellte er klar. Auch er verstand es meisterlich, an den Feinheiten deutscher Wortwahl zu arbeiten. Rund um ein Abend voller Mehrdeutigkeiten.

Da bleibt nur die Hoffnung, dass im künftigen „Landhotel Dötlingen“ ein Abend dieser Klasse nicht im Veranstaltungskalender fehlen wird.

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