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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Handball: „Große Chance, eine Marke zu setzen“

12.05.2020

Delmenhorst /Wildeshausen Die männliche Handball-A-Jugend der HSG Delmenhorst hat sich im letzten Spiel vor der Corona-Pause vorzeitig für die Relegation zur Bundesliga qualifiziert. Nach den Sommerferien soll diese gespielt werden – mit welchem Modus, mit wie vielen Mannschaften und welche Anzahl an Teams sich dann qualifizieren oder ob sogar ein Direktaufstieg möglich ist, steht noch in den Sternen.

Fakt aus Sicht der HSG ist es jedenfalls, dass alle Verantwortlichen sich einig darüber sind, das „Abenteuer Bundesliga“ zu wagen. Auch wenn es sportlich und vor allem auch finanziell eine ganz große Herausforderung sei, dürfe man es den jungen Handballern nicht vorenthalten, in den Genuss der Spiele in den Hallen bekannter, großer Handballvereine zu kommen. Darüber sind sich sowohl Dag Rieken, der als neu verpflichteter Trainer in der Verantwortung steht, als auch HSG-Vorsitzender Jürgen Janßen und der frühere Delmenhorster Handballer und Jugendförderer Jens Hafemann, in dessen Händen die Koordination und Sponsorenbetreuung liegt, einig.

Zuletzt hatte aus der Region die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg den Schritt gewagt und nicht bedauert. Mit dem damaligen „Macher“ Frank Mehrings stehen die Delmenhorster in engem „Beratungskontakt“.

Für Coach Rieken löst die Bundesliga einen großen Reiz aus. „Auch als Trainer würde ich mich sehr darauf freuen“, sagt der 50-Jährige, der selbst in der 2. Bundesliga gespielt hat und viel Erfahrung als Oberliga- und Drittliga-Trainer mitbringt. Zuletzt war der Wildeshauser fünf Jahre lang für die HSG Barnstorf/Diepholz tätig, davor sieben Jahre beim TV Neerstedt. Das Geschehen im Delmenhorster Verein beobachtet er bereits seit Jahren. „Vieles hat sich schon deutlich verbessert. Das Potenzial ist vorhanden und damit auch der Grundstein für eine gute Zukunft der jungen Spieler gelegt.“ So sah es auch sportlich für die A-Jugend vor dem Saisonabbruch gut aus, ehe das Corona-Virus dazwischen grätschte. Rieken ist aber überzeugt davon, dass die junge Delmenhorster Mannschaft stabil genug sei, um die Relegation und danach auch die Bundesliga zu meistern.

Natürlich halte man parallel auch nach Verstärkungen Ausschau. „Wir müssen uns aber auf jeden Fall gut vorbereiten und ich hoffe, dass bald wieder ein normales Training möglich ist“, sagt Rieken mit Blick auf die aktuellen Corona-Einschränkungen. „Wir haben eine große Chance, eine Marke zu setzen“, sagt der Wildeshauser, „passend zu den Erfolgen im Herrenbereich.“ Auf keinen Fall dürfe man den jungen Handballern die Chance Bundesliga vorenthalten. Dabei sieht Rieken auch eine Parallele zu früheren Neerstedter Zeiten: Da war die Männermannschaft in die 3. Liga aufgestiegen, die A-Jugend spielte in der Regionalliga. „Die Erfolge waren überschaubar, aber es waren große Erlebnisse, in Magdeburg, Berlin oder Kiel spielen zu dürfen“, erinnert er sich gerne, „das hat alle Beteiligten weitergebracht.“

Auch HSG-Vorsitzender Jürgen Janßen blickt optimistisch voraus: „Wir müssen bis zum 15. Mai melden und haben dann bis zum 30. Juni die Möglichkeit zu widersprechen.“ Wenn die HSG es schafft, alle Auflagen zu erfüllen und der Etat gesichert sei, können man melden und wolle das auch unbedingt. „Da die Bundesliga-Auflagen bei der A-Jugend etwas lockerer gehandhabt werden, können wir in der Stadionhalle spielen“, erklärt Janßen. Er habe im Vorfeld mit Frank Mehrings gesprochen, der damals mit seinem Engagement die Bundesligasaison für die A-Jugend der Landkreis-HSG möglich gemacht hatte. „Legen wir dessen Erfahrung in die Waagschale, werden wir wohl einen Etat von 30 000 Euro benötigen“, rechnet Janßen vor. „Wir wollen den Jungs die Möglichkeit auf jeden Fall bieten.“

Optimistisch stimmt ihn die Resonanz auf den Spendenaufruf für die gesamte HSG-Jugend, nachdem die Einnahmen aus den Kleinfeldturnieren bereits weggebrochen sind. „Die Spendenfreudigkeit war großartig. Man merkt, dass die Menschen in Delmenhorst und Umgebung wissen, was die HSG für ein starkes Jugendprogramm fährt.“

Jens Hafemann, Förderer im HSG-Jugendbereich und Projektleiter Bundesliga, sagt: „Wir haben jetzt mit Dag in der Jugend einen Leuchtturm gesetzt und müssen die Chance Bundesliga nutzen. Ich werde jetzt auch mit aller Macht versuchen, Interesse in der Wirtschaft zu wecken. „Das Konzept, junge Spieler und damit auch junge Menschen nach oben zu bringen, ist gut – auch für hiesige Unternehmen.“

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