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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Sport: Der Frühling macht den Läufern Beine

28.03.2015

Ganderkesee „Viel Spaß beim Laufen und nicht umknicken“, geben mir die Kollegen um kurz vor 18 Uhr mit auf den Weg. Nur wenig später später stehe ich im Donnermoor am Haus mit Ganter und Fahnenmast zwischen rund 30 Sportlern des Lauftreffs Ganderkesee.

„Hallo! Wir duzen uns hier unter Sportlern alle“, begrüßen mich die Lauftreffleiter und -betreuer gut gelaunt. Sofort ist das Eis gebrochen. Nur die fünf Grad lassen mich frösteln. Vielleicht wäre ein dickerer Pulli doch sinnvoller.

Tipps für Lauf-Einsteiger

Die richtigen Laufschuhe sind wichtig. Am besten lässt man sich im Sportfachgeschäft beraten und macht eine Laufbandanalyse, rät Werner Nolte.

Lockere Sportbekleidung ist am Anfang vollkommen ausreichend, rät der Lauftreffleiter. Funktionsbekleidung zieht er Wolle vor.

Vor dem ersten Lauf sollten sich Anfänger unbedingt vom Arzt durchchecken lassen, sagt Nolte.

Die Aktiven des Lauftreffs Ganderkesee treffen sich jeden Dienstag und Donnerstag um 18 Uhr, am Sonnabend bereits um 17 Uhr im Donnermoor zum Training.

„Wir laufen um Punkt 18 Uhr los!“, gibt stellvertretender Lauftreffleiter Marc Möller vor. Leiter Werner Nolte und Betreuerin Birgit Möller nehmen mich in die Mitte – sie führen zum Saisonstart die langsamere Gruppe an.

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Im Frühling beginnen

Und los geht’s: Gemeinsam mit zehn anderen Läufern trotte ich die Straße herunter, vorbei am Reitverein in Richtung Felder. Ein Pferd steht am Wegesrand – mit respektvollem Abstand joggen wir daran vorbei. „Achtung Auto“, ruft Werner Nolte. Die Gruppe weicht geschlossen aus. Bald federn unsere Schritte leicht auf dem weichen Feldboden. „Wir laufen circa acht bis neun Kilometer“, meint Birgit Möller. „Die Flotteren schaffen zehn Kilometer und mehr in der Stunde.“ Und Werner Nolte ergänzt: „Wir haben wenig Regeln, aber der Langsamste bestimmt das Tempo.“

Gerne kümmern sich die Betreuer auch um Anfänger: „Dann laufen wir, gehen zwischendurch und vermitteln ,richtiges Laufen’“, sagt Birgit Möller. Die 49-jährige Ganderkeseerin hat zwei Marathons absolviert: „In Bremen und Berlin war ich dabei“, erzählt sie, während wir zwischen den Feldern Richtung Immer joggen.

Und auch der 64-jährige Treff-Leiter ist seit über zwei Jahrzehnten vom Lauffieber gepackt: „Es macht einfach Spaß und hält fit“.

Diese Auffassung teilt mittlerweile auch Manuela Woltjen. „Ich habe schon immer eine Sportart gesucht“, sagt die 35-Jährige Ganderkeseerin. „Ich bin im Oktober über eine Freundin zum Lauftreff gestoßen.“ Zwei Zehnkilometer-Läufe kann sie bereits auf ihrem persönlichen Konto verbuchen. „Die Bewegung an der frischen Luft tut gut.“

Mittlerweile ist die Gruppe gut eine halbe Stunde unterwegs und mir ist warm – der leichte Pulli war doch die richtige Entscheidung. „Wir laufen immer“, sagt Werner Nolte – „außer bei Gewitter und zu großer Hitze.“ Doch davon sei man im Moment weit entfernt: „Jetzt im Frühling ist die beste Zeit, mit dem Laufen zu beginnen“, sagt der Ganderkeseer. „Jetzt erwacht alles.“

Erster Marathon mit 70

Seit dem Beginn des Lauftreffs vor gut 27 Jahren ist Gernot Kauß dabei. Der 67-Jährige hat bereits neun Marathons beendet. Er lacht: „Ein Traum wäre es, die Zehn voll zu bekommen – New York wäre ein toller Abschluss.“

Nach einer Stunde und gut achteinhalb Kilometern treffen wir wieder am Ausgangspunkt ein. Dort stehen bereits Wasser und Tee bereit. Die meisten Läufer zieht es nach Hause unter die Dusche.

Doch einer ist noch geblieben: „Ich laufe seit der Jahrtausendwende“, erzählt Herbert Müller, mit 77 Jahren der Älteste beim Lauftreff. „Meinen ersten Marathon bin ich mit 70 Jahren in Bremen gelaufen“, sagt der Ganderkeseer und nimmt einen großen Schluck. „Ich laufe bis ich 80 bin – wenn es die Gesundheit zulässt.“

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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