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Faustball: Deutschland tanzt Samba mit Gegnern

22.04.2014

Pomerode /Landkreis Ein Jahr lang hatten die Planungen und Vorbereitungen in Anspruch genommen, doch die akribische Arbeit sollte sich auszahlen: Als Doppel-Weltmeister konnten sich die deutschen Faustball-Nationalmannschaften bei der U-18-Weltmeisterschaft im brasilianischen Pomerode feiern lassen. Mit Rika Meiners, Karen Kläner (TV Brettorf), Arne Grotelüschen und Rico Lüdtke (Ahlhorner SV) kommen vier der frisch gebackenen Weltmeister aus dem Landkreis Oldenburg.

Aber auch einige Eltern und Fans hatten die lange Reise nach Brasilien auf sich genommen, um ihre Schützlinge anzufeuern. „Wahnsinn“, beschrieb Weltmeister-Vater Ingo Kläner die Stimmung, nachdem die Mädchen am Sonntag ihren Finalmatchball gegen Österreich verwandelt hatten. Mit Sprechchören wie „Weltmeister, Weltmeister, hey, hey, hey“ wurden zunächst die deutschen Spielerinnen gefeiert, ehe zwei Stunden später auch die Jungen für Riesenjubel im schwarz-rot-goldenen Fanblock sorgten.

„Die Stimmung nach den Endspielen war der absolute Wahnsinn. Wir haben alle gemeinsam getanzt und eine riesige Party gefeiert“, berichteten Karen Kläner und Rika Meiners. Auch Arne Grotelüschen und Rico Lüdtke sprachen von einem „unvergesslichen Erlebnis“. „Ich persönlich habe das alles noch gar nicht richtig realisiert, das wird wohl erst in den nächsten Tagen passieren“, so Lüdtke.

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Für die erste große Euphorie hatten die deutschen Mannschaften schon während der Vorrunde gesorgt, wo sie ungeschlagen blieben und sich somit direkt für die Endspiele qualifizierten. Die Mädels ließen zunächst Chile (11:6, 11:6, 11:5) und der Schweiz (11:7, 11:1, 11:7) nicht den Hauch einer Chance, besiegten Argentinien trotz Satzrückstands mit 3:1 (8:11, 11:5, 11:6, 11:6) und entzauberten danach den amtierenden Europameister Österreich in vier Sätzen (9:11, 11:8, 11:7, 11:6). Auch im letzten Gruppenspiel tanzte die Mannschaft des Bundestrainer-Duos Dorothee Schröder und Frank Laux mit WM-Gastgeber Brasilien Samba und schaffte mit einem Viersatzsieg (11:9, 14:15, 11:1, 11:3) den Einzug ins Finale.

Während Karen Kläner mittlerweile ihren Platz in der Mitte sicher hatte, musste sich Rika Meiners aufgrund der starken Leistungen der beiden Angreiferinnen Katja Hofmann (TV Voerde) und Jacqueline Böhmker (VfL Kellinghusen) mit der Zuschauerrolle begnügen. „Aber auch die Ersatzspielerinnen waren sehr wichtig, da sie mit ihren Anfeuerungsrufen die Mannschaft immer wieder nach vorne getrieben haben”, berichtete Ingo Kläner. So auch im Finale gegen Österreich, das mit 11:9, 11:7, 11:7 eine klare Sache wurde und dem deutschen Team sogar das Lob von höchster Stelle einbrachte. „Das war Faustball auf hohem Niveau“, zollte der IFA-Präsident Karl Weiß den Mädels seinen Respekt.

Aber auch die Jungen verdienten sich Lob von allen Seiten und nahmen am Ende des viertägigen WM-Turniers völlig verdient die Goldmedaillen in Empfang. Mit sechs überwiegend klaren Erfolgen in der Vorrunde gegen Namibia (11:8, 11:4, 11:7), die Schweiz (11:5, 11:6, 6:11, 11:7), Brasilien (11:6, 11:9, 7:11, 9:11, 11:6), Argentinien (11:1, 11:2, 11:6), Österreich (11:5, 10:12, 11:13, 11:4, 12:10) und Chile (11:2, 11:2, 11:4) qualifizierten sich Grotelüschen, Lüdtke und Co. direkt für das Endspiel, wo erneut die Gastgeber aus Brasilien warteten und sich das Stadion in einen wahren Hexenkessel verwandelte. Trotz nachlassender Konzentration im zweiten Satz konnte sich Deutschland mit 3:1 knapp behaupten (11:8, 13:15, 11:4, 11:8). „Wir sind nach dem letzten Punkt aufs Spielfeld gerannt, lagen uns in den Armen und haben uns einfach nur gefreut. Es war ein grandioses Gefühl, was man so schnell nicht noch einmal erlebt“, berichtete Rico Lüdtke.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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