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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

DFB sichtet „Fußball-Stars“ von morgen

28.05.2009

Verband investiert jedes jahr zehn millionen Euro

Das Talentförderprogramm des DFB gibt es seit 2002. Jedes Jahr investiert der Verband rund zehn Millionen Euro in das System. Bundesweit gibt es 390 Stützpunkte und 29 Stützpunktkoordinatoren. 1200 Honorartrainer bilden die Kinder und Jugendlichen aus. Zwölf Stützpunkte existieren regional verteilt im Gebiet Weser-Ems. Pro Stützpunkt trainieren 15 Kinder einer Altersklasse. Damit ergibt das 180 Jungs und Mädchen in Weser-Ems und rund 5000 einer Jugendklasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die drei- bis fünf Prozent der Hochbegabten werden laut DFB durch dieses Talentförderprogramm erfasst.

In den Stützpunkten steht speziell die individuelle Schulung im technischen und taktischen Bereich auf dem Programm. Nach Aussage des DFB profitieren jährlich etwa 16 000 talentierte Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 17 Jahren vom Talentförderprogramm. Angesprochen werden vor allem D- und E-Jugendliche (elf- bis 12-Jährige).

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Mehr Infos unter

www.dfb.de

Einmal pro Woche werden die besten Teilnehmer im DFB-Stützpunkt trainieren. Vor allem die Technik wird geschult.

von Björn Völlmar

ganderkesee Wind peitscht über den grünen Rasen. Wolken ziehen auf und verdunkeln den Himmel. Ein Unwetter bahnt sich im Nordwesten an. Dennoch stehen in der Mitte des Fußballplatzes in Ganderkesee drei Männer. Sie tragen schwarze Trainingsanzüge mit dem Bundesadler auf der linken Brust. Pierre Schwiethal aus Hude und Robert Heidtmann aus Oldenburg sind Stützpunkttrainer des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB) und für den Landkreis Oldenburg, Südoldenburg und Delmenhorst verantwortlich. Jürgen Betzold ist der Stützpunktkoordinator Weser-Ems.

Jahrgänge 97 und 98

Sie sind an diesem Dienstag in Ganderkesee, um aus 38 talentierten Nachwuchskickern zwölf auszuwählen, die ab dem 10. August einmal pro Woche im DFB-Stützpunkt Ganderkesee trainieren werden. Eine Chance und ein Traum für jeden der Teilnehmer.

Die 38 elf- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen (Jahrgänge 97 und 98) wurden bereits vorgesichtet. Sie haben schon bei Turnieren wie dem „Sparkassencup“ gezeigt, was sie können und sich gegen rund 350 andere junge Fußballer durchgesetzt. Betzold: „Diejenigen, die heute hier bei der Hauptsichtung dabei sind, zählen schon zu den Besten.“

Die jungen Spieler und Spielerinnen – es sind zwei Mädchen dabei – werden von Schwiethal und Heidtmann beliebig in fünf Mannschaften eingeteilt. Jeder bekommt ein farbiges nummeriertes Leibchen und schon geht’s los.

Zahlreiche Ballkontakte

Auf zwei Kleinfeldplätzen treten die Mannschaften gegeneinander an. „Jedes Spiel dauert zwölf Minuten und alle Teams treffen aufeinander“, sagt Schwiethal. Entscheidend sei dabei aber nicht, ob eine Mannschaft gewinnt, sondern wie sich die Kicker technisch und dynamisch präsentieren, ergänzt Heidtmann. Daher wurde vom DFB auch ein relativ kleines Spielfeld ausgewählt, damit die Fußballer zahlreiche Ballkontakte bekommen. Bis zu einer Stunde Spielzeit hat ein Kicker nach der Sichtung auf dem Konto, in denen er von den drei Trainern genauestens beobachtet wird.

Die Junioren sind stolz dabei zu sein. Matthes Barenbrügge vom TV Dötlingen spielt bereits in der Kreisauswahl: „Ich hoffe, dass ich weiterkomme. Mein Traum ist es, einmal für Werder Bremen oder den VfL Wolfsburg zu spielen.“

Alle Teilnehmer haben das Zeug dazu, im Fußball höherklassig zu agieren. Dennoch rät Jürgen Betzold auch bei Angeboten vorerst beim Heimatverein zu bleiben. „Wechselt nicht die Vereine. Dafür ist es noch zu früh. Wer nicht kämpfen muss, wird kein Großer“, so der Stützpunktkoordinator.

Zwei Jahre Training

Den Weg über den DFB hält Betzold für sinnvoll. Die zwölf Spieler, die sich für das wöchentliche Training qualifiziert haben – zuzüglich drei Spieler, die noch nachnominiert werden – bekommen ihre Möglichkeiten. Sie werden in der DFB-Datenbank erfasst und trainieren die nächsten zwei Jahre kontinuierlich bei Schwiethal und Heidtmann in Ganderkesee.

Halbjährlich werden sie dem Niedersächsischen Fußballverband vorgestellt und begutachtet. Die Besten werden dann innerhalb der nächsten zwei Jahre zu einem Fußballcamp in die Sportschule und das Talentzentrum Barsinghausen eingeladen. Im Anschluss wechseln die talentiertesten zum C-Jugend-Stützpunkt Lehmden im Ammerland, wo sie weiter ausgebildet werden.

Aufnahme in Fördergruppe

Die Kinder spielen dann, wenn alles gut läuft, in einer Verbandsauswahl und werden in eine DFB-Fördergruppe berufen, so Stützpunktkoordinator Betzold. „Es ist also alles möglich.“ Auch Arno Wreden, Vater von Fußballer Alexander von der TSG Hatten-Sandkrug, hält die Vorgehensweise des DFB für sinnvoll: „Erst einmal ist alles nur Spaß, die Kinder sind noch jung und es sollte nichts überstürzt werden.“

Obwohl, ein wenig träumen tun die Nachwuchskicker schon. „Ich würde gern so spielen können wie Cristiano Ronaldo“, sagt Dwayne-Antonio Zeyrek vom VfL Wildeshausen.

Die zwölf Qualifizierten für den DFB-Stützpunkt Ganderkesee: Henrik Reineberg, Dwayne-Antonio Zeyrek, Niklas Fortmann (alle VfL Wildeshausen), Leon Randzio, Phillip Onnen, (beide VfB Oldenburg), Sandro Much (TuS Hasbergen), Moritz Hannemann (FC Hude), Matthes Barenbrügge (TV Dötlingen), Leon Beck (BW Bümmerstede), Julian Musiol (Delmenhorster BV), Thade Dworczak (GVO Oldenburg) und Elis Senß. Drei Spieler werden noch nachnominiert.

„Wer nicht

kämpfen muss, wird kein

Großer“

Jürgen Betzold

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