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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Emotionen kochen in Pokalfinale über

10.05.2013

Delmenhorst Am Ende war der Jubel grenzenlos: Die Kreisliga-Fußballer vom TV Munderloh lagen sich am Mittwochabend in den Armen und tanzten vor Glück nach ihrem 2:1 (0:1)-Sieg im Kreispokalendspiel gegen RW Hürriyet. „Dieser Pokaltitel hat einen ganz hohen Stellenwert für uns”, strahlte ein in Bier getränkter TVM-Trainer Niklas Kühne nach dem hart erkämpften Erfolg: „Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft. Sie hat nach dem Gegentor eine tolle Moral bewiesen. Der starke Teamgeist war heute entscheidend für den verdienten Sieg.”

Die rund 300 Zuschauer bekamen auf der Sportanlage des Delmenhorster TB ein intensives und sehr körperbetontes Spiel zu sehen. Dabei hatte das Kreisklassen-Team aus Delmenhorst mit seinen wuchtigen, schnellen Spielern in den ersten 20 Minuten mehr von der Partie. Nach zwei Warnschüssen (13. und 18. Minute) kamen auch die Munderloher zu ihrer ersten Möglichkeit, doch ein Kopfball nach einer Ecke verfehlte den gegnerischen Kasten (18.). Im Gegenzug gelang Hürriyet die Führung durch ein feines Zusammenspiel der beiden Sturmspitzen. Der bis dahin unauffällige Marco Prießner bediente den sehr präsenten Amed Skeiki mit einem schönen Pass in die Tiefe, den dieser im hohen Tempo aufnahm und in den Strafraum zog. Gegen den strammen und platzierten Linksschuss in die rechte Ecke war TVM-Keeper Markus Pape machtlos (19.).

Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Delmenhorster, die durch Skeiki zu einer weiteren Möglichkeit per Kopf kamen (27.). Aus spitzem Winkel scheiterte zudem Prießner (30.), der wiederholt durch das starke Munderloher Innenverteidiger-Duo Thorben Schütte und Heiko Schwarting in die Schranken gewiesen wurde. Für den TVM probierte es Fabian Gaden, doch seinen Schussversuchen fehlte der Druck (28.) oder die Präzision (40.).

Nach dem Seitenwechsel übernahm Munderloh zunehmend die Spielkontrolle. Der enorm hohe Kraftaufwand der Delmenhorster schien nun seinen Tribut zu fordern. „Wir haben uns in der Pause gesagt: Jetzt oder nie – wir müssen alles geben”, berichtete TVM-Kapitän Carsten Köhler von der Kabinen-Atmosphäre. Großen Anteil an der Wende hatte auch Keeper Pape, der in der 58. und 59. Minute zwei wuchtige Schüsse aus zentraler Position von Skeiki und Fabio Meyer entschärfte.

Dieses Mal waren es die TVM-Spieler, die praktisch im Gegenzug zum Torerfolg kamen. Nach schönem Pass von Thomas Köhler stand Lennart Feldhus frei vor dem gegnerischen Schlussmann und verwandelte eiskalt zum 1:1 (61.). „Nach meinem Tor hätte ich noch drei Runden extra um den Platz laufen können”, erklärte der überglückliche Stürmer nach der Partie.

Nur knapp zehn Minuten später legten die Munderloher nach: Jan Strübing hatte sich im Strafraum klasse freigelaufen und ließ nach einer Flanke von Gaden, die von Thomas Köhler per Kopf verlängert wurde, dem Keeper mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz (69.) keine Chance.

In der Schlussphase der Partie kochten die Emotionen über. Die nun wütend anrennenden Delmenhorster hatten ihre Nerven nicht mehr im Griff – sahen mehrfach die Gelbe Karte. Wiederholt wurde auf der Hürriyet-Bank um Trainer Chawkat El-Hourani Unmut über die Schiedsrichterentscheidungen laut.

Der bereits wegen Meckerns gelbverwarnte Prießner bekam nach einer rüden Attacke die Gelb-Rote Karte gezeigt (86.). Sherif Dagher, ebenfalls wegen Meckerns verwarnt, musste in der Nachspielzeit den Platz verlassen, nachdem er nach einer Freistoßentscheidung zugunsten der Munderloher den Ball auf den Schiedsrichter geschossen hatte. Nach einer extrem hitzigen Auseinandersetzung kam es kurz darauf an der Eckfahne der Delmenhorster erneut zu einer Rudelbildung, die Partie stand kurz vor dem Abbruch. „Wir wussten vor dem Spiel, dass es hitzig werden könnte. Schade, dass es noch zu unsportlichen Szenen kam”, sagte Carsten Köhler, bei dem am Ende aber verständlicherweise die Freude über den Pokalsieg überwog.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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