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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Ina Timmermann startet bei Werder Bremen durch

16.10.2019

Falkenburg Auf dieses Erlebnis hat Ina Timmermann jahrelang hingearbeitet. Und dann war es endlich soweit: Im Auswärtsspiel beim SV Meppen hat die 17-Jährige aus Falkenburg Ende September ihr Debüt als Profifußballerin bei Werder Bremen gefeiert. „Es war aufregend“, sagt sie. Auch wenn sie erst spät eingewechselt wurde und nur sechs Minuten auf dem Platz gestanden habe. „Das ganze Drumherum einmal mitzuerleben war schon sehr besonders“, erinnert sich Timmermann an ihr erstes Spiel in der 2. Bundesliga.

Die 17-Jährige ist angekommen bei den Grün-Weißen, fühlt sich wohl bei dem Verein, für den sie aktuell in der dritten Saison spielt. Nach ihrem Start bei Werders U 17 hat sie sich zuletzt bei den 2. Frauen etabliert. In der Rückrunde der vergangenen Saison hatte die Falkenburgerin einige Einsätze für das Regionalliga-Team. „Der Unterschied zum Jugendbereich ist schon spürbar gewesen. Die Frauen sind ein bisschen abgezockter, haben mehr Selbstbewusstsein und strahlen auch mehr Ruhe aus“, berichtet Timmermann vom Sprung in den Erwachsenenbereich.

In der Region bleiben

Doch inzwischen habe sie sich daran gewöhnt. Schließlich trainiert sie dreimal pro Woche mit dem Regionalliga-Team, dazu kommt eine Einheit mit dem Profi-Team. „Ich bin im sogenannten Anschlusskader und bin daher jeden Donnerstag bei der ersten Mannschaft dabei“, erzählt die Fußballerin, die „hauptberuflich“ noch Schülerin ist. Timmermann besucht die 12. Klasse am Gymnasium in Ganderkesee und bereitet sich auf ihr Abitur in eineinhalb Jahren vor.

Nach der Schule will die 17-Jährige vielleicht ein Freiwilliges Soziales Jahr machen oder studieren. „Am liebsten möchte ich auf jeden Fall in der Region bleiben. Dann kann ich auch weiterhin bei Werder spielen“, sagt die Sportlerin, deren Karriere einst beim TV Falkenburg begonnen hat. Mit zehn Jahren wechselte sie dann zum VfL Stenum und behauptete sich dort in den Jungs-Mannschaften. Ihre damaligen Team-Kollegen spielen aktuell bei den A- oder B-Junioren in der Landesliga.

Timmermann spielt derweil in der dritthöchsten Liga im deutschen Frauenfußball – doch mit dem Saisonstart ihrer Mannschaft ist sie alles andere als zufrieden. „Wir sind fast ganz unten in der Tabelle. Das ist nicht unser Anspruch.“ Schließlich wurde Werder Bremen II in der vergangenen Saison noch Regionalliga-Meister. Nun müsse man den Abstiegskampf aber annehmen und sich Stück für Stück nach oben arbeiten. „Wir haben im Moment sehr viele Verletzte. Manchmal sind wir beim Training nur zu zehnt – und das merkt man dann auch in den Spielen“, erklärt Timmermann. Aufgrund der vielen Ausfälle wird die 17-Jährige von Trainer Sven Gudegast auf verschiedenen Positionen eingesetzt. Am wohlsten fühle sie sich aber auf den Außen im Mittelfeld.

Treffer beim Länderpokal

Nicht nur im Verein sorgt die Falkenburgerin für Aufsehen. Zuletzt bestritt sie vier Spiele beim Länderpokal – erstmals für die Bremer Landesauswahl. Zuvor hatte Timmermann für Niedersachsen bereits an diesem Turnier, bei dem für die Nationalmannschaft gesichtet wird, teilgenommen. Ausgerechnet gegen ihre frühere Auswahl erzielte sie nun einen ihrer zwei Länderpokal-Treffer. Auch wenn es am Ende nicht ganz für eine direkte Nominierung für die Nationalmannschaft gereicht hat, ist die 17-Jährige nicht enttäuscht. „Für mich war es trotzdem eine gute Erfahrung und ich konnte auf mich aufmerksam machen“, sagt sie.

Für die Spiele in Duisburg wurde Timmermann von der Schule freigestellt. „Das war eine Ausnahme. Für normale Spiele muss ich nicht vom Unterricht befreit werden“, berichtet sie. Ohnehin gehe Schule für sie vor. „Das kommt an erster Stelle. Aber Fußball ist mir natürlich auch wichtig, sonst würde ich nicht so viel Zeit investieren“, sagt Timmermann, die auch Trainerin mit C-Lizenz ist.

Dass sie einmal vom Fußball leben kann, daran glaubt die 17-Jährige nicht. „Das ist auch nicht mein Ziel, weil es im Frauenfußball eher unrealistisch wäre. Die meisten arbeiten nebenher. So möchte ich das auch mal handhaben“, blickt sie voraus. Gegen weitere Einsätze in der ersten Mannschaft, die derzeit ungeschlagener Tabellenführer in der 2. Bundesliga ist, habe sie aber nichts. „Ich möchte in der Regionalliga Spielpraxis sammeln, aber wenn der Trainer der Ersten anfragt, bin ich gerne dabei.“ Und wer weiß, wenn es mit dem Aufstieg für die Werder-Frauen klappt, kann Timmermann im nächsten Jahr sogar Bundesliga-Luft schnuppern.

Gloria Balthazaar Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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