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FAUSTBALL: Faszination eines fantastischen Finales

13.03.2006

Kreye: „das Spiel hätte zwei Sieger verdient gehabt“

Philip Meiners (Spielertrainer ASV): Wir haben in allen Partien recht gut mitgehalten. Im Spiel um Platz drei kamen wir nicht damit zurecht, dass der Beginn nach hinten verlegt wurde. Am Ende fehlte uns die Kraft, um gegen die physisch stärkeren Gegner zu bestehen.

Ralf Kreye (Trainer TV Brettorf): Dieses Spiel hätte zwei Sieger verdient gehabt. Hier haben die beiden besten Teams ihre Kräfte gemessen, die Deutschland zurzeit hat. Am Ende hat das glücklichere Team gewonnen.

Ralf Spille (Vorsitzender des TV Brettorf): Schade für Jens und die Fans, dass wir die Chance doch nicht nutzen konnten. Ich hätte es Kolbi gegönnt. Ulrich Meiners (Betreuer Ahlhorner SV): Weil der Stadt hat sich im Halbfinale geschont, während wir gegen die Brettorfer mit vollem Einsatz gekämpft haben. Das schlug sich dann im Spiel um Platz drei negativ nieder, denn es fehlte uns nach den Ausfällen von Eugen Pflaum und Thorge Dahms letzlich an den personellen Alternativen.

Brettorfs Fans riefen immer wieder: „Kolbi, wir danken wir“. Frenetisch feuerten sie gestern Nachmittag ihr Team bei der DM an.

Von Fried-Michael Carl HAMM - „Super, Wahnsinn, unfassbar“, waren nur einige der Vokabeln, die am Sonntagnachmittag in der Sachsenhalle in Hamm zu hören waren. Selbst der unbeteiligte Zuschauer konnte sich der Faszination des Finales bei den deutschen Hallen-Faustballmeisterschaften der Männer nicht entziehen (siehe auch Seite 19). Denn was die beiden zurzeit besten Teams Deutschlands, Westfalia Hamm und TV Brettorf, über drei Sätzen boten, hatte alles in sich, was den Faustballsport faszinierend macht: Nervenstarke Schlagleute, athletische Abwehrspieler, begeisternde Spielzüge, technische Raffinessen. Dass am Ende nur ein Team gewinnen konnte, war das Bedauerliche, denn die Brettorfer Jens Kolb, Kai Nordbrock, Lutz Meyer, Julian von Seggern, Tim Lemke, Christian Kläner, Lars Behm und Christian Abel hätten mit dieser Leistung auch den Titel verdient gehabt. So aber musste der TVB wieder einmal dem Gastgeber gratulieren, für den es der dritte Erfolg in Serie war.

Zwei Sätze lang schenkten sich die Kontrahenten nichts. Im ersten Abschnitt spielte Kolb fehlerfrei, während Pannewig die gewohnte Sicherheit vermissen ließ – Brettorf gewann den Satz. Danach lieferten sich beide einen Schlagabtausch auf gleicher Augenhöhe, den Hamm knapp 25:24 für sich entschied. Während Hamm hellwach in den entscheidenden Satz startete, hing Brettorf der vergebenen Chance nach. Das war entscheidend im Kampf um den Titel.

„Kolbi, wir danken dir!“ skandierten die Fans nach dem Schlusspfiff und bedankten sich bei dem Moslesfehner Jens Kolb, der großen Anteil an diesem beeindruckenden Spiel hatte. Sie wissen, dass es ein solches Spiel in den nächsten Jahren kaum wieder geben wird, denn mit dem Rücktritt von Kolb wird es mittelfristig im Männerbereich beim TVB auch nicht mehr solche Erfolge geben. Daher versuchten die Fans alles, um ihren TVB zum Titel zu treiben. „Kämpfen, Brettorf, kämpfen“, riefen sie, als ihre Mannschaft es benötigte. „Jetzt geht es los“, wenn das schwarz-weiße TVB-Team auflief. Und als in der Endphase des zweiten Satzes bei den meisten faszinierten Besuchern der Atem stockte, ließen sie nicht nach, den einen Punkt herbeizuschreien, der den Titel bedeutet hätte. Vergeblich, denn Niels Pannewig auf Seiten des TV Hamm steigerte sich von Minute zu Minute und zeigte bei der Abwehr von den sechs (!) Matchbällen Nerven wie Drahtseile.

Mit dem Rückzug von Jens Kolb wird der TVB in ein kleines sportliches Tief fallen. So werden auch seine Fans auf der Bühne der Deutschen Meisterschaften fehlen. Und das wird ein spürbares Loch reißen. Keine andere Mannschaft hatte in den vergangenen Jahren eine solche begeisterungsfähige Fangruppe hinter sich. Egal, wo sie aufliefen: Sie füllten die Hallen, sorgten für beste Stimmung und füllten auch die Kassen der Veranstalter. Schade, dass sie und ihr Team zum Abschluss der Zeit mit Jens Kolb nicht mit dem ersehnten Titel belohnt wurden.

www.westfalia-hamm.de

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