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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Fliegender Wechsel im Hallenbad

12.12.2016

Wardenburg Wie oft er „Nicht vom Beckenrand springen“ sagen musste? „Bestimmt acht bis zehn Mal am Tag““, sagt Detlef Hahn. Macht bei geschätzten 250 Arbeitstagen im Jahr hochgerechnet irgendwas zwischen 74000 und 92500 Mal in 37 Arbeitsjahren. Doch das ist nun vorbei. Am Sonntag schloss der Betriebsleiter des Wardenburger Hallenbades zum letzten Mal die Eingangstür ab und verabschiedete sich in den Ruhestand.

Der Meister für Bäderbetriebe, wie der Beruf heute offiziell heißt, hatte bis zuletzt keine Probleme damit, wenn die Leute ihn einfach als Bademeister bezeichneten. Dass der Job aber mehr abverlangt, als in Badeschlappen am Beckenrand zu stehen und Kinder davon abzuhalten, vom Beckenrand zu springen, ist vielen gar nicht klar. „Technik, Chemie, Verwaltung, Hygiene“, zählt der 63-Jährige die Aufgabenfelder auf.

Hahn selbst war diese Vielfalt überhaupt nicht klar, als er Ende der 70er Jahre eine neue Arbeit suchte. Als Kfz-Mechaniker ging es für Hahn aus gesundheitlichen Gründen damals nicht weiter. Doch Schwimmmeistergehilfe, das konnte wohl nicht so schwer sein. „Ich wusste überhaupt nicht, dass das ein Lehrberuf ist“, erinnert sich Hahn.

1979 bekam er die Möglichkeit, sich im Wardenburger Hallenbad umschulen zu lassen. Es folgten drei Jahre später die Einstellung als Gehilfe, 1993 die Ausbildung zum Schwimmmeister und ab 2001 die Übernahme der Betriebsleitung des Bades.

An Anekdoten hat sich in dieser Zeit einiges angesammelt. Über Einbrecher, die den Alarm auslösten und die Hahn teils noch vor der Polizei ertappte. Über das FKK-Schwimmen Ende der 80er Jahre, das sehr gut angenommen wurde – allerdings vor allem von Gästen im Café mit Sicht aufs Becken, weil es zunächst keinen Sichtschutz gab. Oder von den Aktionen zum 30-Jährigen Bestehen des Bades, die teils in die Hose gingen. „Zum Schwimmen für Verliebte hatten wir alles vorbereitet mit Kerzen und Rosenblättern. Es kamen zwei Pärchen“, lacht Hahn. Dafür war das 24-Stunden-Schwimmen ein voller Erfolg.

Weitere Geschichten kann nun Hahns Nachfolgerin sammeln. Die 27-Jährige Silke Schütte, seit 2011 in Wardenburg, wird das Bad künftig leiten. „Nicht vom Beckenrand springen“ – das hört man dann aus ihrem Munde.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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