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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Freude an Kindern ist ein Muss

04.06.2009

LANDKREIS Mehrere Kinder sitzen auf einem Sportplatz im Kreis. In ihrer Mitte steht ein junger Mann und gibt Anweisungen. Er ist vielleicht 20 Jahre alt. Die Kinder machen Gymnastikübungen und achten genau darauf, was er sagt. Sie gehören der örtlichen Fußball-E-Jugend an. Der junge Mann ist FSJler. Er absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sportverein (FSJ) und hat die Übungsleiterlizenz.

Acht junge Männer zwischen 20 und 22 Jahren unterstützen durch ihren Ersatzdienst gegenwärtig sieben Sportvereine und eine Gemeinde im Landkreis. „Wer gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, für den ist das Freiwillige Soziale Jahr im Sportverein genau das Richtige“, sagt Tobias Wessel, Vorsitzender der Sportjugend Oldenburg Land. Es bringt junge Menschen persönlich und menschlich weiter, heißt es seitens des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Einige der FSJler wussten nach dem Abitur oder der Ausbildung nicht genau, was sie machen sollten. Weder Bundeswehr noch Zivildienst waren das Richtige. Das Freiwillige Soziale Jahr bot ihnen als Ersatzdienst eine Alternative.

Für 300 Euro im Monat, zuzüglich Kindergeld, übernehmen sie Aufgaben im Sport- und Verwaltungsbereich der Vereine. Sie leiten Trainingseinheiten, betreuen Jugendmannschaften und organisieren Veranstaltungen sowie Projekte. „Ihr Arbeitsbereich ist vielseitiger als beim Bund oder vielen Zivildienst-Stellen“, sagt Georg Jaedicke. Er war 2004 beim TSV Großenkneten der erste FSJler des Landkreises im Sport.

Über Seminare können die jungen Frauen und Männer während ihres Dienstes eine Übungsleiter- oder sogar Trainerlizenz erwerben. „Gerade dies sei ein hervorragendes Argument für diejenigen, die sowieso sportlich interessiert sind“, so Wessel. Bekannte FSJler im Sport sind Bastian Schulz, Fußballer bei Hannover 96, Biathlet Arnd Pfeiffer und Jasper Knoch, der in Oldenburg als Basketballer aktiv war.

Seit 2002 gibt es in Niedersachsen die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sportverein zu absolvieren. Das Interesse und der Bedarf sind da. 2002 begannen 20 junge Frauen und Männer in Niedersachsen. 2005 waren es bereits 120 und 2008 schon 315, berichtet Julia Wetzel, vom Freiwilligendienst im Sport, mit Sitz in Göttingen. In diesem Jahr seien schon 170 Anmeldungen für 2009/2010 eingegangen. Ob es genauso viele werden wie im vergangenen Jahr, sei noch nicht absehbar, so Wetzel. Ein FSJler kostet einen Verein 369 Euro im Monat. Nicht jeder Sportclub hat diese Summe zur Verfügung.

Dennoch sind beim Freiwilligendienst 395 Einsatzstellen (Stichtag: 29. Mai 2009) registriert. Zum Vergleich: 2002 waren es zwölf, 2005 bereits 96. Alleine in Weser-Ems gebe es rund 60 Vereine, Schulen und Sporteinrichtungen, die anerkannt sind. 20 Frauen und Männer stehen in der Region für 2009/2010 schon unter Vertrag 15 weitere haben sich beworben. Die meisten beginnen im August/September. Also in etwa einen Monat, wenn für die acht Absolventen des Landkreises das FSJ endet. Ob es Nachfolger gibt, sei noch nicht hundertprozentig sicher, berichtet Wetzel.

„Eine Anmeldung kann schnell gehen“, erklärt Georg Jaedicke. Innerhalb von vier Wochen kann ein FSJler im Sportverein beginnen. „Wenn wirklich Interesse besteht, ist es am sinnvollsten, sich einen Verein zu suchen und sich über den Freiwilligendienst anzumelden.“ Besondere Schulabschlüsse oder Ausbildungen sind nicht nötig. Lediglich die Bereitschaft, ein Jahr im sozial-pädagogischen Bereich der Jugend- und Kinderarbeit tätig zu werden, müsse vorhanden sein.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden. Eine Kooperation zwischen zwei Vereinen oder einer Schule – in der die FSJler unter anderem Sport-Arbeitsgemeinschaften leiten oder Nachhilfeunterricht geben – und einem Verein, ist möglich.

Das FSJ dauert mindestens sechs und darf am Ende 18 Monate nicht überschreiten. Es wird auch als Wartezeit bei der Vergabe von Studienplätzen anerkannt.

Zu Beginn des Freiwilligen Sozialen Jahres, nehmen die FSJler an einer Seminarwoche teil, in der sie die Übungsleiterlizenz machen. Sie berechtigt, selbstständig Sportgruppen zu leiten. Insgesamt stehen den jungen Frauen und Männer während ihres Dienstes 25 Seminartage zur Verfügung. Pflichtveranstaltungen gibt es nur wenige. Welche Kurse sie belegen, können sie fast frei entscheiden. „Es ist also für einen viel drin“, sagt Jaedicke.

Mehr Infos unter

www.fsj-im-sport.de

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