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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Freund der Gilde, VfL und Wehr

17.07.2012

WILDESHAUSEN Der tägliche Gang zum Redaktionsbriefkasten gehört zur Alltagsroutine. Den weißen Briefumschlag, den NWZ -Redaktionsleiter Stefan Idel allerdings am Montag vorfand, hatte es in sich: 7300 Euro in bar. In einem Begleitschreiben bittet ein anonymer Spender (oder eine anonyme Spenderin) den Redakteur, dieses Geld dem Wildeshauser Bürgermeister Dr. Kian Shahidi zu bringen. Die Mittel seien zweckgebunden: Mit dem Geld soll die Zufahrt zum Krandelstadion erneuert werden, heißt es.

Der Bebauungsplan Nr. 19 „Am Krandel“ wurde Anfang Juli im Ausschuss für Fremdenverkehr, Sport und Kultur heftig diskutiert (die NWZ  berichtete). Damit Rettungsfahrzeuge, aber auch große Gruppen (wie beim Gildefest) den Parkplatz besser erreichen können, soll der Seitenstreifen entlang der Zufahrt auf einer Breite von 1,50 Metern gepflastert werden. Für die Maßnahme liegt ein Angebot des Bauhofes in Höhe von 7300 Euro vor. Auf genau diese Summe bezieht sich der anonyme Spender. Der Verwaltungsausschuss hat der Maßnahme zugestimmt.

Der Spender beschreibt sich selbst als „Wildeshauser, ein Freund der Gilde, VfL und Feuerwehr“. Weiter heißt es in dem Brief: „Sollte die Stadt das nicht bis zum Gildefest 2013 schaffen, soll das Geld (7300 Euro) an Herrn Sasse vom VfL übergeben werden. Dieser soll dann davon auf dem Krandelparkplatz eine Sommerparty für den VfL, Gilde und Feuerwehr veranstalten.“ Der Spender schreibt, er vertraue dem Redakteur.

Wie nun mit dem Geld umgehen? Gemeinsam mit Redaktionssekretärin Gabriele Wallner zählt Idel die Spende: 14 Scheine ` 500 Euro, sechs Scheine ` 50 Euro, aus dem Brief. Alle Scheine sind echt. Das bestätigt Steffen Kleen, Filialleiter der Oldenburgischen Landesbank (OLB) in Wildeshausen. Dann der Griff zum Telefon: „Herr Bürgermeister, ich würde Ihnen gern 7300 Euro eines anonymen Spenders überreichen.“ Dr. Shahidi zeigt sich sichtlich irritiert. Das Geld könne er jedoch nicht annehmen, so der Verwaltungschef unter Hinweis auf die geltende Rechtslage. Wegen anderer dienstlicher Verpflichtungen sei ein persönliches Treffen mit dem Redakteur an diesem Montag nicht möglich.

Die Spendenannahme ist in Paragraf 111 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) sowie in der Hauptsatzung der Stadt geregelt, wie der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Jens Kuraschinski, erläutert. Danach entscheidet bei Spenden ab 100 Euro der Rat, ob er das Geld annimmt. Kuraschinski will nun rasch per Umlaufverfahren die Mitglieder des Verwaltungsausschusses informieren. Dann könnte an diesem Donnerstag, 19. Juli, der Rat über die Annahme der 7300 Euro entscheiden.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

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