• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Gildefest endet mit Kinderschützenfest

01.06.2015

Wildeshausen 47 Armbrustschützen, fünf Schießgruppen, hervorragende Treffsicherheit, ein voller Krandelplatz und ein spannendes Final-Umschießen mit Fynn Grotelüschen als neuem Gildekinderkönig 2015 lassen das Kinderschützenfest der Wildeshauser Schützengilde in wenige Worte packen.

Beschreibungen, die aber nicht den tosenden Jubel am Sonnabend auf dem Krandelplatz an der Schießstange wiedergeben, der losbrach, als der zwölfjährige Fynn den Vogel von der Stange holte.

Die Begeisterung kannte kaum Grenzen, auch nicht bei Fynns Eltern Birgit und Wolfgang sowie Großvater Harro Grotelüschen, Oberstleutnant im Offizierskorps der Gilde, der vor knapp 60 Jahren Vizekinderkönig war und seinen Enkel herzte.

Es war für den Jungen von der Pestruper Straße das zweite Kinderschützenfest. Ein zweiter Anlauf um den Königstitel, mit dem entscheidenden Schuss auf den Vogel und damit den Logenplatz auf der Sänfte. Diese war von den Wachsoldaten schon bereitgestellt worden und brachte den neuen Kinderkönig zur offiziellen Proklamation durch den General der Gilde, Jens Kuraschinski, auf den Königsstuhl.

Für das Finale hatte sich neben Fynn Grotelüschen in der ersten Gruppe nach Umschießen mit Lucas Bartmann Felix Niemann qualifiziert. Aus der Gruppe zwei kam Tom Großmann ins Finale. In der dritten Gruppe schossen Lutz Mahlstede und Tim Klostermann um. Tim kam weiter.

Spannend war es noch einmal in der letzten und fünften Teilnehmer-Gruppe, in der Janus Stucke und Johannes Henkensiefken um den Einzug ins Finale schossen. Janus gewann schließlich das Umschießen.

Ein einprägsames Ereignis dürfte im Anschluss der Einmarsch in die Stadt für den neuen Kinderkönig und dessen Gefolge gewesen sein. Fynn Grotelüschen und seine Königin Yara Grunwald marschierten unter dem Ehrenbogen, getragen von Sarah Depken und Tabea Rodehüser, in die Innenstadt ein, um sich vom Volk feiern zu lassen.

kommentar

Fröhlich

und friedlich

Wildeshausen hat die ereignisreichste Woche des Jahres hinter sich. Fast die ganze Stadt und viele Gäste haben mehr oder minder intensiv das Gildefest gefeiert.

Was dabei besonders beeindruckend ist, ist die Bilanz der Polizei. Denn die hatte zumindest in negativer Hinsicht nicht viel zu tun. Bei vergleichbaren Großveranstaltungen in anderen Städten sieht das völlig anders aus. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen blieb das Gildefest das, was es sein soll: ein friedliches und fröhliches Stadtfest.

Woran das liegt? Das Gildefest ist eben nicht irgendeine beliebige Riesenfete, sondern ein Traditionsereignis mit festen Regeln. Die Gilde achtet darauf – und auch fast alle Besucher.

Doch nicht nur die polizeiliche Bilanz ist bemerkenswert. Während anderswo Vereine Nachwuchssorgen beklagen, verzeichnete die Gilde fast 100 Neuaufnahmen. Und selbst bei nicht gerade idealem Wetter marschierte – rein rechnerisch – jeder dritte männliche Wildeshauser beim Ausmarsch mit.

Über die Gründe für diese seit 612 Jahren enorme Akzeptanz der Gilde kann man viel spekulieren. Fest steht: Hier wird weitgehend in viel ehrenamtlicher Arbeit ein riesiger Dienst für die Identifikation mit der Stadt und die Tradition Wildeshausens geleistet.

Dafür kann man den Organisatoren nur dankbar sein.

Den Autor erreichen Sie unter

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.