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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Auszeichnung: Fußballer tanzen nach Pfeife von Schiedsrichterin

14.02.2018

Ganderkesee Eigentlich mache sie nichts besonderes, meint Nicole Kluth. „Ich versuche, Familie, Hobby und Beruf unter einen Hut zu bekommen“, sagt die 35-jährige Schiedsrichterin, die für den VfL Stenum Fußballspiele pfeift. Dass sie diesen dreibeinigen Belastungsspagat aber mit Bravour meistert, zeigt die bedeutende Auszeichnung durch den Niedersächsischen Fußballverband (NFV).

Als Kreissiegerin der Schiedsrichterinnen bei der DFB-Aktion „Danke Schiri“ wurde Kluth zur Bezirkssiegerin erklärt und nahm nun am vergangen Wochenende in Barsinghausen an der Ehrung auf Verbandsebene teil. Auf dieser Veranstaltung erfuhr sie schließlich, dass sie auch Verbandssiegerin geworden war. Damit wird sie an der Ehrung auf DFB-Ebene am 5./6. Mai in Dortmund teilnehmen.

„Das kam sehr überraschend für mich“, erklärt Kluth, die danach aber selbst auf ihr enormes Engagement hinweist: „Es ist ein großer zeitlicher Aufwand, und zudem ist viel Disziplin nötig, um zu pfeifen. Man kann aber auch mit zwei kleinen Kindern weiter Schiedsrichter sein, wenn man es möchte“, weiß die 35-Jährige, die mit gutem Beispiel vorangeht.

Etwa 20 Spiele leitet die Unparteiische pro Saison – mehr sind zeitlich nicht zu machen. „Mein Mann ist Trainer in der Bezirksliga Bremen beim FC Huchting. Die Spiele finden meist am Sonntag statt, und der Samstag ist für die Familie reserviert“, sagt Kluth. Sie pfeife also ausschließlich mittwochs und freitags. Bereits als junge Schiedsrichterin wurde sie in der Männer-Bezirksliga eingesetzt, inzwischen pfeift sie noch bis zur Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst.

Als Lehrwartin in Delmenhorst war Kluth drei Jahre lang für die Ausbildung neuer Referees zuständig. „Jedes Jahr haben wir etwa 40 neue Schiedsrichter ausgebildet“, erzählt Kluth. Junge Unparteiische an das Pfeifen heranzuführen, ist ihr immer ein Anliegen geblieben. Deshalb hätte sie auch beim Schiedsrichteransetzer angefragt, mit jungen, aufstrebenden Talenten zu pfeifen. „Ich liebe es, mit den jungen Leuten zu arbeiten“, sagt die zweifache Mutter. Sie gebe ihre Erfahrungen gerne weiter.

Im Vordergrund steht dabei für Kluth immer der Spaß. „Das ist mir das Wichtigste“, sagt sie und gibt den aufstrebenden Unparteiischen, die zunächst als Assistenten an der Seitenlinie zum Einsatz kommen, den Tipp, „keine Angst zu haben. Wenn jemand die Fahne raushaut, dann reagiere ich darauf – auch wenn es das erste Spiel sein sollte“, sagt Kluth, bevor sie wieder ins Auto steigt und von der Arbeit aus ihre Kinder aus der Tagesstätte abholt.

Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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