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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Neuanschaffung In Ganderkesee: Segelflieger des LSV Hude investieren in Zukunft

26.08.2019

Ganderkesee /Hude Ein Hobby für Einzelkämpfer ist das Segelfliegen nicht. Wer als Pilot in die Luft möchte, benötigt üblicherweise ein Startteam von mindestens vier Personen und ein Schleppflugzeug. Beim Luftsportverein (LSV) Hude sind diese Zeiten vorbei: Wer vom Heimatflugplatz Ganderkesee oder einem beliebigen anderen Ort starten möchte, kann das jetzt auch ohne jede Hilfe.

110 000 Euro hat der LSV Hude in ein neues Vereinsflugzeug investiert, das am Sonntag offiziell an die Mitglieder übergeben wurde. Unter den Gästen der kleinen Feier war der SPD-Landtagsabgeordnete Deniz Kurku aus Delmenhorst.

Das Ultraleicht-Segelflugzeug des slowenischen Herstellers Pipistrel ist eigenstartfähig – es verfügt über ein Klapptriebwerk, welches das Flugzeug auf die Bahn und in die Luft bringt und nach etwa zehn Minuten eingeklappt wird. Dann wird der Taurus zum Segelflugzeug, der ohne Motorkraft durch die Luft gleitet. Die beiden Insassen sitzen übrigens nicht wie in herkömmlichen Doppelsitzern hintereinander, sondern nebeneinander.

„Der Verein soll zukunftsfähig werden“, erklärte Norbert Lautner, Ausbildungsleiter beim LSV Hude und hauptberuflich im Cockpit einer Boeing 747 unterwegs. „Wir müssen der Jugend etwas bieten, damit sie bei der Stange bleibt“ – das, so Lautners Einschätzung, wäre mit den bislang genutzten Flugzeugen aus den 60er Jahren allein schwierig geworden.

Im LSV Hude, der auch eine große Modellflugsparte besitzt, sind aktuell 27 Segelflieger aktiv. Viele davon legten zusammen, gewährten dem Verein Darlehen, damit der Taurus angeschafft werden konnte. Dank der formalen Zulassung als Ultraleichtflugzeug kam der LSV sogar noch vergleichsweise günstig davon: „Als reines Segelflugzeug hätte es etwa 250 000 Euro gekostet“, erklärte Christoph Hoffmann, bislang der erste zugelassene Vereinspilot auf dem Taurus.

Hoffmann, der die Lizenz für Ultraleichtflugzeuge (UL) schon vorher besaß, hat eine gut vierstündige Einweisung hinter sich gebracht und ist begeistert von dem Hochleistungsflugzeug. So sei es beispielsweise möglich, aus gleicher Höhe sehr viel weiter zu fliegen. Gleichwohl reagiere das Flugzeug extrem sensibel und erfordere eine komplexe Einweisung.

Auch wenn das Flugzeug natürlich höchsten Sicherheitsstandards entspricht, ist für den Notfall vorgesorgt: Ein Gesamtrettungssystem ermöglicht es, das gesamte Flugzeug an einem Fallschirm zu Boden zu bringen.

Laut Jürgen Grobbin, beim LSV zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, ist der Taurus bislang im Weser-Ems-Gebiet einzigartig. Wer ihn fliegen möchte und bereits über die erforderliche UL-Lizenz verfügt, kann sich jetzt vereinsintern schulen lassen.


Mehr Informationen unter   www.lsv-hude.de 
Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
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