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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Ganderkeseer Fährt Ötztaler-Radmarathon: Der Moment, in dem der Atem stockt

06.09.2017

Ganderkesee /Ötztal Es ist der Moment, bei dem einem der Atem stockt. Hermann Helmers ist mit seinem Fahrrad beim Ötztaler-Radmarathon unterwegs. Gerade hat er den Jaufen-Pass bewältigt, befindet sich auf der Abfahrt. Ein Blick auf seinen Fahrradtacho verrät ihm eine Geschwindigkeit von 86 km/h. Nur wenige Momente später und einige Stundenkilometer weniger passiert es: Beim starken Abbremsen werden seine Reifen hart, einer platzt…

Das Event in den Ötztaler Alpen zählt zu den schwierigsten Radrennen der Welt. Mehr als 20 000 Radsportler lassen sich jährlich zur Teilnahme registrieren, wer letztendlich starten darf, wird gelost. Hermann Helmers aus Ganderkesee hatte in diesem Jahr Glück – er darf sich von Sölden aus auf eine Strecke mit 5500 Höhenmetern stürzen.

Rund drei Viertel der Strecke sind absolviert, als es bei ihm zum Reifenplatzer kommt – mit glimpflichem Ausgang. Helmers tauscht den zerstörten Schlauch aus, nur zehn Minuten später befindet er sich wieder im Sattel, den letzten Teilabschnitt der 238 Kilometer vor Augen.

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Der Sport stand beim 46-Jährigen schon immer im Mittelpunkt. Vor mehr als 20 Jahren begann er mit dem Laufen, wechselte später zum Triathlon. Nach vielen Operationen konzentriert er sich mittlerweile nur noch auf das Fahrrad. Aktuell ist er bei den Delme-Cyclern aktiv, verbringt im Jahr rund 350 Stunden auf den Straßen und nahm schon an den Cyclassics und dem Münsterland-Giro teil. Für das Ötztal trainierte er meistens ohne Unterstützung seines Teams auf Strecken im Landkreis bis hin nach Ostfriesland.

Doch so wirklich vorbereiten kann man sich auf die Qual in Österreich nicht: Am letzten Pass plagen den Ganderkeseer Krämpfe. „Erst habe ich versucht, mit einer neuen Trittfrequenz im Stehen weiterzufahren“, berichtet er. Zweimal muss er doch absteigen, als die Schmerzen zu stark werden. Nach zehn Stunden und 32 Minuten erreicht er das Ziel.

Ob er die Ötztaler Berge nach dieser Tortur noch ein weiteres Mal erklimmen möchte? „Kurz nach dem Rennen hätte ich sicher mit ,Nein’ geantwortet. Aber mit der Zeit kann ich mir das jetzt schon gut vorstellen“, sagt Helmers. Wenn er noch einmal starten sollte, dann nur mit einem anderen Untersatz: „Ich würde auf ein Rad mit Scheibenbremsen zurückgreifen.“ Damit ihm ein Schreckmoment wie in diesem Jahr erspart bleibt.

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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