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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Mit Anmut und Kraft geht’s hoch hinaus

31.01.2019

Ganderkesee Sie widersetzen sich scheinbar spielend leicht der Schwerkraft: die Trampolinturnerinnen des TSV Ganderkesee. Doch was leicht und grazil aussieht, ist mit harter Arbeit verbunden. Mindestens drei Mal in der Woche trainiert die Ganderkeseer Leistungsgruppe, die aktuell aus zwölf Turnerinnen besteht. „Wenn Wettkämpfe anstehen, trainieren wir noch sehr viel häufiger. Die Sportlerinnen sind alle mindestens Teil des Landeskaders“, erklärt Abteilungsleiterin Stephanie Ramke.

Sie erklärt, dass es beim Trampolinturnen besonders auf Körpergefühl und -beherrschung ankommt. „Die Sportlerinnen machen Doppelsaltos mit Schrauben in der Luft. Sie müssen wissen, wann sie was machen, wie sich das Trampolin verhält und wo sie sich in der Luft befinden“, erklärt Ramke. Zu den Grundlagen gehören beispielsweise die Hocke, Grätsche, Bücke und Sitzsprünge.

Wenig Angst, viel Gefühl

Seit 2007 ist die 34-Jährige für die Leistungsgruppe des TSV verantwortlich. Ein Großteil der Sportlerinnen hat bereits in sehr jungen Jahren mit dem Trampolinturnen angefangen. Ramke hat die meisten von ihnen von Anfang an begleitet und unterstützt. So ist es zum Beispiel auch bei der erst neun Jahre alten Rieke Bachmann. Sie ist die jüngste Sportlerin der Leistungsgruppe und hat erst vor rund drei Jahren beim TSV Ganderkesee angefangen. „In diesem Sport ist es von Vorteil, wenig Angst und viel Körpergefühl zu haben. Das ist bei Rieke der Fall“, erklärt Abteilungsleiterin und Trainerin Ramke. Für Rieke ist es das zweite Jahr im Landeskader. Erst vor kurzem hat die Neunjährige einen doppelten Salto rückwärts gelernt. Und der möchte trainiert werden. „Das ist mein absoluter Lieblingssprung. Am Anfang des Trainings frage ich Stephie direkt, ob ich ihn heute üben kann“, sagt Rieke.

Neun Meter hohe Sprünge

Nach dem Aufwärmen und Dehnen, beschäftigt sich die Leistungsgruppe oftmals mit Kraftübungen. „Die Sportlerinnen setzen sich einer großen körperlichen Belastung aus. Sie müssen enorm kraftvoll sein, es aber einfach aussehen lassen“, erklärt die Trainerin. Dann werden einzelne Sprünge und Sprungverbindungen immer und immer wieder wiederholt und geübt – unter Anweisung von Stephanie Ramke.

Dabei muss beim Trampolinturnen auf viele Dinge geachtet werden. Bei Wettkämpfen achten die Richter zum Beispiel auf die richtige Ausführung der Sprünge. Die Hocke muss eng sein, die Arme gestreckt – schon kleine Fehler können zum Punktabzug führen. „Es gibt mittlerweile sogar Maschinen, die messen, ob man in der Mitte des Trampolins springt und wie lange die Flugzeit andauert“, erklärt Ramke. Professionelle Trampolinturner springen in einer Höhe von fünf bis neun Metern. Das lässt sich auch bei der 18-jährigen Fotini Lizeka beobachten, die vor elf Jahren mit dem Sport anfing und beim TSV zu den „alten Hasen“ gehört. Kraftvoll stößt sie sich immer wieder vom Trampolin ab und springt dadurch immer höher und höher. Für Fotini ist der Sport mit einem „unglaublichen Körpergefühl“ verbunden. „Wenn man gut darin ist, dann fühlt es sich wirklich wie fliegen an“, schwärmt die 18-Jährige.

Meistertitel auf der Spur

Bei Wettkämpfen gibt es immer einen Pflichtdurchgang, bei dem zehn Sprünge – in Verbindungen zusammengesetzt – gezeigt werden müssen. Dann folgt die Kür, bei der die Sportlerinnen selber entscheiden dürfen, welche Sprünge enthalten sein sollen. Gesprungen wird im Einzel, Mannschaft, Synchron und Doppel-Mini. Noch ist wettkampffreie Zeit. Doch schon im März finden die Deutschen Meisterschaften im Doppel-Mini statt. Einige Turnerinnen des TSV Ganderkesee nehmen im Oktober auch an den Deutschen Meisterschaften im Einzel teil. In der Zwischenzeit gibt es allerdings noch viele andere Wettkämpfe und reichlich Zeit zur Vorbereitung.

Chelsy Haß Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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