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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Mit viel Gefühl über den Wolken

09.03.2018

Ganderkesee Als Fallschirmspringer sind Landungen mit dem Flugzeug noch neu für Jan Hagmann. Der 20-Jährige aus Bad Saulgau (Baden-Württemberg) absolviert gerade am Flugplatz Ganderkesee den ersten dreiwöchigen Teil seiner Pilotenausbildung – und das kostenlos. Denn Hagmann ist der Gewinner des ersten „Young Pilot Awards“, den das Team der Atlas Airfield GmbH im vergangenen Jahr ausgelobt hatte.

Bereits seit vergangener Woche ist Jan Hagmann am Flugplatz und über Ganderkesee unterwegs. Viel Theorie vor der ersten Flugstunde gab es nicht. „Man muss möglichst schnell ein Gefühl für das Flugzeug bekommen“, erklärt Jürgen Hartung (63), der als einer von drei Fluglehrern für die Ausbildung Jan Hagmanns zuständig und im Flieger natürlich immer mit dabei ist.

Aber Theorie gehört natürlich trotzdem dazu, 80 Stunden insgesamt, dann noch 35 Flugstunden und die Funklizenz noch oben drauf – und das alles in wenigen Wochen.

Zwei Teile

„Das ist schon ein strammes Programm“, sagt Hartung. Aber er ist zuversichtlich, dass sein neuer Schüler das packen wird. „Er hat schon jetzt ein wirklich gutes Gefühl fürs Fliegen“, lobt der Fluglehrer. Aber in drei Wochen ist die Ausbildung für die sogenannte „LAPL-A“ (Light Aircraft Pilot Licence) natürlich trotzdem nicht erledigt. Im Sommer wird Jan Hagmann deswegen für den zweiten Teil inklusive Prüfung noch einmal nach Ganderkesee kommen.

„Es war schon lange mein Wunsch, den Pilotenschein zu machen“, sagt der junge Mann, der in seiner Heimat bereits als Fallschirmspringer und Gleitschirmflieger unterwegs ist. Aber: „Die Kosten haben mich immer abgeschreckt.“ Doch dann kam die Aero-Messe in Friedrichshafen, die der Medizintechnik-Student besuchte.

Beim Rausgehen

Eigentlich war Jan Hagmann schon dabei, die Aero zu verlassen. Doch dann fiel sein Blick auf den Flyer zum „Young Pilot Award“. Erst etwas skeptisch – „man bekommt ja häufiger was in der Werbung versprochen, was nicht so genau stimmt“ –, sah er sich den Flyer doch genauer an. Und schickte kurz darauf ein Bewerbungsvideo nach Ganderkesee. Vorher von der Gemeinde oder gar vom Flugplatz gehört hatte er nicht. Aber dennoch war die Freude groß, als er unter den zahlreichen Zusendungen ausgewählt wurde.

Diese Freude hält weiterhin an, auch wenn der erste „Kulturschock“ nicht lange auf sich warten ließ. „Die Landschaft hier ist schon etwas ganz anderes“, sagt der Student, der gerade überlegt, von der Hochschule Furtwangen University in Tuttlingen nach Friedrichshafen zu wechseln. Dort wolle er Luft- und Raumfahrttechnik studieren.

In seinen ersten Tagen in Ganderkesee ging es für Jan Hagmann dann aber nicht nur hoch, sondern auch weit hinaus. „Wir sind an die Nordsee geflogen, das war wirklich beeindruckend“, erinnert sich der Nachwuchspilot.

Bekanntheit steigern

In Jan Hagmann hat der Flugplatz Ganderkesee also bereits einen neuen Fan gewonnen. Und genau das ist auch das Ziel, welches die Atlas Airfield GmbH mit Aktionen wie dem „Young Pilot Award“ oder dem Kinderflugtag, der auch dieses Jahr wieder stattfinden soll, verfolgt. „Wir haben schon neue Ideen“, verspricht Jochen Klein vom Flugplatz. Von diesen sollen sowohl Interessierte als auch Piloten profitieren.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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