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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Sie vertreten Syrien bei Jakkolo-WM in Wüsting

14.05.2019

Gemeinde Hatten /Wüsting Als Ayda Omars lange Flucht vor den Repressalien des syrischen Regimes gegenüber den Kurden 2016 in der Gemeinde Hatten endete, war fast alles für die damals 38-Jährige, ihren Mann und die sieben Kinder neu. Sprache, Behördengänge, deutsche Kultur.

Mittlerweile spricht sie nicht nur gut Deutsch, hat den Test „Leben in Deutschland“ mit 32 von 33 Punkten bestanden und arbeitet als Küchenhilfe in einem Kindergarten. Sie spielt auch Jakkolo, dieses ungewöhnliche Brettspiel, das sie erst 2018 kennenlernte. Und wie: Bei der Dorfmeisterschaft in Kirchhatten gewann sie gleich ein Jakkolo-Brett als Sonderpreis für die beste Anfängerin.

Ein Jakkolo-Brett steht auch in Hatterwüsting – bei gutem Wetter gerne auch im Garten. Hier hat die Familie Rashid, ebenfalls Syrer, eine neue Heimat gefunden. Einen besseren und symbolträchtigeren Ort hätte es für die jüngste Ankündigung der Organisatoren der Jakkolo-WM nicht geben können. Wenn vom Donnerstag, 30. Mai, bis bis Samstag, 1. Juni, in der Messehalle Urban in Wüsting die besten Teams ihre Meister ermitteln, werden Ayda Omar und mehrere ihrer Landsleute dabei sein. „Wir wollten auf jeden Fall bei der Jakkolo-Weltmeisterschaft etwas für die Integration im Landkreis Oldenburg tun und einige Flüchtlinge beim Turnier mitspielen lassen“ sagt Horst Köster, Vorsitzender des Deutschen Jakkolo Bundes.

Augenzeugin hilft

Hattens Ratsvorsitzende Katja Radvan hatte die Kontakte hergestellt und sich sehr darum gekümmert, dass das auch klappt. Als Schirmherrin der Hatter Dorfmeisterschaft im Jakkolo war sie Augenzeugin gewesen, wie die Familie Rashid im Januar dieses Jahres in Kirchhatten für Hatterwüsting antrat und zeigte, dass sie nicht schlechter als viel erfahrenere Spieler mit den Jakkolo-Scheiben umgehen kann. Damals entstand die Idee einer WM-Teilnahme. Rojan und Jan Rashid bilden mit Ammar Kengo, Mahmoud Shebabi und Ayda Omar das syrische Quintett.

Bei einem Treffen in Hatterwüsting erklärte Bianca Köster vom WM-Orga-Team den Neulingen jetzt schon mal, wie das Turnier abläuft, die Spielscheine ausgefüllt werden müssen und was sonst noch wichtig ist. „Es wird sicher viel Spaß machen, mit fast 300 Spielern aus zwölf Ländern zu spielen“, sagt Ayda Omar bescheiden.

Teilnahme schon Erfolg

Einfach wird es sicher nicht. Aber in der Einzelwertung ist bei den Herren und Damen pro Land ein Platz für die K.o.-Runde am 1. Juni reserviert, so dass mindestens zwei Spieler aus jedem Land auch am zweiten Tag noch im Wettbewerb sein werden. Am ersten Turniertag, dem 31. Mai, müssen 2 x 10 Spiele absolviert werden. Daraus wird dann die Rangliste für die K.o.-Runde ermittelt. 128 Herren und 64 Damen werden dabei sein. Die Team-Vorrunde wird am selben Tag gespielt, ebenfalls die Halbfinals und die Platzierungsspiele mit den besten Teams.
Wo am Ende das syrische Quintett stehen wird, ist eigentlich zweitrangig: Seine Teilnahme allein ist schon ein Erfolg – für den Sport und die Gesellschaft.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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