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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

„Gewinne öfter gegen meinen Vater“

27.01.2005

WILDESHAUSEN Jens Kahlenberg trainiert die jungen Schachspieler seit zwei Jahren. Er will ihnen vor allem die Freude am Spiel vermitteln.

von wolfgang grave WILDESHAUSEN - Einem jeden Schachspieler, der seine Partien in Ruhe und höchster Konzentration zu spielen pflegt, dürften während eines Besuchs der Nachwuchsgruppe des SK Wildeshausen die Haare zu Berge stehen. Mit hochrotem Kopf über Schachbrettern brütende Kinder, die in absoluter Stille den nächsten Zug planen, sucht man am Montagabend im Wildeshauser Hotel „Zur Rampe“ jedenfalls vergebens. Stattdessen wird während der anderthalb Stunden viel diskutiert, noch mehr gelacht und ab und zu auch mal gefrotzelt – wie das bei Kindern und Jugendlichen halt üblich ist.

Für Jens Kahlenberg, der die Gruppe zusammen mit Jürgen Meyer trainiert, ist dies genau der richtige Weg, das Schachspielen zu lehren. Er setzt auf Spaß: „Wenn sie sich 45 bis 60 Minuten konzentrieren, ist das schon sehr gut“, schmunzelt er angesichts der Tatsache, dass der sechsjährige Kevin Strubsky nach der dritten verlorenen Partie hintereinander verkündet, dass er keine Lust mehr habe und sich erst einmal im Spurt durch den Flur der Gaststätte auf und davon macht. Wenige Minuten später sitzt er allerdings wieder am Tisch und wird von Spartak Grigorian darüber aufgeklärt, was ein Schäfermatt ist.

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Spartak ist genauso alt wie Kevin und so etwas wie die Nachwuchs-Hoffnung des Vereins, erzählt sein Trainer. Irgendwann werde er fleißig Pokale sammeln, ist sich Kahlenberg sicher: „Spartak verfolgt schon jetzt Pläne beim Spiel. Das ist in seinem Alter relativ selten, aber die Grundvoraussetzung für einen guten Spieler.“ Spartak hat das Schachspielen im Alter von vier Jahren von seiner Oma gelernt, zwei Jahre vor dem laut Kahlenberg optimalen Einstiegsalter. Aber Schach wird in der Familie Grigorian großgeschrieben. Spartaks ältere Schwestern Satenik und Hajapi spielen ebenfalls in der seit rund zwei Jahren existierenden Nachwuchsgruppe.

Indes: Mit Spaß allein, das weiß auch Kahlenberg, bindet er den Nachwuchs nicht über längere Zeit an den Verein. Deshalb lockt er seine Spieler immer wieder mit kleinen Aufgaben. So macht zum Beispiel Marius Edzards gerade das so genannte Turmdiplom. Keine einfache Aufgabe für den Neunjährigen, ist der Geräuschpegel um ihn herum ja nicht gerade gering.

Am Nebentisch interessiert das dagegen nur wenig. Philipp Obst hat das Turmdiplom schon in der Tasche und glaubt, durch jedes Training besser zu werden. „Ich merke es, weil ich jetzt öfter gegen meinen Vater gewinne“, sagt er und klaut im selben Atemzug seinem Gegner Maurice Nolte einen Bauern. Gelingt ihm das bald auch gegen noch stärkere Gegner, wird er irgendwann mit Jens Kahlenberg Theorie büffeln müssen – wie in der Schule an einer Tafel. Bloß ohne Druck, ohne Noten und ein bisschen mehr Spaß.

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