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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Ippener zieht zurück – Ahlhorn bleibt drin

06.06.2018

Groß Ippener /Ahlhorn Spekulationen gab es seit Wochen reichlich, jetzt ist es amtlich: Der TSV Ippener wird seine Mannschaft aus der Fußball-Kreisliga abmelden. Das gab der Verein am Dienstag gegenüber den Medien bekannt. Beim Spielausschuss des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst lag die offizielle Abmeldung bis zum frühen Abend allerdings noch nicht vor, wie Thomas Luthardt der NWZ mitteilte.

„Nach mehreren Gesprächen im Vorstand sind wir letztendlich zu dem Schluss gekommen, unsere erste Herren aus der Kreisliga zurückzuziehen“, heißt es in der Pressemitteilung des TSV-Vorstands um den Vorsitzenden Jens Riese und Fußball-Obmann Dieter Märtens. Nutznießer des Ippeneraner Rückziehers ist der Ahlhorner SV, der als Tabellenvorletzter sportlich eigentlich abgestiegen war, nun aber doch in der Kreisliga bleiben kann.

Dagegen bleibt es beim Abstieg des Tabellenletzten SpVg. Berne. Die Mannschaft aus dem Süden der Wesermarsch hatte ihre beiden Spiele gegen Ippener verloren. Würden diese aus der Wertung genommen, hätten die Berner einen Nichtabstiegsplatz belegt. Doch daraus wird nichts. „Wir haben uns zwar erkundigt, ob wir rechtliche Schritte einlegen können“, sagt der Berner Fußballobmann Torsten Bruns. „Aber wir können und werden nichts machen“, stellt er klar. „Es wäre auch zu einfach, die Fehler woanders zu suchen“, sagt er. „Es hat halt nicht gereicht. Wir haben zu wenig Punkte geholt und sind verdient abgestiegen.“

Beim TSV Ippener reagierte man mit dieser wenig überraschenden Entscheidung auf die Unruhen vor allem in der zweiten Saisonhälfte, als die Mannschaft nach hervorragender Hinrunde sportlich komplett abstürzte und im Jahr 2018 nur eins von 14 Punktspielen gewann. Hinzu kamen einige unsportliche Vorfälle auf und neben dem Platz sowie der Eklat um Ex-Trainer Chawkat El-Hourani, der während der Futsal-Kreismeisterschaft einen Zuschauer geschlagen haben soll.

Immer wieder Disziplinlosigkeiten

„Nach den bereits in der Vorsaison immer wieder aufgetretenen Disziplinlosigkeiten einzelner Spieler und den in der abgelaufenen Rückrunde immer tiefgreifenderen Problemen innerhalb der Mannschaft war es jetzt sehr wichtig, diese Dinge schnell und intensiv aufzuarbeiten“, teilte der TSV-Vorstand mit und holte weiter aus: „Wir sind sehr enttäuscht über die Art und Weise, wie sich einzelne Spieler und der hauptverantwortliche Trainer gegenüber der Mannschaft und dem Verein verhalten haben.“

Laut Jens Riese möchte man in Groß Ippener zurück zu den Wurzeln. „Wir wollen wieder an alte Tage anknüpfen, in denen sich alle Spieler mit dem Verein identifizieren, sich fair auf dem Sportplatz verhalten und auch Spaß am Vereinsleben haben.“ Der Neuaufbau der ersten Mannschaft soll in der kommenden Spielzeit 2018/2019 in der 2. Kreisklasse eingeläutet werden. „Die 1. Kreisklasse wäre immer noch zu stark gewesen“, begründet Riese. Das neue Team werde aus Aktiven der bisherigen „Zweiten“ sowie neuen Spielern bestehen, die sich „voll und ganz mit dieser Neuausrichtung und dem Verein identifizieren“.

Nachfolger als Trainer steht bereit

Für Interimscoach Mohamed Chahrour, der nach der Trennung von El-Hourani eingesprungen war, hat der TSV bereits einen Nachfolger installiert: Thorsten Sander, der schon in der Vergangenheit den TSV Ippener trainiert hat und in der Folge als Spieler bei den Senioren aktiv blieb, steht künftig wieder an der Seitenlinie. „Das wird passen. Thorsten will unseren Weg mitgehen. Im Vordergrund steht dabei zunächst weniger der sportliche Erfolg, sondern vielmehr der Neuaufbau“, sagt der Vorsitzende. Die zukünftige Reservetruppe des TSV wird nach derzeitigem Stand in der 4. Kreisklasse auflaufen.

Sollte der TSV nun seine Entscheidung auch fristgerecht dem Fußballkreis mitteilen (Luthardt: „Bis Mittwoch ist dafür Zeit“), können sich die Ahlhorner Verantwortlichen auf ein weiteres Jahr in der Kreisliga freuen. „Bei uns überwiegt eigentlich immer noch der Ärger über den sportlichen Abstieg“, äußert sich ASV-Abteilungsleiter Sascha Lanfermann, stellt aber gleichzeitig klar: „Wir sind der Auffassung, dass unser Verein in die Kreisliga gehört und sind froh über die Chance, es wiedergutmachen zu können. Vor allem freut es mich aber für die Spieler.“

In Ahlhorn werden sich nun der Vorstand und Trainer Jörg Beckmann schnell zusammensetzen müssen, um über die Zukunft zu sprechen und zu klären, ob es mit Beckmann als Coach weitergeht. „Wir werden die Saison aufarbeiten und sicherlich an einigen Schrauben drehen“, sagte Lanfermann. Ein Großteil des Teams hatte bereits vor dem Saisonfinale signalisiert, unabhängig von der Liga in Ahlhorn zu bleiben.

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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