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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Schiri-Werkzeug geht in Flammen auf

19.06.2018

Groß Ippener Ein „Großer“ im Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst verlässt die Bühne: Arno Drews hat seine Karriere als Schiedsrichter beendet. Am vergangenen Freitag leitete der 79-jährige Harpstedter beim Kleinfeldturnier des TSV Ippener seine letzten Spiele.

„Es war eine schöne und spannende Zeit, aber jetzt ist in meinem Alter auch einfach mal Schluss“, erklärte Drews, der sich bei den hiesigen Fußballern besonders wegen seiner menschlichen Art, seiner Umsichtigkeit sowie seines Humors beliebt gemacht hat.

Um tatsächlich auch ganz sicher zu gehen, dass Pfeife und Karten nicht noch einmal rausgekramt werden, hatte Drews reichlich Feuerholz mit zum Sportplatz nach Groß Ippener gebracht – wo er dann seine Schiedsrichterutensilien samt Schuhen verbrannte. „Nicht, dass ich vielleicht noch mal in Versuchung komme“, schmunzelte Drews.

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte es Drews zusammen mit seiner Mutter und drei älteren Geschwistern aus dem Warthegau nach Harpstedt verschlagen, wo er beim HTB auch seine sportliche Heimat finden sollte. Als Spieler stieg er mit der ersten Herren sogar in die Amateurliga auf und knackte als erster Harpstedter Kicker die 1000-Spiele-Marke für den Turnerbund. Bereits 1958 absolvierte er seine Schiedsrichterausbildung in Barsinghausen. „Hintergrund war allerdings, dass ich Trainer werden wollte“, erinnert sich Drews.

Seit 1984 kam er regelmäßig als Schiedsrichter auf Kreisebene zum Einsatz. Auch wenn er beruflich als selbstständige Malermeister viel mit Farben zu tun hatte – auf dem Fußballplatz benötigte Drews seine Gelbe und vor allem die Rote Karte sehr selten.

Auch unter seinen Schiedsrichterkollegen genießt der Harpstedter großen Respekt. „Es war eine schöne Zeit mit ihm“, betont Burhan Akyol, während Kreisschiedsrichter-Obmann Harald Theile die „Zuverlässigkeit und Spontanität“ des Referees lobt.

Dem Fußball wird Arno Drews weiterhin verbunden bleiben – wenn auch nicht mehr in leitender Funktion auf dem Spielfeld. „Ich werde mich auch in Zukunft auf den Plätzen sehen lassen und mir Spiele anschauen“, kündigt er an. So ganz ohne Fußball geht es eben bei ihm nicht. . .

Michael Hiller Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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