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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Inklusionsarbeit landesweit gewürdigt

11.11.2017

Hannover /Sandkrug Riesenüberraschung in der Landeshauptstadt: Die TSG Hatten-Sandkrug ist am Freitagmittag als Sieger des Inklusionspreises 2017 des Landessportbundes Niedersachsen (LSB) ausgezeichnet worden.

Angereist war die TSG mit der Gewissheit, dass sie mindestens unter den Top 3 stehen würde. Insgesamt hatten sich immerhin 37 Vereine am Wettbewerb beteiligt. „Dass wir tatsächlich gewinnen würden, hätten wir aber nicht gedacht“, freute sich Ute Baumhöfer-Wieting, die sich hauptamtlich um das Inklusionsprojekt bei der TSG kümmert. Gemeinsam mit Stephanie Blohme, Fenja Eilers und dem Vereinsvorsitzenden Günter König-Kruse nahm sie an der Veranstaltung des LSB in Hannover teil. Nach einer Begrüßung durch den LSB-Vorsitzenden Reinhard Rawe sowie einem gemeinsamen Mittagessen, stellten die Nominierten ihre Projekte im Presseraum der HDI-Arena in zehnminütigen Präsentationen vor. „Dass wir am Ende der Sieger sind, ist echt überragend“, war Baumhöfer-Wieting auch nach einer gemeinsamen Führung durch das Fußballstadion von Hannover 96 noch ganz begeistert.

Seit zwei Jahren kümmert sie sich – erst mit Stephanie Blohme und nun mit Sönke Hinrichs – im Projekt „Miteinanders“ um inklusive Sportangebote im größten Sportverein des Landkreises Oldenburg.

Ein wichtiger Baustein für die Arbeit war der Neubau einer barrierefreien Sportstätte, die 2016 eingeweiht wurde. Reguläre, bestehende Sportangebote wie Zumba, Futsal, Psychomotorik oder Tischtennis werden seitdem stetig inklusiv ausgebaut, neue inklusive Sportgruppen kommen dazu.

Es finden zahlreiche vertraglich abgesicherte Kooperationen mit Förderschulen, Einrichtungen der Behindertenhilfe und Therapieeinrichtungen statt. Menschen mit Behinderung werden befragt und dürfen über das Sportangebot mitbestimmen. Darüber hinaus organisiert der Verein große inklusive Sportveranstaltungen wie etwa den „Sportivationstag“ des Behindertensportverbandes Niedersachsen. Zwei Arbeitsplätze im Verein sind aktuell von Menschen mit Behinderung besetzt. Dazu bildet die TSG ihre Übungsleiter permanent fort und engagiert sich aktuell auch beim Aufbau eines lokalen Netzes.

Das Preisgeld von 5000 Euro soll direkt in das Projekt einfließen. „Wir haben einige größere Zukunftsideen, bei denen das Geld sicher eine gute Verwendung finden wird“, ist sich Baumhöfer-Wieting sicher.

Hinter den Sandkrugern folgten auf den Plätzen zwei und drei die Handicap Kickers Hannover und der SCW Göttingen von 1913. Seit 2014 prämiert der Landessportbund Niedersachsen vorbildliche Praxisbeispiele von Sportvereinen, die für alle Vereinsmitglieder barrierefreie Sportstätten, Netzwerkarbeit und inklusive Trainingsarbeit bieten. Damit sollen weitere Vereine zum Nachmachen eingeladen und Impulse für mehr Inklusion im organisierten Sport gegeben werden.