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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

SENIOREN: Heiraten gilt im Single-Club als Tabu

09.01.2009

Alle sechs Wochen wird geklönt

Alle sechs Wochen trifft sich der Senioren-Single-Club in der Gaststätte „Zur Krone“.

Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. Für das Frühstück muss aber jeder Teilnehmer selbst aufkommen.

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Wer an den Treffen teilnehmen möchte, kann sich bei Erich Speckmann, 04484/354, melden.

Zum 80. Mal trafen sich die Frauen und Männer am Donnerstag in der Gaststätte „Zur Krone“ in Oberhausen. Jeden Sommer unternehmen sie eine Kaffeefahrt zu Zielen im Norden.

Von Frank Jacob

Oberhausen Erich Speckmann ist sichtlich gerührt. „Da bin ich jetzt aber platt“, sagt der Gründer des Senioren-Single-Clubs „Wöschenland“ bewegt. Gerade haben ihm Ingrid Linck und Friedel Vink einen Strauß Blumen überreicht. „Wir möchten uns bei dir für die gute Idee bedanken, diesen Club ins Leben zu rufen“, sagt Vink.

Zehn Jahre besteht der Club für alleinstehende Senioren inzwischen. Knapp 50 Frauen und Männer gehören dem Kreis mittlerweile an. Am Donnerstag kamen 35 von ihnen zum Frühstück in der Gaststätte „Zur Krone“ (Kunst/Mertins) in Oberhausen zusammen.

80. Treffen des Clubs

„Das ist heute unter 80. Treffen“, erzählt Speckmann, der genau Buch führt, wie viele Senioren an den alle sechs Wochen stattfindenden Frühstücks-Treffen teilnehmen. „Das ist schon eine Leistung“, meint Speckmann, der bis vor einigen Jahren auch der Huder Seniorenvertretung angehörte. Die meisten Anwesenden nicken zustimmend.

Dabei sei der Single-Club eigentlich aus einer „Schnapsidee“ heraus geboren worden, erinnert sich Speckmann. Nachdem er an einem Mittwochmorgen in Wüsting einkaufen war und einige Leute gesehen hatte, die zum Frühschoppen gingen, traf er in der Gaststätte „Zur Krone“ Marianne Kunst. „Ich habe heute Geburtstag und muss einfach mal raus, damit mir die Decke nicht auf den Kopf fällt“, habe sie zu Speckmann gesagt. Daraufhin habe er Wolfgang Mertins gefragt, ob man nicht in seiner Gaststätte ein Frühstücks-Treffen organisieren könnte. Mit dabei war auch Elfriede Schütte, die an diesem Morgen am Thresen stand.

Die Idee war geboren, zum ersten Treffen fanden sich bereits 23 Personen ein. „Unser Rekord waren 45 Leute“, berichtet Speckmann. Alle sechs Wochen kommen die Single-Senioren seitdem zusammen. Dann wird geklönt, werden Döntjes erzählt – meist in plattdeutscher Mundart –, und es wird viel gelacht.

Zusammen in den Urlaub

Einige Teilnehmer seien sich bei diesen Treffen auch etwas näher gekommen, weiß Speckmann. „Die fahren zum Beispiel zusammen in den Urlaub,“ erzählt er und fügt schmunzelnd hinzu: „Aber heiraten dürfen die nicht. Sonst passt das ja nicht mehr mit unserem Club.“

Einmal im Jahr unternimmt der Club auch eine Kaffeefahrt. Mit dem Bus geht es dann zu verschiedenen Zielen im Norden. Burhave, Hoya, Kalkriese, Bad Zwischenahn und die Dammer Berge habe der Kreis zum Beispiel schon angesteuert. Organisiert werden die Fahrten von Ingrid Linck. „Ich bin Erichs Sekretärin“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

„Wir suchen immer Strecken abseits der Bundesstraßen aus, damit wir auch die Landschaft bewundern können“, erzählt Speckmann. Zur Kaffeezeit und zum Abendessen werden Gasthäuser aufgesucht, die sich direkt mit dem Bus ansteuern lassen. „Man muss nicht laufen. Wir wollen auch die mithaben, die nicht so gut zu Fuß sind“, begründet Speckmann.

Rundfahrt durch den Kreis

Für diesen Sommer sei eine Rundfahrt durch den Landkreis geplant, verrät der Club-Gründer schon einmal. Paul-Heinz Pung, Vorsitzender der Seniorenvertretung Hude, soll die Reiseleitung übernehmen.

Gleich bei der ersten, verregneten Kaffeefahrt zeigte sich auch, wie wichtig die Gründung des Single–Clubs war. „Der Regen stört mich nicht. Hier trinke ich meinen Kaffee in Gesellschaft. Zu Hause hätte ich ihn alleine trinken müssen“, habe eine Teilnehmerin gesagt, erzählt Speckmann.

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