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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Hanjo Hellbusch meistert Herausforderung

28.06.2017

Grainau „Ich habe mich ins Berglaufen verliebt“, lacht Hanjo Hellbusch. „Wir fahren auch im Urlaub in die Berge hin“, erzählt der Großenkneter. So kam der passionierte Marathonläufer auf die Idee, dort bei Wettkämpfen zu starten. Das war vor drei Jahren. Damals trat der heute 42-Jährige bei seinem ersten Ultratrail an: dem Karwendelmarsch in Österreich.

„Wenn ich 100 Kilometer laufe, mag ich das nicht auf der Straße machen, sondern im Gelände“, meint er. Und so kam er über Lauffreunde zum Zugspitz Ultratrail. „Ich habe mich für die Königsdisziplin entschieden“, sagt er zu der 101,6 Kilometer langen Strecke, die einmal um das gesamte Wettersteingebirge verläuft – rund 5400 Höhenmeter inklusive.

Erschwerte Vorbereitung

Zur Vorbereitung ging es für eine Woche ins Kleinwalsertal (Österreich). „Zu Hause gibt es nur kleine Anhöhen“, erklärt Hellbusch die schwierige Vorbereitung. Manchmal fährt er für einen Tag in den Harz und läuft dort. Das muss reichen.

Grainau. Ein kleiner Ort direkt an der Zugspitze, nur sechs Kilometer südwestlich von Garmisch-Partenkirchen. Es ist 5 Uhr, der Wecker klingelt. Nach einem Briefing am Vorabend geht es um 7.15 Uhr auf die Strecke. Laufrucksack, eine Kopfleuchte mit Ersatzbatterien, Regensachen, wärmende Bekleidung und ein Getränkespeicher müssen unter anderem dabei sein.

Konzentration beim Lauf

Nach zehn Kilometern erreicht Hellbusch den ersten von zehn Verpflegungspunkten. „Dort traf ich auch Lisa Mehl, die spätere Siegerin der Frauenwertung“, sagt er. Er spricht mit ihr und drosselt dann das Tempo. „Es ist alles reine Kopfsache – ich beschäftige mich viel mit der Landschaft und dem Kurs“, erzählt der Läufer. Da die Strecke nicht abgesperrt ist, sind tagsüber auch Wanderer unterwegs. „Viele sind auch als Pärchen zusammen gelaufen und haben viel gequatscht.“ Doch er läuft lieber alleine. „Ich wollte mich konzentrieren.“ Geradeaus und runter gibt er Gas, hoch geht es langsamer.

So verläuft die Strecke über Hammersbach auf den Eibsee zu, über die Grenze nach Österreich, vorbei an der Hochfelderalm zum Feldernjöchl (2045 Meter) und – nach der vierten Verpflegungsstation auf 1417 Metern – wieder rauf zum Scharnitzjoch (2048 Meter). „Ich hatte nie das Gefühl, aufzugeben.“ Nur Magenprobleme machen dem Läufer zwischenzeitig zu schaffen.

Überraschendes Ergebnis

In Mittenwald gibt es dann ein reichliches Büfett. „Bei Ultraläufen esse ich am liebsten Wassermelone“, meint Hellbusch. Aber auch Cola oder Brühe seien gut. Weiter führt die Strecke zum Schloss Elmau und über die Partnachklamm. Oben an der Partnach-Alm setzt der für den TSV Großenkneten startende Läufer schließlich seine Kopfleuchte auf – es wird dunkel. Nach einem weiteren Ab- und Anstieg folgt ein Rundkurs bis zur Bergstation Alpspitzbahn (2029 Meter). Über sehr hohe Stufen geht es anschließend wieder runter. Nebel kommt auf, Leute von der Bergwacht machen kleine Lagerfeuer zur Orientierung.

Den letzten Abschnitt meistert Hellbusch im Dunkeln. Auf fünf Kilometern geht es 800 Höhenmeter bergab, es ist steil. Nach 18:15 Stunden überquert er schließlich die Ziellinie – als 94. von über 500 Startern. „Ich war überrascht von dem Ergebnis und bin mehr als zufrieden“, sagt der Großenkneter und hat bereits ein neues Ziel vor Augen: „Der nächste große Schritt sind die 100 Meilen.“ Die will Hellbusch beim „Western States 100“ knacken. In den kommenden zwei, drei Jahren. „Das ist mein Traum.“

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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