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Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 22 Minuten.

Brand In Ganderkesee
Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Respekt kommt hier vor Schnelligkeit

09.07.2019

Hengsterholz Wer beim Thema asiatische Kampfkünste an Jean-Claude van Damme denkt, befindet sich in guter Gesellschaft: „Seine Filme haben wir früher oft geguckt“, erzählt Björn von Mickwitz. Gemeinsam mit seiner Frau Inge unterrichtet er beim TSV Hengsterholz-Havekost eine Gruppe in „Yamabushi Ryu Kenjutsu“ – eine Schwertkampfkunst, die auf Samurai zurückgeht. „Das ist aber eine deutsche Kampfschule“, erklärt von Mickwitz. Am Samstag gab es auf einer Veranstaltung im Sportlerheim des TSV Einblicke in die Techniken des Kenjutsu.

Nicht nur Schwerter

Rund 25 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt, mit Gästen und Zuschauern waren 50 Menschen vor Ort. „Das ist richtig gut angenommen worden“, freute sich von Mickwitz. Gemeinsam mit seiner Frau leitete er zu Beginn am Samstag das Einsteigerseminar. Dabei konnten direkt zwei Neugierige angeworben werden, die sich der zwölfköpfigen Gruppe anschließen wollen. Viel mehr Teilnehmer könnten ohnehin nicht aufgenommen werden, sagte von Mickwitz: „Wir trainieren mit scharfen Waffen, da geht es irgendwann um die Sicherheit.“

Von den fünf Säulen des „Yamabushi Ryu Kenjutsu“ – Schwertkampf, Langwaffen, Bauernwaffen, Messerkampf sowie waffenlose Kunst – fokussiert sich von Mickwitz auf den Schwertkampf: „Damit haben wir angefangen, das ist unser Schwerpunkt.“ Der Kampf mit Langwaffen werde derzeit ausgebaut. Verzichtet werden soll auf waffenlosen Kampf, aus gesundheitlichen Gründen. „Da wird man oft auf die Matte geworfen, wir fühlen uns etwas zu alt dafür“, sagte der 53-Jährige.

Zum Schwertkampf kamen seine Frau und er zufällig. „Als unsere Kinder älter waren, haben wir ein neues Hobby gesucht“, blickt er zurück. Als die Taekwondo-Gruppe seiner Tochter sich umformte und auf Schwertkampf fokussierte, stieg das Ehepaar mit ein. „Wir sind jetzt seit fünfeinhalb Jahren dabei.“

Es geht um Präzision

Beim Training geht es um zwei Aspekte: Schrittfolgen, Kata genannt, und der sogenannte Kampfkreis, bei dem ein Teilnehmer von anderen umzingelt wird. „Da passiert aber alles ganz langsam“, erklärte von Mickwitz. Die Kampfkunst sei kein Wettkampf, es gehe nicht um ein möglichst hohes Tempo. „Wir legen viel Wert auf Präzision“, sagte er. Abfolgen würden deshalb oft in Zeitlupe durchgeführt.

Zum körperlichen Einsatz gibt es auch geistige Übungen: „Etwas Japanisch sowie japanische Geschichte lernen gehört auch dazu.“ Teilnehmer müssen sich irgendwann persönlich auf Japanisch vorstellen können.

Nach dem Einsteigerkurs folgte am Samstag ein Seminar für Fortgeschrittene sowie eine Vorführung des bisher Gelernten vor Gästen und Zuschauern. Im Anschluss zeigte eine Showtruppe aus Hohenkirchen, was Profis im Kenjutsu möglich ist. „Die Gruppe von Sensei Erich Perl führte uns da etwas Tolles vor“, sagte von Mickwitz. Im Anschluss klang das Seminar beim Grillen und Klönen in gemütlicher Runde aus.

 Wer sich für japanischen Schwertkampf interessiert, darf gerne mittwochs um 20 Uhr zum Training ins Sportlerheim des TSV, Sportweg 2 in Hengsterholz, kommen.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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