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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Team holt sich Ansporn beim Super Bowl

06.02.2018

Hude Beim Saisonhöhepunkt der US-amerikanischen National Football League waren die Silverbacks Hude (fast) hautnah dabei. Zwar konnten sie den 52. Super Bowl nicht mit den 73 000 Zuschauer im Stadion von Minneapolis verfolgen, für das richtige Feeling sorgten die deutschen American Footballer aber selbst. Das Team zelebrierte die Übertragung eines der größten Sportevents der Welt im Kulturhof Hude. Mit Pulled Pork Burgern, Hotdogs und Chicken Wings wurde es auf dem Tisch richtig amerikanisch. „Es war mit Abstand der spannendste Super Bowl der letzten Jahre. Wir haben ein sehr hartes, aber faires Spiel beider Teams gesehen“, freute sich Andre Evermann.

Zusammen mit einigen anderen Freunden des eiförmigen Balls hatte er sich 2016 zusammengetan, um ein eigenes American-Football-Team zu gründen: die Silverbacks Hude. Einmal in der Woche wird aktuell trainiert, je nach Wetterlage draußen oder in der Halle. Hundertprozentig erfüllt wurden die Erwartungen aber nicht. „Wir treten etwas auf der Stelle. Leider haben wir nur zwischen zwölf und 18 Spieler“, erklärt Evermann. Um am geregelten Ligabetrieb teilzunehmen, bräuchte man 30 bis 40 Akteure. „Darüber werden wir erst 2019 reden können, wenn genug Spieler und Coaches den Weg zu uns finden“, sagt der Footballer, der sich durch den Super Bowl „einen kleinen Aufschwung“ erhofft.

Training auf Rasen und Hallenboden

Die Silverbacks trainieren an jedem Sonntag von 12 bis 14 Uhr in Hude. Als Trainingsorte stehen die Sporthalle Glatzer Straße, die Jahnhalle und der Sportplatz des TuS Vielstedt am Huder Bach (beide Vielstedter Kirchweg) zur Verfügung. Informationen, wo trainiert wird, gibt es per E-Mail an silverbacks.hude@gmx.de oder auf der Facebook-Seite der Silverbacks Hude.

Mitmachen kann jeder ab 18 Jahren. Aktuell sind die Spieler zwischen 20 und 34 Jahre alt. Da sich die Mannschaft noch immer in der Aufbauphase befindet, werden intensiv neue Akteure gesucht. Derzeit muss die Football-Ausrüstung noch selbst gekauft und mitgebracht werden.

Silverbacks wollen profitieren

Evermann selbst spielt bereits seit elf Jahren. „Ich denke, dass der Football auch in Deutschland immer mehr hervorkommt. Überall schießen Vereine aus dem Boden – und auch im Fernsehen werden die Spiele immer präsenter. Es ist nicht nur ein Hype, sondern eine langfristige Entwicklung“, freut sich der 25-Jährige. Ein Rummel, von dem auch die Silverbacks profitieren wollen.

Zurück zum Super Bowl: Gespannt verfolgten die Teammitglieder in der Nacht zu Montag das Geschehen auf dem Rasen in Minneapolis – weltweit sitzen rund eine Milliarde Menschen vor den Empfangsgeräten. Im Kulturhof Hude projizierte ein Beamer das Mega-Event an eine Leinwand. „Von den 16 Anwesenden waren zwei Fans der New England Patriots, der Rest hat zu den Philadelphia Eagles gehalten“, sagt Evermann. Dass sich am Ende tatsächlich der Außenseiter aus Philadelphia gegen den Titelverteidiger mit Star-Quarterback Tom Brady & Co. durchsetzen und jubeln würde, war nicht zu erwarten.

„Es war schon eine Überraschung, dass der Underdog gewonnen hat – aber das auch zurecht“, meint Evermann zum 41:33-Erfolg der Eagles, die sich damit die NFL-Krone aufsetzten. Entscheidend war ausgerechnet ein Fehler von Football-Galionsfigur Tom Brady. Er verlor in der entscheidenden Phase durch einen Fumble den Ball, als er von Philadelphias Verteidiger Brandon Graham attackiert wurde. Trotzdem bewies der 40-Jährige mit einer Glanzleistung, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört.

Niveau für Liga vorhanden

Auch die Silverbacks Hude wollen sich von den Rückschlägen bei der Mitgliederentwicklung nicht einschüchtern lassen. „Wir haben mit unseren derzeitigen Spielern absolut das Niveau, um auch in der Liga mitzuhalten“, sagt Evermann. Er selbst und einige weitere Spieler seien zudem bei den Oldenburg Outlaws aktiv, die in der vergangenen Saison durch eine Ligareform in die Verbandsliga aufgestiegen sind.

Der Name „Silverback“ bedeutet übersetzt aus dem Englischen übrigens „Silberrücken“. So wird ein erwachsener männlicher Gorilla ab dem zwölften Lebensjahr wegen seines charakteristischen silbrig-grauen Fells bezeichnet. Vielleicht braucht der Verein einfach noch ein wenig Zeit, um sich weiterzuentwickeln.

Arne Jürgens
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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