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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Eine Familie mit mächtig Kampfgeist

27.02.2019

Hude Eine ganz normale Huder Familie mit drei Kindern, ein Einfamilienhaus, eine Katze... – und ein Kampfsport-Gartenhaus? Ja. Denn Stefan, Heike, Fenja, Jannis und Bengt Lau haben ein gemeinsames Hobby – Taekwon-Do. Und da das Wohnzimmer für ihren Sport zu klein geworden ist, hat sich die Familie im vergangenen Sommer prompt einen Trainingsraum („Dojang“) in den Garten gebaut.

Familie Lau lernt und betreibt den koreanischen Kampfsport beim Budokan Hude, unter der Leitung von Trainer Alexander Schumann. Alles fing mit dem Jüngsten, dem elfjährigen Bengt, an. „Ich war beim Tag der offenen Tür und fand das alles total interessant“, erklärt er. Das war vor circa vier Jahren. Mittlerweile hat Bengt den 7. Kup (gelb-grüner Gürtel). Der Elfjährige war offensichtlich nicht der Einzige, der begeistert war.

Taekwon-Do-Fieber

„Beim Training saß ich immer auf der Bank und habe gespannt zugeguckt“, sagt die 40-jährige Heike Lau. Schon vor mehr als 20 Jahren haben ihr Mann Stefan (42) und sie gemeinsam Karate gelernt. „Wir sind dann irgendwann einfach selber zum Training gegangen – in unseren alten Karateanzügen. Uns war da gar nicht bewusst, dass Taekwon-Do so anders sein würde“, schmunzelt die dreifache Mutter. So fingen die beiden noch einmal komplett von vorne an und wurden beim Budokan direkt herzlich aufgenommen, wie sie erklärt.

Mittlerweile haben Heike und Stefan Lau beide den 6. Kup (grüner Gürtel). Beim Budokan trainieren sie in der rund 20-köpfigen „Oldie“-Gruppe. „Es geht dabei nicht nur um die Selbstverteidigung, sondern auch um Wertevermittlung und Selbstdisziplin – und genau das ist es, was den Kampfsport so besonders macht“, sagt Heike Lau, die seit vergangenem Jahr sogar Übungsleiterin beim Budokan Hude ist.

Eigener „Dojang“

Nach und nach sind auch Fenja und Jannis dem Taekwon-Do-Fieber erlegen. Beide haben den 8. Kup (gelber Gürtel). „Ich habe mich lange gesträubt, weil ich sonst immer geritten bin“, erklärt die 15-jährige Fenja. „Die Lehrgänge und Camps machen richtig viel Spaß. Das gemeinsame Training ist toll, und es fühlt sich im Verein fast so an wie eine zweite Familie“, sagt sie. Der 13-jährige Jannis spielte lange Jahre Fußball, bevor er dem Budokan beitrat. „Ich mag das Selbstvertrauen, das man dadurch gewinnt. Körperlich und geistig wird man gefördert und vorangebracht“, erklärt er.

„Ich kann es noch nicht“ – das sei die treibende Kraft hinter dem Taekwon-Do, wie Stefan Lau sagt. So könne man immer weiter an seinen Fertigkeiten arbeiten, um besser zu werden. Und damit Familie Lau neben dem zwei Mal in der Woche stattfindenden Training auch privat noch mehr üben konnte, musste zusätzlicher Platz her. Schnell war die Entscheidung gefallen, sich einen eigenen „Dojang“ in Form eines Gartenhauses zu bauen. Nun steht er dort, wo früher einmal eine Rutsche und ein Trampolin waren. „Das war unsere Sommerbeschäftigung im letzten Jahr“, erklärt Heike Lau. In viel Eigenarbeit und mit Hilfe von Fenja, Jannis und Bengt wurde gebuddelt, ein Fundament gegossen und gepflastert, bis das Häuschen stand.

Übung macht Meister

Für Familie Lau war das ein logischer Schritt. Denn neben der Theorie muss auch die Praxis gelernt werden. Beim Taekwon-Do werde erwartet, dass man Eigeninitiative zeige und Zeit in den Sport investiere, wie der 42-jährige Stefan Lau erklärt. Bis zur nächst höheren Prüfung kann so schon einmal ein ganzes Vorbereitungsjahr notwendig sein. Familie Lau übt in ihrem „Dojang“ neben Kraft und Dehnbarkeit auch Partnerkämpfe oder die „Hyong“ – einen imaginären Kampf. An Kampfpartnern mangelt es Familie Lau zumindest nicht.

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