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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

FC Hude geht im Training neue Wege

25.05.2019

Hude Wenn an diesem Samstag das Finale im DFB-Pokal über die Bühne geht, wird sich möglicherweise auch die sportliche Leitung des FC Hude verstärkt für den Showdown im Berliner Olympiastadion interessieren. Denn in einem Detail dient ausgerechnet Endspielteilnehmer RB Leipzig als absolutes Vorbild für den Fußball-Bezirksligisten: der Einsatz neuer Technik im Trainingsalltag.

Videoanalysen oder Laufleistungen einzelner Spieler – das in den Niederungen des Amateurbereichs noch weitgehend unerforschte Gebiet von Software und Apps hat der FC Hude schon vor rund einem Jahr für sich entdeckt. „Wir gehen fest davon aus, dass wir in der Tabelle auch so gut dastehen, weil wir das Training auf dieser modernen Schiene fahren. Es ist ein kleiner Baustein unseres Erfolges“, ist sich Hudes Co-Trainer Ralf Buß sicher.

Datenexperte Ralf Buß

Der bis 2016 noch für den TSV Ganderkesee tätige Buß ist im dreiköpfigen Huder Trainerteam der Daten-Experte und außerdem für die Fitness der Bezirksliga-Mannschaft verantwortlich. In Hude übernahm er vor drei Jahren zunächst als Trainer die A-Jugend, ehe er im Sommer 2018 Co-Trainer von Lars Möhlenbrock wurde. Komplettiert wird das Huder „Dreigestirn“ von Sascha Stolze, der unter anderem die Physiotherapie abdeckt.

Bei den Huder Fußballern steckt man sich ambitionierte Ziele – dafür scheuen sie jedoch keinen noch so großen Aufwand und stecken viele ehrenamtliche Stunden in das Projekt. „Es wird immer so sein, dass wir ein sogenannter abgebender Verein sein werden. Das heißt, wir werden junge Talente ausbilden, um diese auf ein höheres Niveau zu bringen“, sagt Ralf Buß. „Genau dafür ist unsere Art des Trainings ein entscheidendes Kriterium. Die Vereinsführung und die Spieler stehen komplett hinter dem Konzept.“ Ein Rad greift beim FCH ins andere: „Der Club stellt die Infrastruktur, und wir Trainer können uns um das Sportliche kümmern. Allein dass wir jetzt einen Kunstrasenplatz haben, ist ein ganz wichtiger Eckpfeiler – auch für die Zukunft, denn wir wollen uns mittelfristig in der Landesliga wiederfinden und eine eigene A-Jugend als Unterbau aufbauen.“

Die technischen Schwerpunkte setzt zum einen eine Videoanalyse. Mit einer neuen leistungsstärkeren Kamera auf einem acht Meter hohen Stativ kann bei den Heimspielen ein halbes Spielfeld aufgenommen werden. Hinzu kommt ein GPS-gestütztes Trackingsystem, mit dem alle wichtigen Daten für einen einzelnen Akteur gesammelt werden. „Wir haben derzeit die Möglichkeit, in jeder Begegnung zwei Spieler mit einem Chip auszustatten. Die Jungs sind richtig heiß darauf und wollen immer gerne getrackt werden“, erklärt Buß.

Gemessen werden unter anderem die Laufwege und die zurückgelegte Strecke sowie die Anzahl der Sprints“, so Buß. „Aus Schwächen wollen wir Stärken machen, dafür brauchen wir Erkenntnisse.“ Anhand der Daten kann beispielsweise analysiert werden, ob ein Spieler auf einer falschen Position eingesetzt wird und das Training so dosiert werden, dass weniger Verletzungen vorkommen. Um das Individualtraining zusätzlich zu forcieren, gibt es etwa eine Vereinbarung mit einem lokalen Fitness-Center. „So hat jeder Spieler die Möglichkeit, neben dem dreimal pro Woche stattfindenden Mannschaftstraining noch zusätzlich etwas für seine Athletik oder Ausdauer zu tun. Der Anspruch ist durchaus hoch“, unterstreicht Buß.

Ständiges Weiterbilden

Um der schier unerschöpflichen Datensammlung Herr zu werden, erfordert es ein ständiges Weiterbilden, um die für den eigenen Verein perfekte technische Ausrüstung verwenden zu können. „Das ist irgendwann auch eine Kostenfrage, denn ein Koffer mit einem kompletten Set für alle Spieler liegt im vierstelligen Bereich. Vielleicht findet sich dafür auch ein Sponsor“, sagt Buß und fügt hinzu: „Es reicht aber nicht, die Tracking-Ausrüstung zu kaufen – man muss auch mit den Daten umgehen können.“ Zur neuen Saison wollen die Huder neben dem Tracking die Videoanalyse weiter ausbauen.

„RB Leipzig ist absoluter Vorreiter auf dem technischen Gebiet, da können wir uns einiges abgucken“, erklärt Buß. Der FCH profitiert aber auch vom Austausch mit Justin Plautz: Der aus Hude kommende und in Diensten des SV Werder Bremen stehende Regionalliga-Kicker versorgt den Huder Coach gelegentlich mit dem einen oder anderen Tipp vom Trainingsalltag bei den Grün-Weißen.

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