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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Beim Kickboxen Alltag hinter sich lassen

12.09.2019

Hude Ballett, Joggen, Inliner fahren – das sind Sportarten, die ich bisher mal mehr, mal weniger ausgeübt habe. An Kampfsportarten habe ich mich bisher nicht herangewagt. Daher bin ich vor meinem Training beim Budokan Hude etwas aufgeregt. Bevor es losgeht, weist mich Debbie Paterok, die Trainerin, noch darauf hin, dass ich meine Ohrringe besser rausnehmen sollte – das verringert die Verletzungsgefahr.

Alltag hinter sich lassen

Dann beginnt das Training. Zur Begrüßung stellen sich alle nach der Höhe der Graduierung auf. Ich stehe in der Schlange weit hinten. Danach geht es ein paar Minuten in den Schneidersitz. „Das ist die Konzentrationsphase“, erklärt Paterok. So bereiten sich alle auf das folgende Training vor und lassen den Alltag zunächst hinter sich.

Danach folgt das Aufwärmen. Ich bin eher unsportlich und kann nicht bei allem mithalten. Das ist nicht schlimm, versichert mir die Trainerin. Kurz bin ich jedoch verunsichert – wenn das Aufwärmen schon so anstrengend ist, halte ich dann das Training durch?

Kickboxen beim Budokan Hude

Das Training ist immer dienstags von 20 bis 21.30 Uhr im Gymnastikraum der Mehrzweckhalle am Huder Bach. Mitmachen können Jugendliche ab 14 und Erwachsene, Anfänger und Wiedereinsteiger. Die einzige Voraussetzung ist Spaß an Bewegung.

Weitere Informationen bei Budokan Hude, info@budokan-hudeev.de, Telefon  04408/92 38 36 oder

    www.budokan-hudeev.de

Doch die Sorgen waren unbegründet: Bei den Übungen zu Faustschlägen und Fußtritten kommt es zunächst auf Koordination und Konzentration an.

Für den Anfang übe ich gerade Schläge. Steht das linke Bein vorne, ist auch die linke Hand vorne. Beim Schlagen achte ich darauf, den Arm gerade nach vorne auszustrecken. Dabei muss ich ausatmen. Kurz vor dem Ziel wird die Faust noch gedreht. Die andere Faust bleibt vor meinem Gesicht, um nicht die Deckung zu verlieren. Das Kinn halte ich unten, die Gegnerin verliere ich nicht aus dem Blick. Mit dem linken Fuß mache ich außerdem noch einen Schritt nach vorne, während das hintere Bein gebeugt ist. Und, erinnert mich Paterok, nicht das ausatmen vergessen.

Bei den ersten Schlägen muss ich mich sehr bemühen, nichts zu vergessen. Doch schon nach kurzer Zeit klappt es immer besser – und mit ein bisschen Training bestimmt ganz gut. Auch eine Schlagkombination aus links und rechts funktioniert.

Dann erklärt Paterok, wie der Frontkick, also der Tritt nach vorne, aussieht. Das hintere Bein wird hochgezogen, angewinkelt und dann nach vorne ausgestreckt. Treffen sollte man möglichst mit dem ganzen Fuß. Dann wird das Bein zurückgezogen, dabei angewinkelt und auf den Boden abgestellt. Bei mir hapert es vor allem am zurückziehen – ich stolpere ein wenig und stelle den Fuß einfach schnell irgendwie wieder ab. An der Technik muss ich also noch etwas feilen. Aber die Technik wird zunächst natürlich ausgiebig geübt, betont die Trainerin.

Dann folgt die Partnerarbeit. Dabei schlägt und tritt einer, normalerweise mit Boxhandschuhen und Fußschutz, auf eine oder zwei Handpratzen, die der andere festhält. Ich habe ein wenig die Befürchtung, nicht so gut zu treffen und aus Versehen das Gesicht meiner Trainingspartnerin Christina Möller zu erwischen – aber alles geht gut, meine Treffsicherheit ist besser als gedacht.

Verbeugen gehört dazu

Traditionell wird der Partner oder die Partnerin an- und abgegrüßt, jeweils mit einer kurzen Verbeugung. Es dauert ein bisschen, bis ich daran denke. Die Verbeugung ist ein Zeichen der Höflichkeit und des Respekts gegenüber dem Partner. So gibt man zu verstehen: „Ich sehe dich, ich nehme dich wahr“, erklärt Heike Lau. Auch vor der Trainingsstätte, in diesem Fall der Halle, verbeugt man sich zu Beginn und zum Schluss.

Lau weist darauf hin, dass auch Anfängerinnen und Anfänger, so wie ich, jederzeit beim Training einsteigen können. „Jeder kriegt sein eigenes Tempo“, versichert sie, „es wird für alle passend gemacht.“ Das stimmt, habe ich festgestellt. Den ersten Dreh habe ich tatsächlich schon sehr schnell rausgehabt. Und den Alltag habe ich während des Trainings tatsächlich komplett hinter mir gelassen – beim Boxen und Treten musste ich mich so konzentrieren, dass für andere Gedanken gar kein Platz mehr war.


Ein Video sehen Sie unter   www.nwzonline.de/videos 
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Manuela Wolbers Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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