• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Urlaubsstimmung im Naturfreibad Hude

10.07.2018

Hude Sommerferien und bislang fast ausschließlich warmes, sonniges Wetter. Da müsste das Naturbad in Hude doch täglich proppenvoll sein, oder? „Die Saison lief tatsächlich schon gut an. Am Wochenende dürften es aber gern noch ein paar mehr Besucher sein“, erzählt Schwimmmeisterin Bianca Stortelers, während sie auf der Brücke über dem großen Becken Ausschau hält.

Etwa 100 bis 150 Menschen kämen derzeit über den Tag verteilt. Sie genießen das rund 22 bis 23 Grad warme Wasser und den Rest des Freibades. „Das Naturbad wird nicht künstlich beheizt, daher schwankt die Wassertemperatur, aber bei dem vielen Sonnenschein ist es jetzt sehr angenehm erwärmt“, weiß Schwimmmeister Stefan Müller. „Da drehe ich auch nach Feierabend gern noch eine Runde“, sagt er schmunzelnd.

Seit 32 Jahren dabei

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Schwimmen können Wasserratten immer vom 1. Juni bis zum 31. August.

Die Öffnungszeiten sind jeweils montags bis freitags von 11 bis 20.30 Uhr, am Wochenende von 10 bis 19 Uhr. Kassenschluss ist immer eine halbe Stunde vor der Schließung.

Für Erwachsene kostet eine Tageskarte 2,50 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre zahlen 1,50 Euro, Kinder bis sechs Jahre kommen kostenlos ins Bad.

Stefan Müller ist von Beginn an dabei. „Ich habe schon meine Ausbildung hier gemacht und bin jetzt im 32. Jahr“, berichtet der heute 50-Jährige. „Es ist mein Traumjob.“ Beide Schwimmmeister bedauern, dass das Naturbad noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen habe. „Wir hören immer wieder, dass Leute nicht herkommen, aus Angst, das Wasser sei dreckig. Das ist aber einfach Quatsch“, klärt Stortelers auf. Die grüne Farbe kommt nicht vom Wasser selbst, sondern von der grünen Folie, mit der die Becken ausgelegt sind. „Die Pflanzen-Filteranlage säubert dauerhaft durch mehrere Kiesschichten. Das Wasser ist sehr sauber. Und eben nicht gechlort“, hebt Müller die Vorzüge hervor. Das sei besonders bei empfindlicher Haut und kleinen Kindern von Vorteil. „Wichtig ist, dass die Leute duschen gehen, bevor sie ins Wasser springen. Besonders dann, wenn sie vorher Volleyball gespielt und somit sandige Füße haben.“ Aber auch Schweiß, Sonnencreme und Erde verschmutzen das Wasser und fordern die Filteranlagen unnötig.

Wer immer noch zweifle, soll sich eingeladen fühlen, sich mal selbst ein Bild zu machen, sagt Stefan Müller. „Ich lasse die Leute gern zum Anschauen umsonst rein. Einfach an der Kasse Bescheid geben, dann erkläre ich alles und kann den Leuten hoffentlich die Skepsis nehmen.“

Naturbad ist wie „Reha“

Für das leibliche Wohl beim Schwimmbadbesuch sorgt Gudrun Lattmann. Sie betreibt den Kiosk des Naturbades und liebt ihren Arbeitsort. „Vom ersten Juni bis zum 31. August ist das für mich hier wie Reha“, sagt sie lachend. In der vierten Saison verwöhnt sie Badegäste mit Kaffeespezialitäten, Eis, Bockwürstchen und seit neuestem auch mit Burgern. Außerdem ist es ihr zu verdanken, dass die Terrasse modernisiert und begrünt wurde. Gemütliche Sitzmöbel und eine ganze Menge bunte Blumen laden zum Ausruhen und Plaudern ein – natürlich bei einem Kaffee. „Sie hat eindeutig den grünen Daumen“, meint auch Stefan Müller anerkennend.

Der Kiosk bleibt

Eigentlich ist Gudrun Lattmann mit einer Firmenberatung selbstständig, im kommenden Jahr wird sie in Rente gehen. „Das Bad gebe ich aber nicht auf“, beruhigt sie alle, die schon in Sorge um den Kiosk waren. „Solange ich es körperlich noch kann, mache ich das auf jeden Fall weiter. Ist ja auch gut für mich. Wie gesagt – es ist wie Urlaub...“

Imke Harms
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

Weitere Nachrichten:

Naturfreibad

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.